27.3.2026 – 60 der 93 Körperschaften konnten im vergangenen Jahr an der branchenweit positiven Mitgliederentwicklung nicht teilhaben. Die größten Einbußen hatten nach absoluten Zahlen die Barmer (minus 173.800 Personen) und prozentual die BKK Euregio (minus fast ein Fünftel) hinzunehmen. Die meisten „Verlierer“ hatten zu Jahresbeginn 2025 den Aufschlag auf den Einheitsbeitrag teils deutlich angehoben.
Die Zahl der Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) betrug zum 1. Januar 2026 annähernd 58,6 Millionen. Dies entspricht laut der GKV-Statistik KM1 des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf Zwölfmonatssicht einem Zuwachs um etwa 47.500 Personen beziehungsweise knapp 0,2 Prozent.
Dabei konnten nur die Ersatzkassen (plus 213.000 auf 23,26 Millionen Mitglieder) und die Betriebskrankenkassen (BKKen; plus fast 140.000 auf 9,02 Millionen) hinzugewinnen.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), die nicht am Zusatzbeitragsverfahren teilnimmt, verlor über 16.500 (auf unter 386.500) Mitglieder, die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen) rund 83.000 (auf 21,06 Millionen) Personen.
Bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) betrug das Minus mehr als 102.500 (auf unter 982.500) Mitglieder. Die Innungskrankenkassen (IKKen) hatten mit fast 137.500 (auf 3,88 Millionen) Personen die größten Einbußen nach absoluten Zahlen hinzunehmen.

Nach Daten des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes Dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik hatten etwa zwei Drittel der insgesamt nur noch 93 Körperschaften (VersicherungsJournal 9.1.2026) Bestandsrückgänge hinzunehmen.
Die größten Verluste nach absoluten Zahlen waren einmal mehr bei der Barmer zu beobachten (minus 173.800 Mitglieder). Hinter der KBS stand die dritthöchste Verminderung mit fast 78.200 Personen für die Mobil Betriebskrankenkasse zu Buche.
Zwischen 67.400 und 39.300 Mitglieder verloren die IKK Classic, die DAK-Gesundheit und die AOK Nordost – Die Gesundheitskasse. Zwischen fast 31.000 und gut 19.900 Personen im Minus waren auf Jahressicht die Kaufmännische Krankenkasse – KKH, die Viactiv Krankenkasse, die AOK Plus – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen und die AOK Bayern – Die Gesundheitskasse.

Während AOK Nordost, die IKK Classic, die Knappschaft, die Mobil Betriebskrankenkasse und die Viactiv in allen vier Quartalen Rückgänge zu verzeichnen hatten, konnten AOK Plus, Barmer, DAK-Gesundheit und KKH immerhin im dritten Quartal zulegen. Die AOK Bayern gewann sogar in zwei Dreimonatsperioden hinzu.

Prozentual gemessen hatte mit annähernd einem Fünftel die BKK Euregio den stärksten Rückgang zu verzeichnen. Um etwas über beziehungsweise unter ein Achtel büßten die BKK Dürkopp Adler und die BKK Verbundplus ein.
Im zweistelligen Prozentbereich verloren auch die BKK Wirtschaft & Finanzen sowie die Mobil BKK. Zwischen 9,5 und 6,5 Prozent ihrer Mitglieder verloren die Knappschaft, die BKK Gildemeister Seidensticker, die BKK Herkules, die BKK Akzo Nobel Bayern und die BKK Rieker Ricosta Weisser.

Viele der vorgenannten Körperschaften hatten zum Jahresbeginn 2025 ihren Zusatzbeitrag meist kräftig erhöht, was sich offenbar mit höchstens leichter Verzögerung auf den Mitgliederbestand auswirkte.
Besonders deutlich ihren Aufschlag auf den Einheitsbeitrag angehoben hatten die BKK Euregio (plus 1,6 Prozentpunkte auf 3,39 Prozent), die Knappschaft (plus 1,7 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent) und die BKK Akzo Nobel (plus 1,74 Prozentpunkte auf 3,39 Prozent) (6.1.2025)
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