26.2.2026 – Laut einer Umfrage empfinden rund drei Viertel der Menschen in Deutschland das Thema Altersvorsorge als kompliziert. Das Gefühl der Komplexität steigt, je niedriger das Einkommen ist. Ein Drittel derjenigen, die sich überfordert fühlen, beschäftigen sich nicht aktiv mit ihrer Altersvorsorge. Westdeutsche sind aktiver als Ostdeutsche. Die Mehrheit derer, die sich beraten lässt, schließt danach auch ein Vorsorgeprodukt ab. 35 Prozent der Bevölkerung sorgen sich um das Bilden von Rücklagen und ihre Altersvorsorge.
Rund drei Viertel der Menschen in Deutschland empfinden das Thema Altersvorsorge als kompliziert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) und der Zurich Gruppe Deutschland. Ende Januar hatten daran über 2.000 Personen online teilgenommen.
Dabei steigt das Gefühl der Komplexität, je niedriger das Einkommen ist. So schätzen 41 Prozent der Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro pro Monat das Thema als klar kompliziert ein. In höheren Einkommensgruppen sinkt dieser Wert auf unter ein Drittel.
Unter den Befragten, die das Thema Altersvorsorge als kompliziert empfinden, gibt mehr als ein Drittel (37 Prozent) an, dass sie sich deshalb nicht aktiv damit beschäftigen.
Eine relative Mehrheit von 46 Prozent lässt sich davon jedoch nicht abhalten und treibt trotz empfundener Komplexität ihre Altersvorsorge voran. Die Studie zeigt zudem regionale Unterschiede. Befragte aus Westdeutschland lassen sich seltener davon abhalten, aktiv vorzusorgen, als in Ostdeutschland.
„Die meisten Menschen wissen, wie wichtig Altersvorsorge ist – doch die gefühlte Komplexität von Förderlogiken, Steuern und Produkten bremst viele aus. Deshalb bleiben fundierte individuelle Beratung und menschliche Empathie unverzichtbar. Mit guter Beratung zeigt sich schnell: Der Weg zur passenden Lösung ist weit weniger kompliziert, als viele denken“, kommentiert Björn Bohnhoff, Vorstand Leben der Zurich Gruppe Deutschland.
Zu diesem Ergebnis kam bereits der repräsentative „Altersvorsorge-Report 2025“ von Deutscher Bank AG und DWS-Gruppe (VersicherungsJournal 5.11.2025). Beratung wirkt: 59 Prozent derer, die sich beraten lassen, schließen danach auch ein Vorsorgeprodukt ab.
Ohne Beratung fehlt zumindest bei einem Drittel der Menschen der zentrale Hebel, um die Einsicht in die Notwendigkeit privater Altersvorsorge in entsprechendes Handeln umzusetzen. Als wichtigste Ansprechpartner gaben die Befragten des Reports Versicherungen mit 42 Prozent, gefolgt von Banken mit 37 Prozent an.
Für Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, hat die empfundene Komplexität der Altersvorsorge, die häufig zu Passivität führt, eine weitere Dimension.
„Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Altersvorsorge ein sensibles und erklärungsbedürftiges Thema bleibt. Wenn Komplexität dazu führt, dass Vorsorge aufgeschoben oder ganz unterlassen wird, ist das nicht nur ein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem“, so Schwark.
Denn laut „Stimmungsbarometer Finanzen 2026“ der Postbank, einer Niederlassung der Deutschen Bank AG, sorgen sich 35 Prozent der Bevölkerung um das Bilden von Rücklagen und ihre Altersvorsorge (9.12.2025). Das entspricht Platz zwei hinter der Sorge, dass die Lebenshaltungskosten weiter steigen.
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