Bestandsgewinner und -verlierer unter den Marktgrößen in Unfall

9.3.2026 – Unter den Branchenschwergewichten (mehr als eine Million Verträge) steigerte die Huk-Coburg Allgemeine ihre Bestände am stärksten – prozentual wie auch absolut. Die größten Verluste hatte in beiderlei Hinsicht die Ergo hinzunehmen. Einbußen hatten von den Platzhirschen auch Allianz, Generali, R+V und Signal Iduna zu verzeichnen.

In der Allgemeinen Unfallversicherung haben die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Anbieter schon seit geraumer Zeit mit sinkenden Beständen zu kämpfen. Von 2019 auf 2024 ging es um etwa eine Million Verträge auf 24,8 Millionen Stück nach unten (minus vier Prozent).

Dabei hatten 19 Marktteilnehmer entgegen dem Branchentrend Bestandszuwächse zu verzeichnen (VersicherungsJournal 23.2.2026). Dies ist dem „Branchenmonitor: Unfallversicherung 2025“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH zu entnehmen. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit rund 94 Prozent Marktanteil dargestellt. Bei den übrigen Akteuren zeigte die Kurve nach unten (23.2.2026).

Mehrheit der Branchengrößen mit Verlusten

Für die größten absoluten Ausschläge nach oben wie nach unten waren dabei vor allem die Marktschwergewichte mit mehr als einer Million Kontrakten verantwortlich. So verlor die Ergo Versicherung AG auf Sechsjahressicht über 310.000 (auf 1,42 Millionen) Verträge. Einbußen um 236.000 (auf 4,24 Millionen) Policen hatte die Allianz Versicherungs-AG hinzunehmen.

Zwischen 68.400 und 15.700 Verträge weniger im Bestand als 2019 hatten 2024 die R+V Allgemeine Versicherung AG (1,33 Millionen Stück), die Generali Deutschland Versicherung AG (1,78 Millionen) und die Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG (1,06 Millionen).

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Größte Zuwächse bei den Huk-Coburg-Gesellschaften

Die größten Zuwächse standen andererseits mit über 546.000 Kontrakten für die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG zu Buche (auf 1,6 Millionen Stück). Die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg legte um knapp 224.000 (auf fast 1,29 Millionen Stück) zu.

Die ADAC Versicherung AG wuchs um rund 104.000 (auf 1,45 Millionen) Policen, die Debeka Allgemeine Versicherung AG um annähernd 33.000 (auf 2,01 Millionen) Verträge. Dadurch verkürzt sie den Rückstand auf Marktführer Allianz von knapp 2,5 auf gut 2,2 Millionen.

Bestandsrückgang absolut (Bild: Wichert)

Huk-Coburg-Allgemeine legte auch relativ am stärksten zu

Betrachtet man die prozentualen Veränderungen, so wuchs zwischen 2019 und 2024 ebenfalls die Huk-Coburg-Allgemeine am stärksten (plus über die Hälfte). Um ein gutes Fünftel baute der Huk-Coburg VVaG seinen Bestand aus, um ein Dreizehntel die ADAC Versicherung und um weniger als ein Fünfzigstel die Debeka.

Vergleichsweise leichte Verluste zwischen 1,5 und 5,3 Prozent hatten die Signal Iduna, die Generali, die R+V und die Allianz hinzunehmen. Um ein sattes Sechstel schrumpfte der Bestand bei der Ergo.

Bestandsrückgang prozentual (Bild: Wichert)

Details zu den unterschiedlichen Veränderungen

Bei der Ergo verteilte sich das Minus relativ gleichmäßig auf die einzelnen Jahre des Beobachtungszeitraums. Die Verringerung lag jeweils bei um die vier Prozent. Die Allianz konnte nur 2023 leicht zulegen. In den anderen Jahren verlor sie jeweils rund 1,5 Prozent. Die Generali kehrte nach drei Verlustjahren in die Gewinnspur zurück.

Allianz, Ergo, Generali (Bild: Wichert)

Die Bestandsgewinner legten alle kontinuierlich zu. Die Huk-Coburg-Allgemeine wuchs zunächst sogar im zweistelligen Prozentbereich, zuletzt allerdings nur noch um fünf Prozent. Auch beim Huk-Coburg VVaG flachte die Wachstumsdynamik ab. Nach vier Zuwächsen zwischen 3,2 und 5,2 Prozent fiel die Steigerung im letzten Jahr des Betrachtungszeitraums mit 2,9 Prozent am niedrigsten aus.

Huk-Coburg Allg. und VVaG (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Was die Betriebskostenquoten (Betriebsaufwendungen (brutto direkt) in Prozent der verdienten Bruttoprämien (direkt)) betrifft, so zeigt sich ein riesiges Gefälle zwischen den einzelnen Marktteilnehmern. Sie lagen im Schnitt der Jahre 2019 bis 2024 zwischen über 63 Prozent und unter 22 Prozent (9.3.2026).

Der „Branchenmonitor 2025: Unfallversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

 
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