19.3.2026 – Im Map-Report Nummer 943 – „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeitsversicherer“ werden neben den „Wiederholungstätern“ Continentale, LV 1871 und Allianz neuerdings auch die Huk-Coburg und die Debeka mit der Höchstnote „mmm+“ ausgezeichnet. Bei Nürnberger, HDI und Ergo Vorsorge wird auf die Höchstnote im BU-Unternehmensrating verwiesen.
Am Mittwoch hat die Franke und Bornberg GmbH den Map-Report Nummer 943 – „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeitsversicherer“ veröffentlicht. Darin wurde die Leistungsfähigkeit von 53 im Neugeschäft aktiven Lebensversicherern aus Verbrauchersicht untersucht.
Im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 6.3.2025) haben die Analysten einige Änderungen am Bewertungsraster vorgenommen. Dieses wurde um verschiedene kalkulatorische Risiken erweitert. „Neben den bisherigen Parametern fließen nun verstärkt Nachversicherungsgarantien, Umorganisation, Verweisung und die Konsistenz der Gesundheitsfragen in die Bewertung ein“, wird erläutert.
Zudem sei als neuer Maßstab ein mehrjähriger Prämienvergleich eingeführt worden. Dies erklärt FuB folgendermaßen: „Brutto- und Nettobeiträge des Jahres 2026 werden den Marktmittelwerten der Jahre 2024 bis 2026 gegenübergestellt. Wer seine Prämien im Zeitverlauf übermäßig stark unter den Marktmittelwert gesenkt hat, wird zusätzlich abgewertet – ein Korrektiv für kurzfristiges Preisdumping.“
Insgesamt erhöhte sich die Zahl der – weiterhin unterschiedlich gewichteten – Bewertungsparameter von 30 auf 49. Die Kriterien sind in vier Bereiche eingeteilt. Neben den „kalkulatorischen Risiken“ (450 maximal erreichbare Punkte) sind dies weiterhin die Segmente „Beitrag“, „Stabilität“ (jeweils 500 Zähler) und „Finanzstärke“ (maximal 400 Punkte).
Insgesamt konnten somit 1.850 (Vorjahr: 1.650) Punkte erzielt werden. Mit mindestens erreichten 80 Prozent erhielten die Kandidaten die Bewertung „mmm+“ für „hervorragende“ Leistungen. Ab 75 Prozent wurde die Note „mmm“ für „sehr gute“ Leistungen vergeben. 65 Prozent Zielerreichung verschafften ein „mm“ („gut“) und 55 Prozent ein „m“ („befriedigend“).
Die Höchstnote „mmm+“ erhielten in der aktuellen Ratingauflage fünf (2025: drei) Versicherer. Dies waren neben der neuen Spitzenreiterin Continentale Lebensversicherung AG (85,5 Prozent) unter anderem auch die Vorjahressiegerin Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871, 83,4 Prozent) und die Allianz Lebensversicherungs-AG (82,2 Prozent).
Das Spitzenquintett komplettieren die Huk-Coburg-Lebensversicherung AG (81,4 Prozent) und der Debeka Lebensversicherungsverein a.G. (80,9 Prozent).
Während Continentale, LV 1871 und Allianz ihre Topnote aus dem Vorjahr bestätigten, stiegen Huk-Coburg und Debeka neu in die Spitzengruppe auf.
Hauchdünn an der Bestnote vorbei schrammten mit jeweils 79,9 Prozent der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G., die Europa Lebensversicherung AG und die Interrisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group.
Für sie war „wegen des teils sehr kleinen BU-Bestands“ keine höhere Bewertung möglich. Die Analysten haben als Mindeststandard für die Bestnote einen „Bestand von wenigstens 30.000 SBU- und BU-BR Verträgen („Summe)“ definiert.
Nur unwesentlich schlechter schnitten mit 79,8 Prozent die Cosmos Lebensversicherungs-AG und die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG ab. Die fünf vorgenannten Testkandidaten erhielten zusammen mit zehn weiteren Akteuren ein „sehr gut“ („mmm“). 13 weitere Gesellschaften bekamen ein „mm“. Für 16 Marktteilnehmer waren nur Teilbewertungen möglich, „weil wesentliche Daten nicht verfügbar waren“.
Nicht im Stabilitätsrating des Map-Reports enthalten sind die nachfolgend aufgeführten fünf Anbieter. Diese haben sich dem umfangreicheren Berufsunfähigkeits-Unternehmensrating der Franke und Bornberg GmbH (6.11.2025) unterzogen, dessen Ergebnisse im vergangenen Herbst veröffentlicht wurden. Drei von ihnen erreichten die Höchstnote „FFF+“ mit mindestens 80 Prozent. Dies sind
Ein „FFF“ erhielten die Generali Deutschland Lebensversicherung AG sowie die Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
Nach Angaben der Map-Report-Analysten sind die Bewertungen der vorgenannten Akteure aufgrund der zusätzlich verfügbaren Informationen nicht vollständig vergleichbar. „Das Benchmarkverfahren sorgt aber dafür, dass die Prozent-Ergebnisse die gleiche Aussagekraft haben“, wird erläutert.
Der Map-Report Nummer 943 – „Stabilitätsrating der Berufsunfähigkeitsversicherer“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 145 Seiten die vollständige Bewertung von 39 Anbietern. Für weitere 16 Gesellschaften werden Teilauswertungen geliefert. Das Heft ist als E-Paper ab 589,05 Euro brutto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.
Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.
Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.
Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.
Geraten Sie in Verkaufssituationen immer wieder an Grenzen?
Wie Sie unterschiedliche Persönlichkeitstypen zielgerichtet ansprechen, erfahren Sie im Praktikerhandbuch „Vertriebsgötter“.
Interessiert? Dann können Sie das Buch ab sofort zum vergünstigten Schnäppchenpreis unter diesem Link bestellen.













