29.8.2025 – Die Naturgefahrenbilanz des GDV für die ersten sechs Monate dieses Jahres fällt mit versicherten Schäden von rund einer Milliarde Euro zwar unterdurchschnittlich aus. Dennoch müsse mehr für den Schutz vor Wetterextremen geschehen, mahnt Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die deutschen Versicherer weisen auf die langfristigen Folgen des Klimawandels für die Versicherten hin und wiederholen ihre Forderung nach mehr Prävention.
Die Assekuranz verzeichnete im ersten Halbjahr vergleichsweise geringe Ausgaben für Schäden durch Naturgefahren in Deutschland. Das geht aus der aktuell veröffentlichten Naturgefahrenbilanz des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor.
„Mit rund einer Milliarde Euro fielen die versicherten Schäden aus Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen geringer aus als aufgrund des langjährigen Durchschnitts erwartet“, kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen die Zahlen.
Auf die Sachversicherung entfallen demnach rund 500 Millionen Euro Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz. Hinzu kommen 100 Millionen Euro Schäden durch weitere Naturgefahren wie Überschwemmung und Starkregen zwischen Anfang Januar und Ende Juni.
In der Kraftfahrtversicherung beliefen sich die Schäden durch Stürme und Überschwemmungen hingegen auf 350 Millionen Euro. Erfasst wurden in der Statistik Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie Kraftfahrzeugen.
„Das erste Halbjahr 2025 war zwar unterdurchschnittlich, was Naturgefahrenschäden angeht“, ordnet Asmussen die Daten im Vergleich zu den Vorjahreswerten (VersicherungsJournal 29.8.2024) ein. „Trotzdem zeigt der langfristige Trend eine deutliche Zunahme an Extremwetterereignissen und Schäden.“
Sollten die Schäden im zweiten Halbjahr 2025 durchschnittlich ausfallen, rechnen die Versicherer mit einem insgesamt unterdurchschnittlichen Schadenjahr. Bislang erwarteten sie laut GDV für die vollen zwölf Monate Schäden in Gesamthöhe von 6,3 Milliarden Euro.
„Wenn schwere Herbst- und Winterstürme ausbleiben, rechnen wir für das ganze Jahr mit Naturgefahrenschäden in Höhe von etwa 4,5 Milliarden Euro“, sagt Asmussen. Dennoch müsse das Engagement für mehr Schutz vor Wetterextremen wie im Ausnahmejahr des Ahrtalhochwassers 2021 vorangetrieben werden.
Aufgrund des Klimawandels nähmen nämlich die langfristigen Gefahren durch Extremwetterereignisse weiter zu, was umfassende Schutzmaßnahmen erfordere, mahnen die Versicherer. „Angesichts der wachsenden Risiken fordern wir eine stärkere Fokussierung auf umfassende Prävention.“
Laut Asmussen müsse auch die Abdeckung mit Elementarschadenversicherungen verbreitert werden. Obwohl es ein großes Angebot am Markt gebe, sind nach Angaben des GDV ungefähr 54 Prozent der etwa 9,6 Millionen Wohngebäude hierzulande umfassend gegen alle Naturgefahren versichert.
Die Anbieter privater Policen für Endkunden müssten mit der Vorsorge und Klimaanpassung „Hand in Hand arbeiten“, sagt Asmussen. Denn nur mit einem entsprechenden Gesamtkonzept (18.6.2024) könne ein „dauerhafter Schutz für Menschen, Gebäude und Infrastruktur erreicht werden“.
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