3.2.2026 – Bösartige Neubildungen waren 2024 die zweithäufigste Todesursache. Deren Anzahl erreichte den vierthöchsten Stand seit 2004. Nur einmal im Beobachtungszeitraum war der Anteil an den Sterbefällen noch niedriger als zuletzt (22,9 Prozent). Dies zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts.
2024 verstarben in Deutschland 238.388 Menschen an einer bösartigen Neubildung (Krebs). Das waren 100 Personen beziehungsweise 0,04 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als es um ein halbes Prozent nach unten gegangen war (VersicherungsJournal 30.1.2025). Der Höchststand in diesem Jahrhundert wurde ein Jahr zuvor gemessen (5.2.2024).
Im Vergleich zu 2004 ging es um rund 21.064 Fälle beziehungsweise über ein Zehntel nach oben. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor, die das Amt am Montag im Vorfeld des Weltkrebstages am 4. Februar veröffentlicht hat.
Der Anteil an den Todesfällen insgesamt lag 2024 bei 22,9 Prozent. Dies bedeutet eine Steigerung um 0,5 Prozentpunkte. Das Rekordtief aus dem Vorvorjahr lag nur um 1,2 Prozentpunkte niedriger als aktuell. In der Spitze (2010) waren es 26 Prozent. Damals waren rund 221.600 der 858.500 Sterbefälle auf bösartige Neubildungen zurückzuführen.

Nach amtlichen Angaben ist der langfristige Anstieg „vor allem auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen“. Das zeige die altersstandardisierte Zahl der Krebstodesfälle: So seien 2024 auf 100.000 Einwohner 273,5 Krebstote gekommen. 20 Jahre zuvor seien es noch 322,4 Menschen gewesen.
Wie Destatis weiter mitteilte, waren bösartige Neubildungen in der Altersgruppe von 35 bis 74 Jahren mit weiterhin rund 36 Prozent Anteil die häufigste Todesursache. Den Angaben zufolge waren erneut etwa 46 Prozent der an Krebs Verstorbenen Frauen und rund 54 Prozent Männer.
Innerhalb der krebsbedingten Todesursachen kamen Lungen- und Bronchialkrebs mit über 45.100 Todesfällen am häufigsten vor. Das entspricht den Angaben der Statistiker zufolge einem Anteil von fast einem Fünftel an den Sterbefällen durch bösartige Neubildungen.
Laut Destatis zählen auch Darmkrebs (rund 23.600 Sterbefälle), Bauchspeicheldrüsen- und Brustkrebs (etwa über beziehungsweise unter 19.000) sowie Prostatakrebs (circa 15.500) im Berichtsjahr zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen.

An Lungen- und Prostatakrebs verstarben auf Siebenjahressicht nur 2022 noch mehr Menschen hierzulande als zuletzt. Bei den Todesfällen durch Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde nach der vierten Zunahme in Folge ein neues Siebenjahreshoch erreicht.
Nach Angaben der Statistiker hat die Sterblichkeit durch Krebs in fast allen Altersgruppen im Vergleich zu 2004 abgenommen. Aufwärts ging es lediglich bei den Fünf- bis Neunjährigen (von 2,2 auf 2,4 Krebstote pro 100.000 Einwohner) sowie in der Altersgruppe 90plus (von 1.995,6 auf 2.073,7).
„Ursachen für den Rückgang der Sterblichkeit dürften verbesserte Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention sein“, wird zum Hintergrund erläutert.
Das Statistische Bundesamt veröffentlichte auch Daten zu den stationären Krankenhausbehandlungen wegen einer Krebserkrankung. Demnach stieg deren Zahl 2024 zwar um 1,2 Prozent auf 1,45 Millionen an. Dies liegt aber immer noch um etwa sechs Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019, als 1,55 Millionen Behandlungsfälle dokumentiert wurden.
Weiteres Ergebnis: Wie bei der Sterblichkeit ging auch die Zahl der stationären Krebsbehandlungen je 100.000 Einwohner in fast allen Altersgruppen zurück. Häufiger stationär wegen einer Krebserkrankung behandelt als 2004 wurden nur die 80- bis 84-Jährigen (5.505,1 Fälle nach 5.098,7 Fällen in 2004) sowie die 85- bis 89-Jährigen (4.680,9 nach 4.079,3).
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