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Die Unfallversicherer mit dem größten Kundenschwund

23.2.2026 – Bei 30 der 50 größten Anbieter gingen zwischen 2019 und 2024 die Vertragsbestände in der privaten Unfallversicherung zurück. Der Bayerische Versicherungsverband büßte laut dem „Branchenmonitor 2025: Unfallversicherung“ nach absoluten Zahlen wie auch prozentual gesehen am stärksten ein. Dies hatte vor allem mit Gruppenunfallversicherungen zu tun.

Der Bestand der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Unfallversicherer ist von 2019 auf 2024 um etwa eine Million Verträge auf 24,8 Millionen Stück gesunken. Das bedeutet ein Minus von etwa vier Prozent.

30 Mal Bestandsverluste in der Unfallversicherung

Angeführt von der Huk-Coburg-Allgemeinen Versicherung AG hatten 19 Marktteilnehmer entgegen dem Branchentrend Bestandszuwächse zu verzeichnen (VersicherungsJournal 23.2.2026). Dagegen zeigte die Kurve bei den übrigen Akteuren nach unten.

Dies ist dem „Branchenmonitor: Unfallversicherung 2025“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH zu entnehmen. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit rund 94 Prozent Marktanteil dargestellt.

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Diese Akteure verloren die meisten Verträge

Die größten Einbußen hatte die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG mit minus fast 619.000 (auf unter 438.400) Kontrakten hinzunehmen. Zum Hintergrund führen die Studienautoren an, dass ab 2022 die versicherten Risiken aus Gruppenunfallverträgen nicht mehr inkludiert seien.

Um gut 310.000 Policen schrumpfte die Ergo Versicherung AG (auf 1,42 Millionen), um rund 236.000 die Allianz Versicherungs-AG (auf 4,24 Millionen) und um etwa 130.000 Stück die Axa Versicherung AG (auf 654.150).

Bestandsrückgänge zwischen 90.000 und 66.000 Verträgen hatten die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG, die HDI Versicherung AG, die R+V Allgemeine Versicherung AG sowie die Generali Deutschland Versicherung AG zu verzeichnen.

Unfallversicherung Bestandsrückgang absolut (Bild: Wichert)

Bayerischer Versicherungsverband mit dem größten Policenschwund

Auch prozentual gesehen schrumpfte der Bayerische Versicherungsverband am stärksten (minus 58,5 Prozent). Verminderungsraten von je einem guten Viertel standen für die Dialog Versicherung AG (auf 116.100 Policen) und Ergo Direkt Versicherung AG (auf 164.600) zu Buche. Jeweils ein gutes Fünftel verloren die Nürnberger (auf 337.400 Verträge) und die Rheinland Versicherungs AG (auf 74.700).

Bestandsrückgänge von etwas über beziehungsweise unter einem Sechstel hatten die Ergo, der HDI (auf 348.550), die Axa und die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland, (auf 95.600) hinzunehmen.

Unfallversicherung Bestandsrückgang relativ (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Anders als der Bayerische Versicherungsverband verloren Dialog, Ergo Direkt und Nürnberger kontinuierlich. Dabei büßte Letztere zwischen gut sechs (2021) und gut drei Prozent (2023) ein, die Dialog zwischen sieben (2021) und fünf Prozent (2022).

Bei der Ergo Direkt fiel das Minus in den letzten vier Jahren des Beobachtungszeitraums mit sieben bis acht Prozent deutlich höher aus als 2020 mit unter einem Prozent.

Unfallversicherung Bestandsrückgang Bayer. Versverb Nürnberger Ergo Direkt Rheinland(Bild: Wichert)

Der „Branchenmonitor 2025: Unfallversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 892,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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