10.2.2026 – Der Universa und der Alten Oldenburger bringen Versicherungsmakler laut einer aktuellen Asscompact-Untersuchung die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft in der Krankenvollversicherung entgegen. Dahinter folgen Arag und Hansemerkur.
Versicherungsmakler liefern in der Krankenvollversicherung das meiste Geschäft an die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Dies ist ein Ergebnis der Asscompact-„Marktstudie Kranken- und Pflegeversicherung 2026“ der BBG Betriebsberatungs GmbH (VersicherungsJournal 3.2.2026). Ermittelt wurden auch der Stellenwert und die Geschäftserwartungen in diesem Segment (10.2.2026).
Grundlage der Untersuchung ist eine im November und Dezember 2025 unter Versicherungsmaklern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 260 Personen angegeben.
Rund 89 Prozent der Befragten waren männlich, knapp elf Prozent weiblich. Sie haben 30,1 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 57,6 Jahren und wollen im Schnitt mit 68,3 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Ermittelt wurde im Rahmen der Studie neben den relativen Geschäftsanteilen unter anderem auch die Weiterempfehlungsbereitschaft für die Anbieter von Krankenversicherungen. Hierzu wurde der in der Marktforschung häufig angewandte Net-Promoter-Score (NPS) herangezogen.
Ergebnis: Die Allianz schaffte es in Sachen NPS nicht auf die vordersten Plätze. Dem fünfthöchsten Anteil an Promotoren von 55 Prozent stand ein vergleichsweise hoher Detraktorenanteil von fast einem Fünftel gegenüber. Nur drei Testkandidaten kamen auf noch höhere Werte. Daraus ergibt sich mit 36,7 lediglich der fünfthöchste NPS.
Am besten schnitt die Universa Krankenversicherung a.G. ab, die beim Geschäftsanteil an fünfter Stelle liegt. Das Unternehmen hat relativ gesehen die wenigsten Kritiker (nicht einmal ein Sechszehntel Anteil) und die meisten Fürsprecher (über sechs Siebtel).
Den Silberrang in Sachen Weiterempfehlung belegt die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, die bereits in den Vorjahren zu den Topakteuren ihrer Zunft gezählt hatte (11.2.2025, 16.2.2024). Für das Unternehmen, das aktuell acht Positionen besser als beim Geschäftsanteil abschnitt, wird ein NPS von 78,7 ausgewiesen. Mehr als vier Fünftel zählen sich zu den Promotoren, gut jeder sechste zu den Detraktoren.
Den Bronzerang sicherte wie beim Geschäftsanteil die Arag Krankenversicherungs-AG. Der NPS von 47,8 setzt sich zusammen aus einem Fürsprecheranteil von knapp zwei Dritteln und einem Kritikeranteil von etwa einem Siebtel.
Die Position vier bei den Weiterempfehlungen belegt die Neugeschäfts-Zweite Hansemerkur Krankenversicherung AG. Weit über die Hälfte der Interviewten zählt zu den Promotoren, knapp jeder Achte zu den Detraktoren.
An sechster Stelle hinter der Allianz rangiert die Neugeschäfts-Vierte, die Barmenia Krankenversicherung AG. Der NPS der Wuppertaler von 35,5 setzt sich zusammen aus einem Fürsprecheranteil von knapp leicht über der Hälfte und einem Kritikeranteil von knapp einem Sechstel.

Der einzige Testkandidat, bei dem die Kritiker die Fürsprecher überwogen (33,3 zu 23,8 Prozent), war die DKV Deutsche Krankenversicherung AG. Unter dem Strich führte das zu einem NPS von minus 9,5.
Konkrete Gründe für die stark voneinander abweichenden Bewertungen sind der Untersuchung nicht zu entnehmen. Allerdings zeigt ein Blick in die Bewertung der Dienstleistungsqualität, die in der Studie ebenfalls untersucht wurde, einen Erklärungsansatz.
So sind die Vermittler mit der DKV auch deutlich weniger zufrieden als mit den andren vorgenannten Akteuren. Sie bekam mit 82 von 100 möglichen Punkten zehn Zähler weniger als die führende Gesellschaft.
In zehn der 14 abgefragten Zufriedenheitskriterien gehört das Unternehmen zu den drei am schlechtesten bewerteten Testkandidaten. Beim K.o.-Kriterium Produktqualität und auch in Sachen Tarifflexibilität und Image kam sogar kein Wettbewerber noch schlechter weg.
Die Universa, die mit 92 von 100 möglichen Punkten in der Zufriedenheitswertung am besten abschnitt, schaffte es mit Ausnahme des Digitalisierungsgrads in allen abgefragten Zufriedenheitskriterien in die Top Drei. Nur beim Image kam sie nicht auf die höchste Zählerzahl unter allen Prüflingen.
Die Alte Oldenburger konnte vor allem mit der zweitbesten Produktqualität, dem zweitbesten Bestandskundenservice und der drittbesten finanziellen Stabilität punkten. Ausbaufähig sind aus Maklersicht die Angebotsunterlagen, die Courtageausgestaltung und die zentrale Vertriebsunterstützung.
Die 345-seitige „Marktstudie Kranken- und Pflegeversicherung 2026“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und der Vermittlerzufriedenheit in der Vollversicherung auch eine Analyse der Top-Anbieter. Untersucht wurde zudem neben der Krankenzusatz- (6.2.2026) und der Pflegezusatz- auch die betriebliche Krankenversicherung (bKV).
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