14.1.2026 – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland zum fünften Mal in Folge mehr als eine Million Sterbefälle gezählt. Mit 1,003 Millionen Fällen war allerdings erneut ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.
Trotz eines Rückgangs um 0,5 Prozent starben 2025 zum fünften Mal in Folge mehr als eine Million Menschen. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch auf Basis erster vorläufiger Ergebnisse der Sonderauswertung der Sterbefallzahlen mit.
Der Rekordwert aus 2022 von fast 1,07 Millionen Todesfällen (VersicherungsJournal 10.1.2023, 15.11.2023) wurde nur knapp unterboten. Vier Jahre zuvor waren in der Bundesrepublik erstmals seit 1946 wieder mehr als eine Million Menschen verstorben (12.1.2022, 16.12.2022).

Im Vergleich zu 2024 wurden mit 1,003 Millionen rund 4.600 weniger Sterbefälle gezählt. Dies kommentiert das Amt wie folgt: „Aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird seit mehr als 20 Jahren mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in Deutschland gerechnet.
Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung vor Beginn der Corona-Pandemie tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung schwächte damit den Alterungseffekt ab. In den Pandemiejahren 2020 bis 2022 war der Anstieg der Sterbefälle dann stärker ausgeprägt als in fast allen Jahren zuvor.“ Gleichzeitig ging die Lebenserwartung zurück (27.7.2022, 25.7.2023).
Letztere steigt seitdem wieder an (21.8.2024) und hatte 2024 nach einer deutlichen Zunahme fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht (22.7.2025). Die ersten Ergebnisse für 2025 zeigten nun, dass die Sterbefallzahlen im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben seien. Die Lebenserwartung dürfte somit weiter angestiegen sein, so das Amt.
Ein Blick auf die monatlichen Sterbefallzahlen zeigt insbesondere im Februar, aber auch im März deutlich über dem Median der Jahre 2021 bis 2024 liegende Werte. Dies führt Destatis auf eine in dieser Zeit vergleichsweise starke Verbreitung von Atemwegserkrankungen zurück. Mit Auslaufen der saisonalen Grippewelle im März seien die Sterbefallzahlen dann ab April unter den Vergleichswert der Vorjahre gefallen.
Im Dezember betrug das Minus nach aktuellem Ergebnis der Hochrechnung rund ein Achtel. Hierzu merken die Statistiker an: „Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2025 teils erkennbar unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hängt mit den zeitweise deutlich erhöhten Sterbefallzahlen in den Jahren 2021 und 2022 aus dem Vergleichszeitraum zusammen. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Sterblichkeit in diesen Phasen außergewöhnlich niedrig war.“
So habe sich etwa in den Corona-Jahren ein saisonales Muster gezeigt, bei dem die Sterbefallzahlen zum Jahresende deutlich und im Vergleich zu vorpandemischen Jahren in ungewöhnlichem Maße gestiegen seien.
„Dass die Sterbefallzahlen zum Jahresende nun im dritten Jahr in Folge vergleichsweise niedrig waren, bestätigt somit eine Rückkehr zu dem saisonalen Muster, das vor der Pandemie in fast allen Jahren beobachtet wurde“, hebt Destatis hervor.
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