17.3.2026 – München führt auch zum Stichtag 30. Juni 2025 die Rangliste der Städte mit den meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an. Dahinter folgen unverändert Köln und Hamburg. Dies zeigen jetzt vom Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland veröffentlichte Daten. Dabei war an drei der 17 größten Standorte ein Mitarbeiterrückgang zu beobachten, und zwar in Nürnberg, Coburg und Berlin. Größter Gewinner war München.
München (inklusive Unterföhring) lag auch im vergangenen Jahr (Stand: 30. Juni 2025) an der Spitze der Rangliste der größten Versicherungsstandorte.
Dies zeigt die aktuelle Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit für den Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV), die der Verband am Montag veröffentlicht hat. Erfasst werden dabei die Angestellten in den Versicherungsunternehmen sowie bei den Agenturen.
Fast 31.800 Personen wurden in der bayerischen Metropole von der Assekuranz sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dahinter folgt weiterhin Köln mit knapp 26.100 Versicherungsmitarbeitern vor Hamburg mit rund 18.500 Angestellten.
Die Plätze vier und fünf gehen mit 15.900 beziehungsweise 12.400 Assekuranz-Beschäftigten an Hannover beziehungsweise Stuttgart. Fünfstellige Werte werden ansonsten nur noch für Düsseldorf, Wiesbaden und Berlin ausgewiesen.

An drei (Vorjahre: fünf; neun) der 17 (je 16) größten Standorte (ab 3.000 Arbeitnehmer im Versicherungsgewerbe) wurden den AGV-Daten zufolge Stellen abgebaut.
Am größten war der Rückgang nach absoluten Zahlen in Nürnberg mit zuletzt minus 190 Personen. Bereits vor Jahresfrist hatte die Stadt zu den Verlierern gezählt (VersicherungsJournal 21.3.2025). In Coburg wurden 100 Mitarbeiter weniger gezählt als ein Jahr zuvor, in Berlin 60 weniger.
Mit einem Plus von 1.260 Personen war in München die stärkste Zunahme zu beobachten. Zwischen 810 und 520 Beschäftigte mehr als vor Jahresfrist werden für Hannover, Köln, Düsseldorf und Koblenz ausgewiesen.

Durch die vergleichsweise deutliche Zunahme (plus 520 auf 5.010 Beschäftigte) schob sich Koblenz wieder vorbei an Karlsruhe (plus 100 auf 4,700 Angestellte). Keine Daten zur Steigerung liegen für Wuppertal vor. Die Stadt überschritt erstmals die Marke von 3.000 Beschäftigten, ab der Städte in der AGV-Rangliste der größten Versicherungsstandorte berücksichtigt werden.
Der AGV weist darauf hin, dass es immer wieder zu Verschiebungen bei der Anzahl der Arbeitnehmer zwischen den Städten beziehungsweise Bundesländern komme, wenn größere Unternehmen ihren Standort wechseln.
Dies war auch in früheren Jahren häufig der Fall (17.3.2023, 9.3.2020, 16.3.2018). Auffällig deutliche Veränderungen seien in der Regel auf solche Umzüge zurückzuführen, so der Verband.
Zum generellen Hintergrund hatte der Arbeitgeberverband seinerzeit mitgeteilt: „Auf Grundlage der Meldung der Versicherungsunternehmen an die Sozialversicherung kann es zu Verschiebungen in der Zuordnung der Schlüsselung kommen.“
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