23.3.2026 – Unter den Branchenschwergewichten (mehr als vier Millionen Verträge) steigerte die Huk24 absolut wie auch prozentual den Bestand am stärksten. Verluste hatten insgesamt nur die Axa und der Huk-Coburg VVaG hinzunehmen. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Die deutschen Kraftfahrtversicherer haben den Bestand an versicherten Risiken zwischen 2019 und 2024 um ein gutes Neuntel auf 132,4 Millionen Stück ausgebaut. Während jeder fünfte der 50 größten Anbieter gegen den Branchentrend schrumpfte (VersicherungsJournal 26.2.2026), legten die übrigen Akteure zum Teil deutlich zu (26.2.2026).
Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“. Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der Sparte, die auf rund 90 Prozent Marktanteil kommen.
Für die größten absoluten Ausschläge nach oben wie nach unten waren dabei fast ausschließlich die Marktschwergewichte mit mehr als vier Millionen Kontrakten verantwortlich. So hatte etwa die Axa Versicherung AG im Betrachtungszeitraum einen Rückgang von fast 321.000 Policen beziehungsweise annähernd sieben Prozent zu verzeichnen.
Die Kölner konnten die positive Entwicklung aus 2021 (27.3.2023) erneut nicht wiederholen und büßten zum vierten Mal im Beobachtungszeitraum an Bestandszahlen ein. Das Minus blieb 2024 mit 0,5 Prozent (auf 4,28 Millionen Stück) auf dem Niveau der beiden Vorjahre.
2020 hatte die Schrumpfungsrate 6,5 Prozent betragen. Dadurch war die Axa in der Rangliste von der sechsten auf die neunte Position zurückgefallen (15.2.2022). In den Folgejahren konnte sie diese Platzierung halten (24.11.2025, 21.11.2024, 23.1.2024).
Ebenfalls Verluste hatte unter den Marktteilnehmern mit mindestens vier Millionen Kontrakten im Bestand ansonsten nur noch die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg zu verzeichnen.
Der Anbieter fuhr in den ersten beiden Jahren des Betrachtungszeitraums noch in der Wachstumsspur. Ansonsten waren Schrumpfungsraten zwischen 0,4 (2022) und 1,7 Prozent (2024; auf 7,18 Millionen) zu beobachten.

Alle anderen Platzhirsche legten zu. Deutlich schlechter als der Markt agierten dabei mit der Allianz Versicherungs-AG die Nummer eins im Markt und mit der R+V Allgemeinen Versicherung AG die Nummer acht im Markt.
Bei der Allianz kehrte sich die positive Entwicklung zu Beginn des Beobachtungszeitraums schnell wieder um. Dafür waren die Übertragung eines Teilbestandes auf die Volkswagen Autoversicherung AG (19.4.2022) und ein pandemiebedingt schwächeres Neugeschäft mit verantwortlich. Zuletzt schaffte es das Unternehmen dann allerdings wieder dreimal in die Gewinnzone (Bestand 2024: 13,14 Millionen).
Genau umgekehrt verlief die Entwicklung bei der R+V. Nach drei Gewinnjahren drehte die Entwicklung ins Minus. Dabei nahm das Schrumpfungstempo zu – von 0,3 auf zuletzt 1,4 Prozent (Bestand 2024: 4,6 Millionen).

Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG wuchs mit einem Siebzehntel (auf 4,75 Millionen Kontrakte) ebenfalls weniger stark als die Branche. Die VHV Allgemeine Versicherung AG legte mit 9,1 Prozent (auf 6,2 Millionen) etwas schwächer und die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG mit 10,5 Prozent (auf 11,2 Millionen) etwas stärker als der Markt zu.
Um ein gutes Sechstel wuchs der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. (auf 7,35 Millionen Stück). Wachstumssieger ist die Huk24 AG, die ihren Bestand um über 40 Prozent auf fast 6,2 Millionen Verträge ausbaute.

In jedem Jahr des Beobachtungszeitraums wuchsen nur die Huk24 und der LVM. Die VHV hatte 2024 Einbußen hinzunehmen, die DEVK Allgemeine 2022 und 2023 sowie die R+V in den Jahren 2023 und 2024.
Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Dazu gehört unter anderem auch die Betriebskostenquote, bei der riesige Unterschiede zutage treten (23.3.2026).
Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
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