Vermögensaufbau: Jeder Zweite zieht seinen Sparplan durch

30.1.2026 – Im Jahr 2025 konnte jeder fünfte Befragte mehr sparen. Bei rund jedem dritten war es genauso viel. Der Anteil derjenigen, die weniger sparen konnten, blieb mit knapp 44 Prozent gleichfalls nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Rund die Hälfte der Sparer gab an, mehr Geld zur Verfügung gehabt zu haben. Dazu gehören vor allem junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren. Mit mehr als zwei Dritteln rechnen so viele Befragte wie noch nie mit weiteren Preissteigerungen.

Das nominale Geldvermögen der privaten Haushalte steigt seit Ende des Jahres 2023 auf immer neue Höchststände. (VersicherungsJournal 16.1.2026) Wer konnte, sparte auch im Jahr 2025. Für viele stand dabei Sicherheit im Vordergrund. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Norisbank GmbH.

Zum Jahreswechsel 2024 gaben 20,3 Prozent an, mehr gespart zu haben als im Vorjahr, und 27,4 Prozent genauso viel. Ein Jahr später lagen die Werte leicht höher bei 22,3 Prozent und 33,6 Prozent. Aktuell hat sich daran wenig verändert: 20,4 Prozent konnten 2025 mehr sparen und 35,8 Prozent genauso viel.

Der Wunsch, zu sparen, bleibt unverändert hoch

Zusammengefasst bedeutet das: Mehr als jeder Zweite hat 2025 den eigenen Sparplan durchgezogen. „Wer sparen konnte, tat dies in der Regel aus einer klaren Motivation heraus: zur Absicherung oder für den Vermögensaufbau“, resümierte Thomas Brosch, Geschäftsführer der Norisbank.

Doch nicht alle können Geld zurücklegen. Der Anteil derjenigen, die 2025 weniger sparen konnten, blieb mit 43,8 Prozent gleichfalls nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (44,1 Prozent). Als Hauptursache wurde ein geringeres Einkommen angeführt. Besonders stark betroffen waren Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.500 Euro (59,8 Prozent).

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Fast 70 Prozent der Deutschen rechnen mit Preissteigerungen

Rund die Hälfte der Sparer (50,5 Prozent) gab an, mehr Geld zur Verfügung gehabt zu haben. Dazu gehören vor allem junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren (46,0 Prozent) sowie Haushalte mit einem Nettoeinkommen ab 2.500 Euro (22,4 Prozent). Für viele stand dabei die Sicherheit im Vordergrund. Motivationsgrund für jeden Zweiten: das gute Gefühl eines finanziellen Polsters.

Denn insbesondere hinsichtlich der Inflation sind die Deutschen pessimistisch. Mehr als zwei Drittel der Befragten (67,1 Prozent) rechnen damit, dass die Preise im kommenden Jahr weiter steigen werden – so viele wie noch nie seit Beginn der Befragung. Nur knapp ein Drittel (32,9 Prozent) glaubt an eine Normalisierung. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2024: 45,4 Prozent).

Mit Geld wird bewusster umgegangen

Deshalb wird weniger konsumiert. Viele verschieben größere Anschaffungen, möchten sich nicht verschulden und legen stattdessen Rücklagen an. Insgesamt wird mit Geld bewusster umgegangen.

Knapp 30 Prozent der Befragten gönnten sich 2025 gezielt weniger, um mehr sparen zu können. Das ist ein Anstieg von 3,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (2024: 26,2 Prozent, 2025: 29,6 Prozent).

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Inflation · Marktforschung · Motivation
 
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