16.1.2026 – Aktuelle Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen, wie vermeintlich nützliche Zusatzleistungen die Kosten von Autoversicherungen in die Höhe treiben. Ein Rabattschutz, der die Schadenfreiheitsklasse nach einem selbstverschuldeten Unfall erhält, verteuert den Vollkaskovertrag um 22 Prozent. Tarife mit direkter Schadensregulierung ohne Haftungsprüfung kosten sogar doppelt so viel wie Angebote ohne diesen Service.
Die Verivox GmbH warnt Kunden von Kfz-Versicherungen mithilfe aktueller Modellrechnungen davor, für „unnötige Leistungen deutlich draufzuzahlen“. Dafür haben die Betreiber des Vergleichsportals für Energie- und Telekomtarife sowie Versicherungen und Finanzen einen Musterkunden angenommen.
Der 45 Jahre alte Fahrer eines ein Jahr alten VW Golf VIII 2.0 TDI wohnt in Berlin-Mitte (Postleitzahl 10178). Die Verivox-Analysten haben für ihn die Preise berechnet, die er bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometern im Jahr und der Schadenfreiheitsklasse zehn bezahlen würde.
Demnach verlangen die Kfz-Versicherer hierzulande von ihm einen Aufschlag von bis zu 30 Prozent, wenn er den Zusatzbaustein Rabattschutz wählt. Dieser sorgt dafür, dass Kfz-Versicherer für Unfallschäden zahlen, aber nicht die Schadenfreiheitsklassen herabstufen.
Hierfür müsste der Golf-Fahrer im Durchschnitt mit 307 Euro 18 Prozent mehr bezahlen als bei einer Haftpflichtpolice ohne dieses Extra. Um auch Schäden am eigenen Auto ohne Abstufung reparieren zu lassen, werden in der Vollkaskoversicherung durchschnittlich 377 Euro (22 Prozent) mehr fällig.
Bei der sogenannten Direktregulierung übernimmt der Versicherer nach einem Unfall sofort alle Kosten. „Tarife mit dieser Leistung sind mehr als doppelt so teuer (109 Prozent) wie die günstigsten Tarife ohne dieses Feature“, heißt es von Verivox. Das koste den Golf-Fahrer 939 Euro mehr im Jahr.
Für die sogenannte Eigenschadendeckung müsste der Musterkunde im Durchschnitt 191 Euro (22 Prozent) mehr zahlen als in einem Tarif ohne diese Leistung. Verivox weist darauf hin, dass dieser Schutz bei einigen Versicherern nicht für Schäden auf dem eigenen Grundstück gilt.
Die Assekuranz bietet außerdem Kfz-Policen an, die bei neuen Allgemeinbedingungen automatisch angepasst werden. Das koste den Golf-Fahrer im Durchschnitt jedoch 281 Euro (33 Prozent) mehr. Zum Vergleich: Beim Wechsel vom mittleren zum günstigen Preissegment spare er bis zu 49 Prozent.
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