Dies waren 2024 die Gewinner und Verlierer in der Risikolebensversicherung

4.3.2026 – Die HDI Vorsorge (früher Targo) erzielte 2024 in der Risikolebensversicherung den mit Abstand höchsten Neuzugang nach Stückzahl, wie der Map-Report 941 zeigt. Die Ideal steigerte das Neugeschäft mit riesigem Abstand am stärksten, während die Hansemerkur am kräftigsten einbüßte. Die Bestandsrangliste führt die HDI Vorsorge mit großem Vorsprung an, vor der Hannoverschen und der R+V. Die Ideal konnte ihren Bestand am deutlichsten ausbauen. Die Heidelberger hatte den stärksten Rückgang zu verzeichnen.

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Im Geschäftsjahr 2024 ist das Neugeschäft der deutschen Lebensversicherer um 3,5 Prozent auf 4,27 Millionen eingelöste Versicherungsscheine in der Hauptversicherung zurückgegangen.

Rund ein Sechstel des Neuzugangs (772.720 Policen) waren Risikolebensversicherungen (minus 6,7 Prozent). Dies zeigt der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“.

Targo mit dem höchsten Neuzugang in der Risikolebensversicherung

Der Publikation zufolge schaffte einzig die kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannte (5.1.2026) Targo Lebensversicherung einen sechsstelligen Neuzugang (annähernd 255.000). 13 weitere der 59 in diesem Geschäftsfeld aktiven Marktteilnehmer schafften eine fünfstellige Zahl.

Mit rund 82.200 Stück rangiert die LPV Lebensversicherung AG an zweiter Stelle, vor der Hannoverschen Lebensversicherung AG mit fast 50.000. Zwischen knapp 42.000 und annähernd 30.000 Versicherungsscheine lösten die Neue Leben Lebensversicherung AG, die Credit Life AG und die Deutsche Lebensversicherungs-AG (DLVAG) ein.

Auf jeweils um die 20.000 Neuverträge brachten es die Generali Deutschland Lebensversicherung AG, die Europa Lebensversicherung AG, die Cosmos Lebensversicherungs-AG und die R+V Allgemeine Lebensversicherung AG.

Risikolebensversicherung Neugeschäft Stückzahl (Bild: Wichert)

Nur drei der vorgenannten Akteure akquirierten mehr Policen als ein Jahr zuvor. Dies waren die Generali (plus 0,4 Prozent), die Hannoversche (plus 3,2 Prozent) und die Neue Leben (plus 15 Prozent). Die übrigen sieben Neugeschäftsschwergewichte büßten zwischen 5,3 Prozent (Europa) und 24,6 Prozent (Credit Life) ein.

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19 Mal Zuwachs in der Risikolebensversicherung

Insgesamt gelang nur 19 der 51 aufgelisteten Anbieter mit einem Neuzugang ab 100 Stück eine Steigerung. Diese fiel mit über 242 Prozent (auf 6.542 Neuverträge) bei der Ideal Lebensversicherung a.G. am größten aus.

Um annähernd vier Fünftel legte die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig zu (auf 1,250), um ein gutes Drittel die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland (auf 5.356) und um ein knappes Viertel die Huk-Coburg-Lebensversicherung AG (auf 9.553). Um ein knappes Sechstel wuchs die Gothaer Lebensversicherung AG (auf 10.704), um ein gutes Siebtel die Neue Leben.

Bei 32 Anbietern fiel der Neuzugang 2024 niedriger aus als ein Jahr zuvor. Am stärksten verlor dabei mit fast einem Drittel die Hansemerkur Lebensversicherung AG (auf 112 eingelöste Versicherungsscheine).

Einbußen von knapp über beziehungsweise unter einem Viertel standen für die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG (auf 1.248 Stück) und die Credit Life zu Buche. Eine Verminderung um ein Fünftel war bei der Continentalen Lebensversicherung AG zu beobachten. Um jeweils ein gutes Sechstel abwärts ging es bei der LPV und der Delta Direkt Lebensversicherung AG (auf 1.637).

Risikolebensversicherung Neugeschäft Stückzahl Veränderung absolut (Bild: Wichert)

HDI Vorsorge führt Bestandsrangliste an

Beim Bestand, der branchenweit um 1,6 Prozent auf 9.725.363 Kontrakte sank, liegt die HDI Vorsorge mit fast 1,67 Millionen Verträgen klar in Front. An zweiter Stelle befindet sich die Hannoversche mit knapp 800.600 Policen vor der R+V mit 667.200 und der Cosmos mit 640.400 Stück.

Die Positionen fünf bis acht belegen mit Beständen zwischen fast 513.700 und annähernd gut 441.500 Verträgen die DLVAG, die Europa, die Dialog Lebensversicherungs-AG und die Credit Life. Dahinter folgen mit etwa 321.700 bis rund 297.300 die LVP, die Provinzial Lebensversicherung AG und die Generali.

Risikolebensversicherung Rangliste Bestand (Bild: Wichert)

Den Bestand ausbauen konnten von vorgenannten Platzhirschen nur die LPV (plus 7,1 Prozent), die DLVAG (plus 2,2 Prozent), die Hannoversche (plus 1,4 Prozent) und die Generali (plus 0,8 Prozent). Die übrigen Marktgrößen verloren zwischen 0,7 Prozent (Targo) und 6,2 Prozent (Targo).

Nicht einmal jeder fünfte Akteur koennnte den Bestand ausbau

Nur 15 der aufgelisteten 74 Anbieter hatten Ende 2024 größere Bestände als ein Jahr zuvor. Dabei legte die Ideal relativ am stärksten zu. Sie konnten die Zahl der verwalteten Verträge auf 8.995 in etwa verdreieinhalbfachen.

Zweistellige Zuwachsraten zwischen knapp der Hälfte und einem guten Sechstel hatten die noch junge (2.12.2021) Signal Iduna Lebensversicherung AG (auf 9.827 Verträge), die erst vor einigen Jahren gegründete (30.6.2017) Dortmunder Lebensversicherung AG (auf 13.132) und die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871; auf 7.443 Policen).

Die übrigen vier Fünftel der aufgeführten Akteure hatte Bestandsrückgänge zu verzeichnen. Am stärksten schrumpfte die Run-off-Gesellschaft Heidelberger Lebensversicherung AG (minus fast ein Fünftel auf 5.584 Verträge).

Verminderungen zwischen einem Achtel und einem Zehntel waren bei der Run-off-Gesellschaft Zurich Life Legacy Versicherung AG (Deutschland) (auf 5.467 Stück), der HDI Lebensversicherung AG (auf 20,949) sowie den beiden weiteren Run-off-Gesellschaften Athora Lebensversicherung AG (auf 4.392) und Entis Lebensversicherung AG (auf 1.769) zu beobachten.

Risikolebensversicherung Bestand Veränderungen relativ (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.

Dazu gehören neben dem Bestand an Hauptversicherungen (4.11.2025, 4.11.2024, 23.10.2025) unter anderem auch der Neuzugang (3.2.2026, 3.2.2026). Die trifft genauso zu auf die Verwaltungskosten- (28.10.2025, 28.10.2025), die Abschlusskosten- (11.11.2025, 11.11.2025) sowie die Stornoquoten (18.11.2025, 18.11.2025). Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

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Berufsunfähigkeit · Lebensversicherung · Mapreport · Runoff · Senioren
 
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