9.3.2026 – Im vergangenen Jahr waren Innendienstmitarbeiter in der Versicherungswirtschaft laut AGV-Angaben nach einem deutlichen Rückgang im Schnitt nur noch 14,4 Tage krank. Die Fehlzeitenquote ging leicht von 6,3 auf 6,1 Prozent zurück. Beide Werte blieben allerdings nicht allzu weit hinter den Höchstständen aus 2022 zurück.
Im vergangenen Jahr ist der Krankenstand im Versicherungsinnendienst zurückgegangen. Das geht aus jetzt vom Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV) veröffentlichten Daten der Fehlzeitenerhebung für 2025 hervor.
Demnach fehlte ein Assekuranzbeschäftigter (inklusive Langzeiterkrankte) im Schnitt 14,4 Tage. Das sind 1,2 Tage weniger als vor Jahresfrist (VersicherungsJournal 5.3.2025). Damit ist der Wert zum dritten Mal in Folge zurückgegangen, nachdem er einen Höchstwert von 17,2 Tagen erreicht hatte (21.3.2023).
Niedriger war die Ausfalldauer abgesehen von den Corona-Jahren 2020 und 2021 zuletzt 2012. Der Tiefststand auf 19-Jahressicht wurde im Jahr 2007 mit 11,6 Tagen gemessen.
Die Fehlzeitenquote (Fehltage wegen Krankheit in Prozent der Sollarbeitstage) im Versicherungsinnendienst (ohne Auszubildende) lag im Jahr 2025 mit 6,1 Prozent leicht niedriger als in den beiden Jahren zuvor mit jeweils 6,3 Prozent (5.3.2025, 8.3.2024). Am höchsten war die Quote 2022 mit 6,8 Prozent. 2007 wurde mit 4,7 Prozent der niedrigste Wert gemessen.

In den Jahren 2020 und 2021 hatten sich Fehltage wie auch Fehlzeitenquote coronabedingt deutlich reduziert (16.3.2021). Dass es in den Jahren danach nicht weiter nach unten ging, war für den AGV nach eigener Aussage keine überraschende Entwicklung.
Nachdem die beiden Corona-Jahre deutlich von den Lockdowns und den hohen Hygienestandards inklusive der Maskenpflicht geprägt gewesen seien, habe sich 2022 eine zunehmende Normalisierung im täglichen Umgang eingestellt, so der Verband seinerzeit auf Nachfrage.
Da man nur erfasse, dass die Angestellten sich krankmelden, aber nicht die Gründe dafür erhebe, könne man zu den Ursachen keine konkreten Informationen liefern, wird weiter mitgeteilt. Grundsätzlich entwickelten sich Fehlzeiten in der Assekuranz parallel zu denen der Gesamtwirtschaft, wenn auch auf insgesamt niedrigerem Niveau, stellte der AGV heraus.
Der Verband hatte in diesem Zusammenhang auf aktuelle Erhebungen der Krankenkassen zur Entwicklung des Krankenstandes hingewiesen. Dort würden zahlreiche Ursachen aufgeführt, die sicherlich auch auf die Versicherungswirtschaft zuträfen.
Im Januar vermeldete etwa die DAK-Gesundheit, die nach Mitgliedern drittgrößte Krankenkasse (24.9.2025), einen leichten Rückgang der Krankheitsausfälle (von im Schnitt 19,7 auf 19,5 Fehltage) sowie des Krankenstands. Demnach waren im vergangenen Jahr jeden Tag im Schnitt unverändert 54 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben.
Ein vergleichbares Bild zeigt auch eine Erhebung von Brancheprimus Techniker Krankenkasse. Die Körperschaft vermeldete Ende Januar, dass versicherte Erwerbspersonen im Jahr 2025 durchschnittlich 18,6 (Vorjahr: 19,1) Tage krankgeschrieben gewesen seien.
Die vom AGV für die Versicherungsbranche gemeldete Fehlzeitenquote liegt aus methodischen Gründen meist über derjenigen der Krankenkassen. Denn die AGV-Daten enthalten auch alle ohne Attest von den Gesellschaften anerkannten Krankheitstage.
Hingegen sind in anderen Statistiken nur die Krankmeldungen mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (in der Regel ab dem vierten Krankheitstag erforderlich) erfasst.
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