25.2.2026 – In Sachen Innovationskraft gehören die Versicherungsdienstleister nicht zu den Topbranchen.. Branchensieger wurden erneut Allianz (Versicherer Multi-Channel), Rhion (Maklerversicherer) und DA Direkt (Direktversicherer) sowie neuerdings Huk-Coburg (Filialversicherer). Dies zeigt eine Untersuchung von Servicevalue im Auftrag des Fernsehsenders Welt. Sie basiert auf rund 189.000 Führungskräfte-Urteilen.
Auch in diesem Jahr hat die Servicevalue GmbH für den Nachrichtensender Welt wieder eine Untersuchung zur Innovationskraft deutscher Unternehmen durchgeführt. Dazu wurden in den vergangenen Monaten Führungskräfte (ab Gruppen-/Teamleitungsfunktion) online befragt.
Die Teilnehmer an der Studie „Innovations-Champions 2026“ waren sogenannte Panelisten, die eine überschaubare Auswahl von Unternehmen und Marken zur Bewertung erhielten.
Insgesamt kamen fast 188.996 Führungskräfte-Urteile zusammen. Die Mindestanzahl von 75 Bewertungen erreichten 1.975 Firmen aus 105 Branchen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 2.025 Firmen aus 106 Branchen (VersicherungsJournal 13.3.2025).
Zwar fällt es nach Aussage der Studienautoren nicht leicht, „konkret zu bestimmen, was genau eine Innovation ist oder ob ein Unternehmen tatsächlich vermag, echte Innovationen durchzuführen“.
Dennoch könne „vorausgesetzt werden, dass Personen, die Verbraucher und zugleich Beteiligte der Wirtschaft sind, aufgrund ihres ‚doppelten‘ Hintergrundwissens und Erfahrungen eine Vorstellung davon haben, welchen Unternehmen eine erhöhte Innovationskraft am Markt wie auch intern zugeschrieben werden kann und welchen nicht“, wird erläutert.
Den Studienmachern ging es nach eigener Aussage nicht darum, differenzierte Aspekte der Innovationskraft zu verordnen und einer Einzelbewertung zuzuführen. Vielmehr sei der Begriff „Innovationskraft“ bewusst sehr allgemein gehalten worden.
Die konkrete Fragestellung der Studie war laut Servicevalue: „Inwieweit können Sie aus eigenen Informationen und Erfahrungen heraus zustimmen, dass Strategien und Konzepte der jeweiligen Unternehmensführung zu einer hohen Innovationskraft nach innen (unternehmensbezogen) und/oder nach außen (marktbezogen) führen.“ Insgesamt standen den Interviewten sechs Antwortoptionen zur Verfügung:
Dabei war die letztgenannte Antwortoption nicht bewertungsrelevant.
Im ersten Schritt wurde für jedes Unternehmen der empirische Mittelwert ermittelt. „Liegt dieser innerhalb der jeweiligen Branche niedriger (= besser) als der Branchen-Mittelwert, wird dem Unternehmen eine ‚hohe Innovationskraft‘ zugeschrieben.
Liegt der Eigenwert zusätzlich niedriger (= noch besser) als der Mittelwert dieser ‚überdurchschnittlichen‘ Gruppe, wird dem Unternehmen eine ‚sehr hohe Innovationskraft‘ zugeschrieben“, wird zur Methodik weiter erläutert.
Das Unternehmen mit dem besten Eigenwert innerhalb seiner Branche erhält die Auszeichnung „höchste Innovationskraft“ und gilt „als Nummer Eins der Branche, im Vergleich mit allen untersuchten und ausgewiesenen Unternehmen dieser Branche“.
Am besten schnitten die drei Elektronikhersteller Samsung (Mittelwert: 2,20), Philips (2,23) und LG sowie das Elektrotechnik-Unternehmen ABB (jeweils 2,25) ab. Von solchen Werten sind die Testkandidaten der Versicherungswirtschaft ein gutes Stück weit entfernt.
Am besten schnitten die Huk-Coburg Versicherungen aus der Rubrik „Versicherer (Filialversicherer)“ ab (Mittelwert: 2,42). Sie schoben sich um drei Positionen nach oben und dürfen sich mit dem Siegel „höchste Innovationskraft“ schmücken.
Dahinter folgen mit jeweils „sehr hoher Innovationskraft“ neben dem Vorjahresspitzenreiter Generali Versicherungen (2,45) und Neueinsteiger Provinzial Versicherungen (2,46) auch die vor zwei Jahren führenden Rheinland Versicherungen (2,47) (12.3.2024). Zur Verfolgergruppe zählen auch erneut die LVM Versicherungen (2,48) und neuerdings die VGH Versicherungen (2,49), nicht mehr aber die Neue Leben Versicherungen.
Den Branchensieg in der Kategorie „Versicherer (Multi-Channel) holten erneut die Allianz Versicherungen (Mittelwert: 2,43; „höchste Innovationskraft“). Dahinter folgen in diesem Segment mit jeweils „sehr hoher Innovationskraft“
Dabei schafften die Signal Iduna, die Barmeniagothaer, die GEV und die WWK den Aufstieg in die Spitzengruppe. Aus dieser verabschieden mussten sich die Würzburger Versicherungs-AG, die ADAC Versicherungen und die Ammerländer Versicherung VVaG.
Bei den Direktversicherern verteidigte die DA Deutsche Allgemeine Versicherung AG (DA Direkt) die Spitzenposition (aktueller Mittelwert: 2,44). Die Auszeichnung „sehr hohe“ Innovationskraft bekamen neben dem Neueinsteiger Andsafe AG (2,46) auch die beiden „Wiederholungstäter“ Adam Riese GmbH (247) und Cosmos Versicherungen (2,49). Das Verfolgerquartett vervollständigt die Ottonova Krankenversicherung AG (2,50).
Aus der Verfolgergruppe herausgefallen sind die Allianz Direct Versicherungs-AG, die vor zwei Jahren siegreiche DFV Deutsche Familienversicherung AG und die Huk24 AG.
Branchensieger bei den Maklerversicherern wurde ein weiteres Mal die Rhion Versicherung AG (2,44). Das Siegel „sehr hohe Innovationskraft“ bekamen neben dem „Wiederholungstätern“ Interrisk Versicherungen (2,47) neuerdings auch die Universa Versicherungen (2,50).
Zur Riege mit „sehr hohe Innovationskraft“ gehören erneut auch die Lebensversicherung von 1871 a.G. München (LV 1871; 2,52) und die GVO Gegenseitigkeit Versicherung Oldenburg VVaG (2,53). Nicht mehr zu dieser Gruppe zählen die VHV Versicherungen und die Dialog Versicherungen.
Die vollständigen Ergebnislisten in den 105 untersuchten Branchen können auf dieser Servicevalue-Internetseite eingesehen werden.
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