4.2.2026 – Laut der diesjährigen Ausgabe der IVFP-Studienreihe haben indexgebundene Rentenversicherungen 2025 durchschnittlich 3,4 Prozent abgeworfen. Demnach waren Policen mit reinen Aktienindizes im Vergleich erfolgreicher als Produkte mit Multi-Asset-Mix. Außerdem lagen Produkte auf Basis einer jährlichen Beteiligungsquote wieder vor Modellen mit einer Obergrenze (Cap-Modell).
Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat wieder die Performance von index-gebundenen Rentenversicherungen verglichen. Der Renditeüberblick für 2025 umfasst wie in den Vorjahren (VersicherungsJournal 3.2.2025, 2.2.2024, 25.1.2023, 9.2.2022) 16 Anbieter.
Zusätzlich wurde erneut ein Marktüberblick über die unterschiedlichen Indexmodelle erstellt. Hier fehlen allerdings die Condor Lebensversicherungs-AG, die Lebensversicherung von 1871 a.G. München, die HDI Vorsorge Lebensversicherung AG und die Provinzial Lebensversicherung Hannover. Das Gleiche gilt für die inzwischen auf die Gothaer Lebensversicherung AG verschmolzene Barmenia Lebensversicherung, deren Nachfolger wiederum in der Übersicht der Indexrenditen fehlt.
Laut der Tarifübersicht investieren alle gelisteten Anbieter die erwirtschafteten Überschüsse in Aktien. Die Axa Lebensversicherung AG (Tarif „Relax Rente Classic“) bietet zudem eine Mischung mit Anleihen und Rohstoffen, die Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG („Rente Index“) mit Rohstoffen, Anleihen und Währungen.
Kunden der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. („index-safe“) erhalten Aktien auch in Paketen mit den Anlageklassen Gold, Anleihen und Immobilien. Bei der SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG („IndexGarant“) auch im Mix mit den Anlageklassen Anleihen sowie Edelmetalle beziehungsweise Rohstoffe und Geldmarkt.
Bei der HDI Lebensversicherung AG („TwoTrust Selekt“) steht eine Kombination aus Aktien jeweils optional mit Anleihen und Rohstoffen zur Auswahl. Bei der Neuen Leben Lebensversicherung AG („PlanX“) jeweils optional mit den Anlageklassen Rohstoffe und Renten.
Drei Anbieter verknüpfen obligatorisch mit weiteren Finanzprodukten. So kombiniert die Gothaer („Index Protect“) Aktien mit Rohstoffen und Staatsanleihen. Bei der R+V Lebensversicherung AG („IndexInvest“) werden Aktien mit Staatsanleihen und Gold gemischt, bei der Württembergischen Lebensversicherung AG („IndexClever“) mit Anleihen und Rohstoffen.
Der Anlageschwerpunkt kann, wie im vergangenen Jahr, bei der Neuen Leben und der Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. („Klassik modern“) unter anderem auf Deutschland begrenzt werden. Ausschließlich ist dies weiterhin der Fall bei der Nürnberger Lebensversicherung AG („DAX-Rente“).
Auf Europa und die USA konzentrieren sich die Strategien der Allianz Lebensversicherungs-AG („IndexSelect“) und der R+V. Die Axa und die SV investieren nur in Europa und weltweit.
Die fünf Mitbewerber Ergo, Gothaer, HDI, Stuttgarter und Württembergische haben hingegen nur Tarife im Programm, die jeweils an einen weltweiten Index gekoppelt sind.
Die Versicherer verwenden entweder eigene Indizes oder die verbreiteten Börsenbarometer. Dazu gehören oft der DAX oder der Euro Stoxx 50. Die Ergo nutzt den Weltaktienindex MSCI World, der Volkswohl Bund den mit zusätzlichem Nachhaltigkeitsfilter ausgestatteten MSCI World SRI.
Beim Thema Nachhaltigkeit haben keine weiteren Akteure nachgelegt. Nachhaltige Indizes bieten neben dem Volkswohl Bund die Axa, die Stuttgarter, die SV Versicherung und die Württembergische an. Die SV hat erneut zwei grüne Indizes (weltweit beziehungsweise Europa) im Angebot.
Allerdings wird bei Indexpolicen das Geld der Sparer ausschließlich im Sicherungsvermögen des Versicherers direkt investiert, schränken die IVFP-Branchenanalysten ein. Daher komme es ebenso darauf an, welche Anlagepolitik die jeweilige Gesellschaft verfolgt.

Nach überwiegend schlechten Indexjahren 2022 und 2023 erzielten die Kunden von Indexpolicen 2024 zum Teil hohe Gutschriften aus der Indexpartizipation. Dieser Trend hat sich 2025 fortgesetzt, berichtet IVFP Geschäftsführer Dr. Andreas Kick.
Konkret betrug die maßgebliche Rendite von Indexpolicen, deren Indexjahr zwischen Januar und Dezember 2025 endete, im Durchschnitt etwa 3,4 Prozent. Zum Vergleich: 2024 waren es knapp drei Prozent (2023: 1,2 Prozent; 2022: 1,0 Prozent).
Wie in den Vorjahren lagen Produkte auf Basis einer jährlichen Beteiligungsquote (durchschnittlich 3,7 Prozent) vor Modellen mit einer Obergrenze (2,5 Prozent).
2025 waren Policen mit reinen Aktienindizes (durchschnittlich 3,9 Prozent) erfolgreicher als Modelle mit einem Multi-Asset-Index (2,6 Prozent).
Bei der Analyse aller bisherigen Indexjahre über alle Anbieter hinweg zeige sich, dass etwa jeder zweite Kunde keine Gutschrift aus der Indexbeteiligung bekam. In den übrigen Fällen wurden meistens Renditen zwischen null und acht Prozent erzielt, teilweise aber auch mehr als zehn Prozent.
Das IVFP zeigt für jeden Monat 2025 auf, wie sich die jeweils abgelaufene Zwölf-Monats-Periode entwickelt hat. Allerdings hat nicht jeder Versicherer die Ergebnisse so kleinteilig ausgewiesen. Demnach fuhr das Gros der Anbieter mit ihren Produkten Renditen ein.

Das beste Ergebnis des Jahres erzielte demnach die Nürnberger mit ihrer DAX-Police mit Cap-Modell, die zwischen Juni 2024 und Mai 2025 auf 13,59 Prozent kommt. Mit dem defensiveren Börsenbarometer „DAX Risk Control 20%“ waren es im gleichen Zeitraum für Nürnberger-Kunden 8,66 Prozent.
Nullrunden in allen Zwölf-Monats-Perioden gab es allerdings auch wieder. Dies gilt beispielsweise für alle drei Policen der Barmenia (jeweils Cap-Modell) und den gemischten Index der Württembergischen (Partizipationsquote).
Ebenso steht eine rote Null bei einzelnen Stichtagsdaten der Anbieter Allianz, Condor, R+V und SV, die jeweils dem Euro Stoxx 50 folgen. Hinzu kommen hauseigene Indizes der Axa, der Ergo, der Stuttgarter, der SV und der VGH sowie das nachhaltige MSCI-World-SRI-Produkt des Volkswohl Bunds.
Unterschiedliche Abrechnungsstichtage erschweren allerdings den Überblick. Einige Versicherer berechnen die Beteiligung der Kunden am Anlageerfolg zu sechs, vier, zwei oder einem Stichtag pro Jahr statt zu zwölf. Dadurch sind die Ergebnisse nur eingeschränkt vergleichbar.
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