Verwaltungskostenquote: So schlugen sich die Marktgrößen

28.10.2025 (€) – Die Allianz und die R+V erzielten 2024 unter den Marktschwergewichten laut dem Map-Report 941 die niedrigsten Verwaltungskostensätze (in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen). Die höchsten Quoten hatte die Proxalto zu verzeichnen. Letztere verschlechterte sich besonders deutlich, während sich die Axa am stärksten verbesserte.

Die Verwaltungskostensätze der deutschen Lebensversicherer lagen im vergangenen Jahr zwischen 0,78 Prozent (Europa Lebensversicherung AG) und 10,46 Prozent (LPV Lebensversicherung AG).

Branchenweit betrug die Quote (Verwaltungsaufwendungen brutto in Prozent der verdienten Bruttobeiträge) 2,35 (Vorjahr: 2,46) Prozent. Dies ist dem Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2023“ (VersicherungsJournal 28.10.2025) zu entnehmen.

So schlugen sich die größten Lebensversicherer

Auch bei den elf Marktgrößen mit mindestens 1,8 Milliarden Euro Beitragseinnahmen zeigen sich deutliche, wenn auch nicht ganz so große Unterschiede. In die Top Ten schafften es die Allianz Lebensversicherungs-AG (Gesamtrang zwei mit 1,15 Prozent) und die R+V Lebensversicherung AG (mit 1,40 Prozent an sechster Stelle).

Der Debeka Lebensversicherungsverein a.G. mit 1,74 Prozent an elfter, die die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. mit 1,87 Prozent an 13. und die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG mit 1,93 Prozent an 14. Stelle.

Auf den weiteren Plätzen bei der Verwaltungskostenquote

Den 24. Rang belegt die Generali Deutschland Lebensversicherung AG, die mit 2,23 Prozent etwas besser als der Markt agierte. Etwas über dem Schnitt lag die Provinzial Lebensversicherung AG mit 2,65 (Platz 34).

Quoten von hauchdünn unter beziehungsweise knapp über drei Prozent bedeuten Position 45 für die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG beziehungsweise Rang 54 für die Axa Lebensversicherung AG. Auf Platz 60 liegt die Nürnberger mit knapp über vier Prozent. An 73. und damit drittletzter Stelle reiht sich die Proxalto Lebensversicherung AG ein.

Verwaltungskostenquote (Bild: Wichert)

Fünf Platzhirsche mit niedrigerer Quote als im Vorjahr

Fünf der vorgenannten Branchenschwergewichte erreichten Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr (12.11.2024) zwischen 0,02 Prozentpunkten (Zurich Deutscher Herold) und 0,59 Prozentpunkten (Axa). Dabei standen einem um 1,4 Prozent (auf über 1,8 Milliarden Euro) gestiegenen Umsatz um etwa ein Siebtel (auf unter 59 Millionen Euro) gesunkene Verwaltungsaufwendungen gegenüber.

Die übrigen sechs Marktgrößen kamen auf höhere Quoten als ein Jahr zuvor. Die Steigerungen lagen zwischen 0,02 Prozentpunkten (Debeka und R+V) und 0,9 Prozentpunkten (Proxalto).

Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.

Dazu gehören unter anderem auch die verdienten Bruttobeiträge (23.10.2025). Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

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