29.1.2026 – Ende 2025 hatte Deutschland nach einer ersten Schätzung von Destatis etwa 83,5 Millionen Einwohner (minus 100.000). Hintergrund: Die deutlich rückläufige Nettozuwanderung blieb unter dem Strich hinter dem steigenden Geburtendefizit zurück.
Die Bevölkerungszahl in der Bundesrepublik betrug Ende 2025 rund 83,5 Millionen Personen. Das waren knapp 100.000 Personen weniger als ein Jahr zuvor (VersicherungsJournal 24.1.2025). Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.
Die vorläufigen Zahlen basieren auf den bereits verfügbaren monatlichen Angaben bis einschließlich Oktober 2025. Die noch fehlenden Werte für November und Dezember zu Geburten und Wanderungen haben die Statistiker geschätzt. Die endgültigen Ergebnisse sollen im Sommer veröffentlicht werden.
Wie das Amt weiter mitteilte, hatte es zwischen 2011 und 2024 mit Ausnahme des ersten Corona-Pandemiejahres 2020 in Deutschland (14.10.2020, 22.6.2021) durchgängig Bevölkerungszuwächse gegeben. Von 2003 bis 2010 war die Bevölkerung durchgängig geschrumpft.
2019 hatte die Zunahme noch fast 150.000 Individuen betragen. In den Jahren davor waren es mindestens fast 200.000. Der wanderungsbedingte Rekordzuwachs seit der Wiedervereinigung wurde im Jahr 2015 mit knapp unter einer Million erreicht (29.8.2016).

Für das Jahr 2022 hatte Destatis ursprünglich ein Plus von 1,1 Millionen Einwohnern vermeldet, und zwar auf Basis des Zensus 2011. Nach dem Zensus 2022 zählte die Bundesrepublik Deutschland mit rund 82,72 Millionen etwa 1,4 Millionen Einwohner weniger als zuvor angenommen (Stichtag 15. Mai 2022) (26.6.2024). Bereinigte Zahlen für 2022 zur Bevölkerungsentwicklung liegen nicht vor.
2025 betrug die Nettozuwanderung (positiver Saldo aus Zu- und Fortzügen) nach der amtlichen Schätzung 220.000 bis 260.000 Personen. Dies entspricht nach amtlichen Angaben einem Minus von „mindestens 40 Prozent“ im Vergleich zum Jahr zuvor.
Auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie 2025 habe sich die Nettozuwanderung zuletzt 2020 mit 220.251 Personen bewegt, so die Statistiker. Der jährliche Wanderungssaldo sei im Schnitt der Jahre 1990 bis 2024 mit 356.000 Personen deutlich höher ausgefallen.
Das seit der Wiedervereinigung in jedem Jahr aufgetretene Geburtendefizit fällt 2025 mit 340.000 bis 360.000 noch einmal etwas höher aus als ein Jahr zuvor (330.641). Es lag laut Destatis zum vierten Mal in Folge über der Marke von 300.000. Zum Vergleich: In den 2010er-Jahren habe das Defizit durchschnittlich 171.423 Personen betragen, so das Amt.
2025 standen 640.000 bis 670.000 (2024: 677.117) Geborene etwa 1,00 (1,01) Millionen Gestorbenen gegenüber. Letzteres stellt den fünfthöchsten Wert seit 1946 dar. Über erste Hintergründe zum Todesfallgeschehen hatte das Amt Anfang Januar informiert (14.1.2026).
Peter Schramm - Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung mit Vorsicht zu beurteilen. mehr ...
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