18.3.2026 – Die Allianz erzielte 2024 im Segment Rentenversicherung den mit Abstand höchsten Neuzugang nach Stückzahl, wie der Map-Report 941 zeigt. Die Mecklenburgische steigerte das Neugeschäft am stärksten, während die Cosmos am kräftigsten einbüßte. Die Bestandsrangliste führt die Allianz mit großem Vorsprung an, vor der R+V und der Debeka. Die Signal Iduna konnte ihren Bestand am deutlichsten ausbauen. Die HDI Vorsorge (früher Targo) hatte den stärksten Rückgang zu verzeichnen.
Im Geschäftsjahr 2024 ist das Neugeschäft der deutschen Lebensversicherer um 3,5 Prozent auf 4,27 Millionen eingelöste Versicherungsscheine in der Hauptversicherung zurückgegangen.
Rund ein Siebtel des Neuzugangs (646.700 Policen) waren private Rentenversicherungen (minus 0,4 Prozent). Dies zeigt der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“.
Der Publikation zufolge schaffte einzig die Allianz Lebensversicherungs-AG einen sechsstelligen Neuzugang (rund 145.000). 19 weitere der 66 in diesem Geschäftsfeld aktiven Marktteilnehmer schafften eine fünfstellige Zahl. Neun von ihnen blieben über der Marke von 20.000.
Mit rund 33.700 Stück rangiert die Nürnberger Lebensversicherung AG an zweiter Stelle, vor der R+V Lebensversicherung AG mit 28.800. Zwischen 24.300 und 25.500 Versicherungsscheine lösten die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland, die Axa Lebensversicherung AG und die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG ein.
Auf 23.000 bis 21.800 Neuverträge brachten es die HDI Lebensversicherung AG, die Gothaer Lebensversicherung AG, die Generali Deutschland Lebensversicherung AG und die SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG.

Nur drei der vorgenannten Akteure akquirierten mehr Policen als ein Jahr zuvor. Dies waren, angeführt von der Allianz (plus 49,6 Prozent), auch die Axa (plus 29,2 Prozent) sowie die Gothaer (plus 21 Prozent). Die übrigen sieben Neugeschäftsschwergewichte büßten zwischen 2,5 Prozent (SV) und 47,2 Prozent (Generali) ein.
Insgesamt gelang nur einem guten Dutzend der im Neugeschäft tätigen Akteure eine Steigerung des Neuzugangs. Nicht berücksichtigt in der folgenden Auflistung wurde die BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. Sie war Mitte des Berichtsjahres aus dem Run-off ins Neugeschäft zurückgekehrt (5.6.2024) und steigerte den Neuzugang von Null auf 6.426 Stück.
Relativ am stärksten baute die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG ihr Neugeschäft aus (plus fast zwei Drittel auf 3.581 Neuverträge). Um gut 60 bis knapp 48 Prozent legten zu: die VPV Lebensversicherungs-AG (auf 3.246 neue Policen), die Credit Life AG (auf 260), die Allianz und die Dortmunder Lebensversicherung AG (auf 4.614).
Beim Großteil der Anbieter fiel der Neuzugang 2024 niedriger aus als ein Jahr zuvor. Am stärksten verlor dabei mit über zwei Dritteln (auf 1.922 eingelöste Versicherungsscheine) die Cosmos Lebensversicherungs-AG.
Über die Hälfte (auf 14.760 Stück) verlor die kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannte (5.1.2026) Targo Lebensversicherung, rund 48 Prozent wie oben aufgeführt die Generali. Einbußen zwischen 41 und 28 Prozent hatten die BL die Bayerische Lebensversicherung AG (auf 6.672), der Debeka Lebensversicherungsverein a.G. (auf 6.717) und die Ideal Lebensversicherung a.G. (auf 3.660) zu verzeichnen.

Beim Bestand, der branchenweit um 1,6 Prozent auf 23.404.598 Kontrakte sank, liegt Allianz mit über 5,1 Millionen Verträgen klar in Front. An zweiter Stelle befindet sich die R+V mit fast 1,47 Millionen hauchdünn vor der Debeka mit knapp 1,44 Millionen Stück.
Die Positionen vier bis sechs belegen mit Beständen von jeweils über 800.000 die Nürnberger, die Generali und die SV. Dahinter folgen mit etwa 726.500 bis rund 621.000 Policen die Proxalto Lebensversicherung AG, die Provinzial Lebensversicherung AG, die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG und die Ergo Lebensversicherung AG.

Den Bestand ausbauen konnten von vorgenannten Platzhirschen nur die Nürnberger (plus 0,02 Prozent). Die übrigen Marktgrößen verloren von 0,6 Prozent (Allianz) über 4,3 Prozent (R+V) bis 4,7 Prozent (Ergo).
Nur 19 der aufgelisteten 73 Anbieter hatten Ende 2024 größere Bestände als ein Jahr zuvor. Dabei legte die die noch junge (2.12.2021) Signal Iduna Lebensversicherung AG relativ am stärksten zu (plus 46 Prozent auf 51.904 Verträge).
Um ein Sechstel wuchs die BY die Bayerische Vorsorge (auf 31.004 Stück). Zweistellige Zuwachsraten schafften ansonsten nur noch die Hannoversche Lebensversicherung AG (auf 96.829) und die Dialog Lebensversicherungs-AG (auf 36.877).
Fast drei Viertel der Marktteilnehmer hatten sinkende Bestände hinzunehmen. Jeweils um die acht Prozent verloren die Targo (auf 193.786 Kontrakte) und die Cosmos (auf 226.898).
Vergleichsweise hohe Verminderungsraten von fünf bis vier Prozent standen unter den im Neugeschäft aktiven Anbietern für die LPV Lebensversicherung AG (auf 213.419), die Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG (SV Sachsen; auf 290.740) und die Neue Leben Lebensversicherung AG (auf 191.597) zu Buche.

Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.
Dazu gehören neben dem Bestand an Hauptversicherungen (4.11.2025, 4.11.2024, 23.10.2025) unter anderem auch der Neuzugang insgesamt (3.2.2026, 3.2.2026) sowie in der Risikolebens- (4.3.2026) und der Kapitallebensversicherung (25.2.2026).
Die trifft genauso zu auf die Verwaltungskosten- (28.10.2025, 28.10.2025), die Abschlusskosten- (11.11.2025, 11.11.2025) sowie die Stornoquoten (18.11.2025, 18.11.2025). Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.
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