3.2.2026 – 2024 kamen laut Map-Report 941 elf Akteure auf eine sechsstellige Zahl an Neuverträgen. Nur vier von ihnen konnten den Neuzugang entgegen dem Branchentrend ausbauen. Die größte Steigerung schaffte die SV. Auch die Allianz wuchs leicht und verteidigte die Marktführung. Die stärksten Einbußen hatte die Credit Life hinzunehmen.
Im Geschäftsjahr 2024 fiel der Neuzugang in der Lebensversicherung im engeren Sinne mit unter 4,3 Millionen Neuverträgen so niedrig aus wie niemals zuvor (minus drei Prozent im Vergleich zum Jahr 2023).
Das geht aus der Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2025“ hervor (VersicherungsJournal 22.5.2025). Diese hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Ende Mai veröffentlicht.
Laut dem Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ verzeichneten 39 der 71 aufgelisteten Marktteilnehmer ein rückläufiges Neugeschäft. Die verbleibenden 32 Akteure akquirierten entgegen dem Branchentrend mehr neue Policen als ein Jahr zuvor (3.2.2026).
Bei sieben der elf Neugeschäftsschwergewichte ging die Zahl der neu akquirierten Verträge mindestens sechsstellig zurück. Am deutlichsten fielen diese mit über einem Fünftel bei der Credit Life AG aus. Das Unternehmen akquirierte jeweils über ein Fünftel weniger Neuverträge in den beiden Hauptsparten Kollektiv- (über 70 Prozent Anteil) und Risikoversicherungen (gut ein Viertel Anteil).
Um ein Sechstel niedriger als vor Jahresfrist fiel der Neuzugang bei der Targo Lebensversicherung aus, die kürzlich in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannt wurde (5.1.2026). Dabei standen einer Verminderung um ein Achtel im Hauptgeschäftsfeld Risikoversicherungen (fast 86 Prozent Anteil) wesentlich stärkere Rückgänge in Sachen Rente und Kapitalleben (jeweils minus über die Hälfte) gegenüber.
Einen zweistelligen prozentualen Rückgang im Neuzugang hatte ansonsten nur noch die Nürnberger Lebensversicherung AG hinzunehmen. Zwischen neun und sieben Prozent niedriger als vor Jahresfrist fiel die Neugeschäftsproduktion beim Debeka Lebensversicherungsverein a.G., bei der R+V Lebensversicherung AG und der Generali Deutschland Lebensversicherung AG aus. Die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG blieb um 1,5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.
Nur vier der Platzhirsche legten im Vergleich zu 2023 zu. Am stärksten gelang dies mit über einem Neuntel der SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG.
Um 7,5 Prozent steigerte die Provinzial Lebensversicherung AG ihren Neuzugang, um 4,5 Prozent die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG. Leichte Zugewinne (plus 0,3 Prozent) schaffte die Allianz Lebensversicherungs-AG.

Mit 620.354 neuen Kontrakten entfiel erneut rund ein Siebtel des Neuzugangs nach Stückzahl auf den Branchenprimus (1.4.2025), die Allianz. Zwischen annähernd 400.000 und 283.000 Neuverträgen waren es bei der R+V, der HDI Vorsorge und der Generali.
Knapp über beziehungsweise um die 170.000 neue Policen vermittelten im vergangenen Jahr die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG (von sieben auf fünf), die Provinzial (von acht auf sechs) und die Ergo Vorsorge (von sechs auf sieben).
Dahinter folgt – um drei Plätze schlechter als 2023 – an achter Stelle liegend die Credit Life mit knapp 140.000 eingelösten Versicherungsscheinen. Auf zwischen gut 122.200 und gut 103.100 Neuverträge kamen im Berichtsjahr die SV (von elf auf neun), die Debeka (von neun auf zehn) und die Nürnberger (von zehn auf elf).

Der Map-Report Nummer 941 – „Bilanzrating deutscher Lebensversicherer 2024“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 201 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen (21.10.2025) auch Übersichten zu insgesamt rund zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2024) von bis zu 75 Anbietern.
Dazu gehören neben dem Bestand an Hauptversicherungen (4.11.2025, 4.11.2024, 23.10.2025) unter anderem auch Storno- (14.1.2026, 14.1.2026), die Verwaltungskosten- (28.10.2025, 28.10.2025) sowie die Abschlusskostenquoten (11.11.2025, 11.11.2025).
Das Heft ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.
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