9.2.2026 – 2024 haben sich die Durchschnittsprämien für eine Kraftfahrtpolice bei so gut wie allen der 50 umsatzstärksten Akteure verteuert, in der Spitze um über ein Sechstel (HDI und ADAC Autoversicherung). Nur bei der Helvetia war ein Rückgang zu beobachten, die aber dennoch mit aktuell fast 504 Euro weiterhin am meisten pro Vertrag einnimmt. Auf den niedrigsten Wert kommt die Rhion mit knapp 146 Euro. Das zeigt der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig.
Im Geschäftsjahr 2024 sind die Durchschnittsprämien der 50 umsatzstärksten Kraftfahrtversicherer um 8,6 Prozent auf 275,49 Euro gestiegen Dies geht aus dem „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH hervor.
Die Analyse enthält Übersichten zu zahlreichen weiteren Kennzahlen (auf Sechsjahressicht; 2019 bis 2024) der 50 größten Marktakteure in der Sparte, die auf rund 90 Prozent Marktanteil kommen.
Nur bei einem der aufgelisteten Anbieter werden für 2024 niedrigere Werte aufgeführt als für 2023. Dazu gehört einerseits die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland, und zwar von 515,29 auf 503,76 Euro. Bei ihr hatte die Kurve zwischen 2018 und 2023 besonders stark nach oben gezeigt (VersicherungsJournal 10.9.2025).
Zuletzt baute das Unternehmen den Bestand um zehn Prozent (auf 417.000 Stück) aus. Nur wenige Wettbewerber legten noch stärker zu (18.12.2025). Beim Umsatz blieb die Gesellschaft mit einem Plus von 7,5 Prozent (auf 210 Millionen Euro) hinter dem Marktdurchschnitt von einem Neuntel zurück (22.1.2026).
Die Helvetia wuchs beim Bestand in Kfz-Haftpflicht etwas stärker als im Segment „Sonstige Kraftfahrt“. Beim Umsatz war die Wachstumsverteilung genau andersherum.
Nur um jeweils rund drei Prozent stiegen die Durchschnittsprämien bei der Rhion Versicherung AG (auf 142,76 Euro), der Baloise Sachversicherung AG Deutschland (auf 305,536 Euro) und der Debeka Allgemeinen Versicherung AG (auf 220,03 Euro).
Nicht einmal halb so stark wie im Schnitt der 50 Umsatzgrößen fiel das Plus mit jeweils unter vier Prozent bei der Oldenburgischen Brandkasse (auf 227,61 Euro) und der Kravag Allgemeinen Versicherungs-AG (auf 266,39 Euro) aus.
Am deutlichsten nach oben zeigte die Kurve bei der HDI Versicherung AG (auf 298,50 Euro) und der ADAC Autoversicherung AG (auf 272,89 Euro). Beide wuchsen mit einem guten Sechstel in etwa doppelt so stark wie der Markt.
Dabei war die ADAC Autoversicherung mit einem Einnahmenanstieg von fast einem Drittel (auf 641,4 Millionen Euro) der uneingeschränkte Wachstumssieger (22.1.2026). In Sachen Verträge (plus fast ein Achtel auf 2,35 Millionen Stück) kamen nur drei Akteure auf noch höhere Zuwachsraten (18.12.2025).
Beim HDI stand einem vergleichsweise moderaten Prämienwachstum von 2,5 Prozent (auf 577,6 Millionen Euro) ein Bestandsrückgang von fast einem Achtel (auf unter zwei Millionen Kontrakte) gegenüber.
Noch stärker schrumpfte der Vertragsbestand nur bei der Dialog Versicherung AG (minus fast ein Fünftel auf unter 295.500 Policen). Da sich andererseits der Umsatz „nur“ um 7,4 Prozent (auf unter 123 Millionen Euro) verminderte, erhöhten sich die Durchschnittsprämien mit über einem Siebtel (auf 416,05 Euro) besonders stark.

Trotz der Verminderung nahm die Helvetia mit weiterhin über 500 Euro auch 2024 am meisten pro Vertrag ein. Etwas über beziehungsweise unter 400 Euro waren es bei der Dialog Versicherung AG, der Nürnberger Allgemeinen Versicherungs-AG und der Mannheimer Versicherung AG. Diese vier Anbieter hatten auch 2023 die Top Vier gebildet.
Der niedrigste Wert wird mit 146,83 Euro für die Rhion ausgewiesen. Unter 200 Euro waren es ansonsten nur noch bei der WGV-Versicherung AG, bei der es mit gut acht Prozent (auf 168,44 Euro) in etwa auf Marktniveau aufwärts ging.
Vergleichsweise niedrige Werte von jeweils knapp über 200 Euro pro Vertrag werden für die Fahrlehrerversicherung VaG (plus 7,8 Prozent), die Provinzial Nord Brandkasse AG (plus 5,8 Prozent) sowie die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg (plus 13,9 Prozent) aufgeführt.

Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
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