25.2.2026 – Die Ergo Vorsorge erzielte 2024 in der Kapitallebensversicherung (KLV) den höchsten Neuzugang nach Stückzahl. Nur Allianz, HDI Vorsorge und Ideal akquirierten ebenfalls eine fünfstellige Zahl an neuen Policen, wie der Map-Report 941 zeigt. Die Bestandsrangliste führt die Allianz mit großem Vorsprung an vor der Debeka und der Ergo Vorsorge. Letztere war nur einer von vier Akteuren, die ihren KLV-Bestand ausbauen konnten.
In den vergangen gut zwei Jahrzehnten hat die Kapitallebensversicherung (KLV), einst das Brot- und Buttergeschäft der Lebensversicherer, immer weiter an Bedeutung verloren.
Vor dem Wegfall des Steuerprivilegs (VersicherungsJournal 14.6.2004, 28.5.2004, 5.5.2014) lag der Anteil dieser Gattung am gesamten Vertragsbestand noch bei über 60 Prozent. 2010 waren es dann nur noch 47,5 Prozent, 2015 lediglich noch 38,1 Prozent. Danach ging es über 31,6 Prozent im Jahr 2018 und 24,9 Prozent im Jahr 2022 auf zuletzt nur noch 22,4 Prozent kontinuierlich hinunter.
Auch im Neugeschäft zeigte die Kurve so gut wie durchgängig nach unten – und zwar von fast 1,75 Millionen eingelösten Versicherungsscheinen im Jahr 2005 auf zuletzt nur noch 382.000 Stück. Der Anteil an den Neuverträgen, der 2005 noch fast ein Viertel betrug, hat sich zuletzt bei um die neun Prozent eingependelt (21.7.2025).
Laut dem Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ schafften nur vier der 49 in diesem Geschäftsfeld aktiven Marktteilnehmer einen Neuzugang im fünfstelligen Bereich. Das meiste Neugeschäft akquirierte dabei die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG mit fast 66.450 neuen Policen.
Dahinter folgt mit einem nicht einmal halb so hohen Neuzugang die Allianz Lebensversicherungs-AG (31.500) vor der kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannten (5.1.2026) Targo Lebensversicherung (23.400) und der Ideal Lebensversicherung a.G. (13.600).
Zwischen über 9.000 und gut 7.000 neue KLV-Verträge verkauften die Generali Deutschland Lebensversicherung AG, die Hannoversche Lebensversicherung AG und die Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG.
Zwischen knapp 6.450 und annähernd 5.000 neue Policen waren es bei der R+V Lebensversicherung AG, der Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871), der LVM Lebensversicherungs-AG und der Provinzial Lebensversicherung AG.

Beim Bestand liegt die Allianz mit über 1,3 Millionen Verträgen klar in Front. An zweiter Stelle befindet sich der Debeka Lebensversicherungsverein a.G. mit fast 865.000 Policen vor der Ergo Vorsorge mit knapp 716.000 Stück.
Die Positionen vier bis sieben belegen mit Beständen zwischen fast 577.000 und annähernd 410.000 Verträgen die Ergo Lebensversicherung AG, die Proxalto Lebensversicherung AG, die Provinzial, die R+V und die Ideal. Jeweils um die 356.000 Policen sind es bei der Württembergischen und der Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG.

Von den zehn letztgenannten Marktteilnehmern konnte einzig die Ergo Vorsorge ihren Bestand im Vergleich zu 2023 ausbauen (plus 9.371 Stück). Bei der Allianz war eine Verminderung um über 87.000 Verträge zu beobachten. Um fast 70.000 bis gut 60.000 Policen reduzierten sich die Bestände von Proxalto, Debeka und Ergo.
Prozentual schrumpfte die erst vor wenigen Jahren gegründete (30.1.2024) Zurich Life Legacy Versicherung AG (Deutschland) am stärksten (minus fast 30 Prozent auf unter 152.658 Verträge), gefolgt von der Helvetia schweizerische Lebensversicherungs-AG (minus fast ein Siebtel auf 12.254).
Bestandsverluste zwischen 12,4 und 11,9 Prozent hatten die BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. (auf 38.724), die Cosmos Lebensversicherungs-AG (auf 34.428) und die Athora (auf 38.826) hinzunehmen.
Im zweistelligen Prozentbereich verloren ferner die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland (auf 64.523 Stück), die noch junge (21.6.2023, 3.5.2024) Ager Lebensversicherung AG (auf 120.483), die Proxalto und die Nürnberger Lebensversicherung AG (auf 209.171).
Wie aus den Map-Report-Daten weiter hervorgeht, erzielten neben der Ergo Vorsorge nur drei weitere der 72 aufgelisteten Akteure Bestandszuwächse. Dies waren
Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.
Dazu gehören neben dem Bestand an Hauptversicherungen (4.11.2025, 4.11.2024, 23.10.2025) unter anderem auch die Verwaltungskosten- (28.10.2025, 28.10.2025), die Abschlusskosten- (11.11.2025, 11.11.2025) sowie die Stornoquoten (18.11.2025, 18.11.2025). Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.
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