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Bei diesen Lebensversicherern schrumpfte der Neuzugang 2023 am stärksten

23.5.2024 – Bei 49 Marktteilnehmern fiel der Beitragszugang im vergangenen Jahr niedriger aus als 2022. Die größten Einbußen hatten die SV Sachsen (minus über zwei Drittel) und Ösa (minus fast 60 Prozent) zu verzeichnen. Acht weitere Unternehmen verloren um mindestens ein Drittel. Dies zeigt eine Übersicht der Zeitschrift für Versicherungswesen.

2023 blieb der Neuzugang der Lebensversicherer in Deutschland mit 29,7 Milliarden Euro um acht Prozent hinter dem des Vorjahres zurück. Dies zeigt die aktuelle Neugeschäftsumfrage der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV). Die Umfrage basiert ausdrücklich auf vorläufigen Zahlen der Anbieter. Die Ergebnisse wurden in der Ausgabe 4/2024 der Zeitschrift veröffentlicht.

49 Akteure mit rückläufigem Neuzugang

Insgesamt konnten nur zwölf der 64 aufgelisteten Marktteilnehmer den Beitragszugang im Vergleich zu 2022 steigern. Am stärksten verbesserte sich die BL die Bayerische Lebensversicherung AG, die um ein knappes Drittel auf 434 Millionen Euro zulegte (VersicherungsJournal 15.5.2024). Von den Marktgrößen konnten sogar nur zwei Akteure wachsen (7.5.2024).

Während die Itzehoer Lebensversicherungs-AG (7,2 Millionen Euro) und die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG (21,8 Millionen Euro) auf Vorjahresniveau agierten, hatten 49 Anbieter einen rückläufigen Neuzugang zu verzeichnen. Keine Daten lieferte die Hannoversche Lebensversicherung AG.

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SV Sachsen mit dem größten Rückgang

Die stärksten Einbußen hatte die Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung AG (SV Sachsen), die mit 132,9 Millionen Euro um über zwei Drittel hinter dem Vorjahreswert zurückblieb.

Eine vergleichsweise hohe Verminderungsrate stand auch für die Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt (Ösa; minus fast 60 Prozent auf 32,7 Millionen Euro) zu Buche.

Weitere Anbieter mit rückläufigem Beitragszugang

Jeweils um rund 40 Prozent schrumpfte der Beitragszugang bei der Öffentlichen Lebensversicherungsanstalt Oldenburg (auf 12,1 Millionen Euro) und bei der Ideal Lebensversicherung a.G. (auf 97 Millionen Euro).

Um jeweils mindestens ein Drittel niedriger fiel der Absatz bei diesen Unternehmen aus:

Lebensversicherung 2023 Neugeschäftsverlierer (Bild: Wichert)

Der Allianz-Effekt

Die Zahlen kommentiert ZfV-Chefredakteur Dr. Marc Surminski wie folgt: „Versicherer mit großen Bankvertrieb mussten 2023 erneut überdurchschnittliche Rückgänge beim Neugeschäft hinnehmen.

Die Einmalbeiträge von renditeorientierten Bankkunden fließen mittlerweile eben in andere Anlageformen. So verwundert es nicht, dass unter den fünf Lebensversicherern mit den stärksten Rückgängen im Neugeschäft drei öffentliche Versicherer waren.“

Surminski äußerte sich auch zur Rolle von Branchenprimus Allianz Lebensversicherungs-AG, die „nur“ um 1,2 Prozent auf 11.724 Millionen Euro einbüßte. „Ohne die soliden Zahlen der Allianz wäre der Markt deutlich weiter abgerutscht. […] Der Allianz-Effekt hat diesmal das Bild der Branche insgesamt deutlich erfreulicher gemacht“, so der ZfV-Chefredakteur.

Zwei Jahre zuvor war genau das Gegenteil der Fall (6.4.2022).

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsunfähigkeit · Einmalbeitrag · Lebensversicherung · Marktforschung
 
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