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Prognose der Rentensteigerung bis über 2020 hinaus

8.11.2018 – Die aktuelle Lage der Deutschen Rentenversicherung Bund sieht sehr solide aus, erläuterte die Führung der Rentenversicherung auf dem Presseseminar. Der Haushaltsüberschuss dürfte dieses Jahr um rund das Achtfache auf 4,05 (Vorjahr 0,53) Milliarden Euro anwachsen. Damit würde die Nachhaltigkeitsrücklage zum Jahresende auf 38,0 Milliarden Euro oder 1,77 Monatsausgaben steigen. Die Renten könnten im nächsten Jahr zwar um mehr als drei Prozent steigen, aber danach werden geringere Zuwächse erwartet.

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Nach der jüngsten Haushaltsschätzung der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) steigen die Einnahmen in diesem Jahr um 4,3 Prozent auf 306,3 Milliarden Euro. Die Ausgaben dürften schwächer um 3,1 Prozent auf 302,3 Milliarden Euro zunehmen. Das gab die DRV auf einem Presseseminar in Würzburg bekannt.

Annelie Buntenbach (Bild: Brüss)
Annelie Buntenbach (Bild: Brüss)

Im Ergebnis steigt der Überschuss um etwa dem Achtfachen auf 4,05 (Vorjahr 0,53) Milliarden Euro, erläuterte die aktuelle Vorsitzende des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung, das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Damit würde die Nachhaltigkeitsrücklage zum Jahresende auf 38,0 Milliarden Euro oder 1,77 Monatsausgaben steigen. Eigentlich müsste der Beitragssatz der Rentenversicherung herabgesetzt werden, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage 1,5 Monatsausgaben übersteigt.

Allerdings lehnt Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) eine mögliche Absenkung ab (VersicherungsJournal 16.7.2018). Buntenbach findet das gut. Der alternierende DRV-Vorsitzende Alexander Gunkel von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist dagegen.

2019 hohe, danach gedämpfte Rentenerhöhungen

Alexander Gunkel (Bild: Brüss)
Alexander Gunkel (Bild: Brüss)

Buntenbach bestätigte, dass aus heutiger Sicht die Renten zum 1. Juli 2019 in den alten Bundesländern um 3,18 Prozent und in den neuen Bundesländern um 3,91 Prozent angehoben werden könnten (VersicherungsJournal 6.11.2018).

Das neue Rentenpaket der Bundesregierung (VersicherungsJournal 2.11.2018) dürfte dazu führen, dass die Rentenerhöhung 2020 um 0,9 Prozentpunkte gedämpft würde. Für die weiteren Jahre wird von Rentenerhöhungen von durchschnittlich 2,5 Prozent ausgegangen. Dabei werden Lohnsteigerungen von jährlich etwa drei Prozent unterstellt.

Gunkel wies allerdings darauf hin, dass die Lohnerhöhungen als wichtigster Faktor bei der Bestimmung der Rentenerhöhungen starken Schwankungen unterliegen könnten, je nachdem wie sich die Wirtschaftslage entwickele.

Die Rentenkommission muss sich auf Eckdaten verständigen

Buntenbach und Gunkel gehören auch der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ (VersicherungsJournal 16.5.2018, 4.5.2018) an. Sie soll bis zum März 2020 Vorschläge unterbreiten, wie die Altersvorsorge möglichst dauerhaft in Deutschland organisiert werden sollte.

Auf einer Klausurtagung soll sich die Kommission zunächst einmal auf die Rahmendaten zur künftigen Entwicklung der Altersvorsorge verständigen, wie aus der Internetseite der Kommission hervorgeht. Einen der Streitpunkte sprach Buntenbach auf dem Presseseminar an: „Eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ist schlicht ein No Go.“

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Nachhaltigkeit · Rente
 
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