31.7.2025 – Innerhalb weniger Jahre hat die bKV eine Marktdurchdringung von etwa 20 Prozent erreicht – und birgt weitere Wachstumspotenziale. Wie sich diese vertrieblich optimal nutzen lassen, berichten Marktforscher und Praktiker. (Bild: VersicherungsJournal)
„Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Instrument moderner Arbeitgeberattraktivität – besonders für kleinere Unternehmen.“ Das schreibt Marc Bünger, Leiter Kundenanalysen bei der MSR Consulting Group GmbH, im VersicherungsJournal 3|2025 mit dem Titel „Betriebliche Krankenversicherung: Wie Vermittler vom bKV-Boom profitieren“.
Daher ist es kein Wunder, dass dieser Geschäftszweig boomt. Ende 2024 boten schon über 50.000 Arbeitgeber (jeder fünfte) mit über zwei Millionen Beschäftigten diese Absicherung an, mit stark steigender Tendenz (VersicherungsJournal 4.7.2025).
Für Bünger steht fest: „Die bKV ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern auf dem besten Weg, sich als fester Bestandteil im Angebot moderner Arbeitgeber zu etablieren. Für Versicherer und Vertrieb ergibt sich daraus die Chance, frühzeitig Marktanteile zu sichern und neue Zugänge zum Gewerbekundensegment zu schaffen.“
Entscheidender Hebel sei die aktive Ansprache. Unternehmen, die gezielt auf die bKV angesprochen würden, verfügten dreimal häufiger über eine solche Absicherung als Betriebe ohne aktive Ansprache. Das Hinzuziehen von Spezialisten erhöhe die Abschlusswahrscheinlichkeit zudem nochmals deutlich.
Der Abschluss einer betrieblichen Krankenversicherung erhöhe die Weiterempfehlungs- und Cross-Selling-Bereitschaft der Unternehmen, weiß der Marktforscher. Besonders im Bereich der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bestünden starke Cross-Selling-Potenziale: 27 Prozent der Unternehmen mit bKV-Angebot hätten ebenfalls einen bAV-Rahmenvertrag abgeschlossen – im Vergleich zu nur 15 Prozent im Gesamtmarkt.
„Die bAV ist ein Türöffner zu neuen Zielgruppen, stärkt die Kundenbindung und schafft die Grundlage für erfolgreiches Cross-Selling“, fasst Bünger die Vorteile aus vertrieblicher Sicht zusammen.
Wie das Geschäft von der Kundenansprache über die Beratung bis zum Abschluss funktioniert, weiß Andreas Lorth, Geschäftsführer der unter der Marke BKVital auftretenden Lorth GmbH & Co. KG. Einsteiger in das bKV-Geschäft sollten nach Ansicht des Versicherungsmaklers „Freude an etwas Neuem, Durchhaltewille und ein Team, das dies ebenso mitbringt“ haben.
Im Idealfall könne eine bKV innerhalb eines Monats eingeführt werden. Lorth benennt als Meilensteine:
Als weitere Aufgaben nennt der Makler:
Im Extrablatt erklärt der Experte unter anderem seinen Beratungsablauf und wie er Kunden gewinnt.
Das bKV-Geschäft wird von immer mehr Krankenversicherern betrieben. Was sie im Einzelnen anbieten, zeigt ein Überblick im Extrablatt. Und auch, welche Analysehäuser wie die Qualität dieser Tarife beurteilen.
Auf welche Leistungsmerkmale es in der Praxis besonders ankommt, beschreibt Alexander Brix, Leiter des Fachbereichs betriebliche Versorgungssysteme (bVS) der Netfonds-Gruppe.
Die Einzelheiten stehen im nächsten VersicherungsJournal-Extrablatt 3|2025 mit dem Titel „Betriebliche Krankenversicherung: Wie Vermittler vom bKV-Boom profitieren“.
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