10.3.2026 – Die Fluktuation bei den Angestellten im Innendienst verblieb auch im vergangenen Jahr auf sehr hohem Niveau. Hauptursache waren Kündigungen durch Arbeitnehmer, wenn auch mit erneut rückläufigem Ausmaß. An zweiter Stelle liegt die natürliche Fluktuation. Diese beiden Gründe machten mehr als zwei Drittel der Abgänge aus, wie aktuelle AGV-Daten zeigen.
Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV) hat neben aktuellen Zahlen zum Krankenstand 2025 (VersicherungsJournal 9.3.2026) auch solche zur Schwankung des Mitarbeiterbestands im Innendienst veröffentlicht.
Demnach betrug die Fluktuation (bezogen auf den durchschnittlichen Personalbestand) im vergangenen Jahr erneut 5,9 Prozent. Drei Jahre zuvor hatte es noch einen Anstieg um über ein Viertel auf ein Fünfzehnjahreshoch von 6,1 Prozent gegeben (30.3.2023).
Noch höhere Werte als in den vergangenen drei Jahren wurden darüber hinaus 2008 (6,0 Prozent) und 2007 (6,4 Prozent) verzeichnet. Der Tiefststand wurde 2013 mit glatt vier Prozent gemessen (18.3.2014). Im Vergleich zu Letzterem ist die Bewegung beim Personalbestand im vergangenen Jahr um fast die Hälfte höher ausgefallen, im Vergleich zu 2007 allerdings etwas niedriger.

Häufigster Grund für eine Trennung waren auch im vergangenen Jahr Arbeitnehmerkündigungen. Trotz des dritten leichten Rückgangs in Folge fiel deren Anteil um fast die Hälfte höher aus als noch 2016. Zuletzt entfiel nur noch gut jeder dritte Abgang auf diese Kategorie. Zwei und drei Jahre zuvor lag der Wert sogar noch über 40 Prozent (11.3.2024, 30.3.2023).
Auf Zehnjahressicht hat der absolute Wert um knapp zwei Drittel zugenommen. Im Vergleich zum Tiefststand im Jahr 2015 von 1,1 Prozentpunkten (24.3.2016) hat er sich sogar mehr als verdoppelt. Außer in den letzten vier Jahren stand beim absoluten Anteil nur ein weiteres Mal eine Zwei vor dem Komma (10.3.2020).
Die natürliche Fluktuation verblieb auf dem Höchststand der drei Vorjahre. Der Anteil an den Trennungen lag fast immer bei rund einem Drittel. 2015 waren es allerdings fast 40 Prozent, 2017 hingegen nur 28 Prozent (26.3.2018).
Der Anteil der einvernehmlichen Vertragsauflösungen stieg zwar wieder leicht auf ein knappes Achtel an, liegt aber nur knapp über dem Tiefststand aus 2024. Beim Höchststand im Jahr 2016 war es noch über ein Fünftel. Relativ seltener vorgekommen sind 2025 die regulären Vertragsabläufe, deren Anteil sich von einem Zehntel auf ein Zwölftel verminderte. Der höchste Wert war 2017 mit einem guten Siebtel zu verzeichnen.
Bei den Kündigungen durch die Gesellschaft war ein deutlicher Anstieg von etwa einem Fünfzehntel auf über ein Zwölftel der Abgänge zu beobachten. Dies bedeutet auf Zehnjahressicht den höchsten Stand. Der Tiefststand wurde 2016 und 2020 mit nur deutlich unter sechs Prozent Anteil gemessen.

Kaum ins Gewicht fallen Wechsel in ein freies Vertreterverhältnis, deren Zahl nach AGV-Angaben seit Jahren verschwindend gering ist. Neu aufgeführt wird der Grund „Austritt wegen Outsourcing“. Darauf war zuletzt gut jeder 60. Abgang zurückzuführen.
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