Rekordsumme: Kfz-Versicherer zahlen Milliarden für Glasbruchschäden

5.11.2025 – Innerhalb von zehn Jahren stiegen die Schadenaufwendungen der Anbieter für Glasbruch um fast 80 Prozent, wie der GDV aktuell mitteilt. Dies liegt nicht allein an den allgemeinen Preissteigerungen. (Bild: Wenig)

„Im vergangenen Jahr haben die deutschen Autoversicherer rund 2,2 Millionen Glasbruchschäden an kaskoversicherten Pkw reguliert und dafür die Rekordsumme von fast zwei Milliarden Euro gezahlt“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. Im Vorjahr lagen die Leistungen noch bei 1,7 Milliarden Euro, ein Zuwachs um rund 16 Prozent.

Schadensumme insgesamt (Bild: Wenig)

Auch Reparaturen insgesamt haben sich rasant verteuert. Ein durchschnittlicher Sachschaden in der Kfz-Haftpflichtversicherung eines Pkw kostete 2024 rund 4.250 Euro und damit sieben Prozent mehr als im Vorjahr (VersicherungsJournal 9.10.2025). Daher sahen sich die Fahrzeughalter in den letzten Jahren mit stark steigenden Kfz-Versicherungsprämien konfrontiert.

Im Jahr 2024 lagen die Kosten für Kfz-Versicherungen laut Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts 43,6 Prozent über dem Niveau von 2020. Gegenüber dem Vorjahr 2023 entspricht das einem deutlichen Anstieg um rund 30 Prozent (5.11.2025).

Die Verteuerung von Glasbruchschäden hat auch technische Gründe. Moderne Autos sind mit Assistenzsystemen wie Spurhalte- oder Notbremsassistenten ausgestattet, deren Sensoren oft direkt in der Windschutzscheibe sitzen. Beim Austausch der Scheibe müssen diese Systeme kalibriert werden – ein zusätzlicher Aufwand, der die Kosten erheblich steigen lässt.

Kosten Einzelschaden (Bild: Wenig)
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Haftpflichtversicherung · Pkw
 
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