6.3.2026 – Franke und Bornberg hat die Produktlandschaft in der Ergänzungsversicherung untersucht. Darunter waren unter anderem 140 Tarifkonfigurationen im Bereich Naturheilverfahren. Die Bestnote „FFF+“ erhielten zwölf Produkte beziehungsweise Produktkombinationen von den sechs Anbietern Arag, Barmenia, Concordia, DKV, SDK und WGV.
Die Franke und Bornberg GmbH hat den Markt der Ergänzungsversicherungen einem umfassenden Produktrating unterzogen (VersicherungsJournal 26.2.2026). Zu den fünf Untersuchungsbereichen gehörte neben den stationären Leistungen (2.3.2026) auch das Segment Naturheilverfahren.
Die Lösungen wurden auf acht unterschiedlich gewichtete Detailkriterien hin überprüft. Dabei wurde unter anderem gefragt, für welche Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen in welcher Höhe bezahlt wird und wie es in Sachen Kündigung und Wartezeiten aussieht.
Als Quellen für das Rating werden nach Unternehmensangaben ausschließlich die Versicherungsbedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, Versicherungsscheine, Geschäftsberichte und per Stichprobe verifizierte Daten genutzt.
Die Testkandidaten wurden zunächst dahingehend überprüft, in welchen Ausprägungen beziehungsweise Varianten welche Detailleistungen und Einzelregelungen angeboten werden. Dies wird zur methodischen Vorgehensweise erläutert.
Die Qualität der jeweiligen Regelungen wurde in einem nächsten Schritt auf einer Skala von null für die schlechteste Ausprägung bis 100 für die beste Ausprägung eingeordnet. Danach wurden die einzelnen Leistungskriterien entsprechend ihrer Wichtigkeit aus Kundensicht gewichtet.
Als Besonderheit im Bereich Krankenzusatz wird hervorgehoben, dass der Erstattungsanspruch des Versicherten häufig als prozentualer Anteil vom Rechnungsbetrag festgelegt und zusätzlich durch jährliche Höchstbeträge begrenzt sei. Und dies zudem marktweit in verschiedensten Konstellationen.
Die Analysten erläutern: „Um das Leistungsversprechen möglichst unabhängig von speziellen Rechnungsbeträgen bewerten zu können, greifen wir für Kriterien, die die Höhe der Leistung beschreiben, in der Regel zu einem Simulationsmodell.
Dabei werden für verschiedene Rechnungsbeträge je Detailkriterium die Erstattungsbeträge ermittelt. Aus den errechneten Erstattungsbeträgen wird der Durchschnitt gebildet. Die Bewertungspunktzahl ermittelt sich aus diesem Durchschnittswert in Relation zum durchschnittlichen Rechnungsbetrag.“
Um die Gesamtqualität der Tarife zu messen, hat das Analysehaus auf sein siebenstufiges Bewertungsschema von „FFF+“ („hervorragend“) über „FFF“ („sehr gut“) bis „F-“ („ungenügend“) zurückgegriffen. Die Klassen sind nach eigenen Angaben so bemessen, dass geringfügige, für die Praxis unerhebliche Punktunterschiede nicht zur Einstufung in eine andere Klasse führen.
Innerhalb der Ratingklassen sorgen zusätzliche Schulnoten für weitere Differenzierung. Zudem müssen für eine Einordnung in bestimmte Ratingklassen zusätzliche Mindeststandards erfüllt werden. Weitere Details hierzu sowie zum Ratingverfahren allgemein bietet das Analysehaus in den Bewertungsgrundlagen (PDF, 288 KB).
Von den untersuchten 140 (Vorjahr: 144) (5.3.2025) Tarifkombinationen schnitt rund jede 13. (Vorjahr: zwölfte) mit der Höchstnote „FFF+“ ab. Ein gutes Viertel (knappes Drittel) erhielt die Note „FFF“, ein knappes Achtel (Zehntel) ein „FF+“ und ein Sechzehntel (Vierzehntel) ein „FF“.

Erneut erhielten fast 40 Prozent der untersuchten Angebote mit „F-“ nur ein „ungenügend“. Zur letzten Gruppe gehören nach Angaben der Analysten vielfach auch ambulante Tarife, die nicht auf alternative Heilmethoden fokussieren.
Laut der im Internet einsehbaren Ergebnisliste, die laufend aktualisiert wird, haben fünf (Vorjahr sechs) Produktgeber mindestens eine „FFF+“-Offerte. Zu dieser Gruppe gehören die
Während die letztgenannte Offerte neuerdings die Bestnote erhielt, handelt es sich bei den anderen elf Angeboten um „Wiederholungstäter“.
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