24.3.2026 – Bei einem aktuellen Testbericht von Zahnzusatzversicherungen durch den Focus Money Versicherungsprofi wurden für einen 40-jährigen Testkunden neun Tarife identifiziert, die 100 Prozent der Zuzahlungen erstatten. Die Monatsprämie der Tarife nach fünf Jahren Versicherungszeit schwankt zwischen rund 30 Euro und 67 Euro.
Seit Inkrafttreten des GKV-Modernisierungsgesetzes im Jahr 2004 haben gesetzlich Krankenversicherte nur noch einen Anspruch auf einen Festzuschuss bei Zahnersatz. Der Höchstsatz beträgt 75 Prozent, sofern das Bonusheft zehn Jahre lang lückenfrei geführt wurde. Ohne Bonusheft werden nur 60 Prozent des durchschnittlichen Festzuschusses der Regelversorgung erstattet.
Zudem erstattet die Krankenkasse beim Festzuschuss immer nur die kostengünstigste Regelversorgung. Alles, was darüber hinausgeht, rechnen die Zahnärzte nach der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ab. So kann der zu zahlende Eigenanteil – etwa für ein Implantat – für Kassenpatienten schnell in den vierstelligen Bereich steigen.
Vor diesem Hintergrund hat der Focus Money Versicherungsprofi erneut Zahnzusatzversicherungen einem Preis-Leistungs-Vergleich unterzogen. Grundlage sind Daten des spezialisierten Versicherungsmaklers Waizmanntabelle GmbH, der in seinem Produktvergleich mehr als 200 Tarife einschließt.
Die Ergebnisse des Tests wurden im Onlineartikel „Police mit Biss: Zähne blendend versichert“ veröffentlicht. Wenn mehrere Offerten eines Versicherers infrage kamen, wurde nur derjenige mit der höchsten durchschnittlichen Erstattung berücksichtigt.
Grundlage des Tests ist ein Modellkunde: ein 40-jähriger Kassenpatient mit weitgehend intaktem Gebiss (eine Krone), bei dem aktuell kein Zahnersatz ansteht, der aber langfristig Wert auf eine hochwertige Versorgung legt. Berücksichtigt wurden nur Tarife, die gleichermaßen Leistungen für Zahnerhalt und Zahnersatz bieten.
Um in die Wertung zu kommen, müssen die Tarife in den ersten acht Jahren mindestens 80 Prozent der Kosten für Zahnersatz und Erhalt erstatten und auch Bleaching einschließen. Darüber hinaus berücksichtigte der Vergleich zwölf zusätzliche Leistungen rund um moderne Zahnbehandlungen. Dazu zählten etwa:
Insgesamt konnten die Autoren 18 Tarife identifizieren, die die definierten Leistungsvorgaben erfüllen. Das Ranking richtete sich dabei zunächst nach dem Erstattungsniveau sowie nach dem kalkulierten Monatsbeitrag nach fünf Jahren Vertragslaufzeit unter Berücksichtigung möglicher Beitragsanpassungen.
Bei den meisten Tarifen steigt der zu zahlende Monatsbeitrag für den Testkunden mit zunehmendem Alter. Nach fünf Jahren liegt er im Schnitt etwa 19 Prozent über dem Anfangsbeitrag bei rund 43 Euro und nach zehn Jahren steigt er im Mittel um 33 Prozent auf gut 48 Euro.
Insgesamt wurden neun Tarife identifiziert, die durchschnittlich 100 Prozent für Zahnerhalt und Zahnersatz erstatten. Das sind zwei Angebote weniger als beim letztjährigen Vergleich (VersicherungsJournal 11.3.2025). Diese sind in der Reihenfolge ihrer Platzierung:
Die drei bestplatzierten Tarife konnten ihre Spitzenposition aus dem Vorjahr verteidigen. Münchener Verein und UKV tauschten die Ränge vier und fünf.
Der Tarif „JA dental plus“ der Janitos Versicherung AG wurde laut Angaben des Versicherungsmaklers inzwischen geschlossen. Weshalb der Tarif „Zahn Prestige Plus“ der Versicherungsgruppe die Bayerische im aktuellen Test nicht berücksichtigt wurde, geht aus den Unterlagen nicht hervor.
Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass die Ersatzleistungen innerhalb der ersten Jahre in der Regel für Zahnersatz und Zahnerhalt begrenzt sind. So gilt bis einschließlich des zweiten Versicherungsjahres eine Spanne von 2.000 Euro im Ergo-Tarif bis 3.500 Euro im Tarif der DFV.
Bis einschließlich des vierten Versicherungsjahres erbringen vier Tarife – Concordia, Allianz, Union Krankenversicherung und DKV – bereits eine unbegrenzte Leistung. Die niedrigste Obergrenze in diesem Zeitraum sieht der Ergo-Tarif vor, der Zahnersatz und Zahnerhalt auf maximal 4.000 Euro deckelt.
Nach fünf Versicherungsjahren liegt der niedrigste Monatsbeitrag für den Testkunden laut Focus Money bei 29,24 Euro im Tarif CEZP-U der Continentale Krankenversicherung a.G., der 86 Prozent der Leistungen erstattet. Die höchste Monatsprämie fällt mit 62,78 Euro bei der DKV an.
Der Versicherungsprofi berücksichtigt in seinem Vergleich jedoch nicht, ob aus den Beiträgen auch Alterungsrückstellungen gebildet werden (Leserbrief 11.3.2025). Das kann dazu führen, dass die Prämien zu Beginn der Vertragslaufzeit zunächst höher ausfallen, im Alter aber stabil bleiben und im Vergleich zu Tarifen ohne Rückstellungen langfristig günstiger sind.
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