Vermittler müssen bald „grün“ beraten

26.6.2019 (€) – Mit dem EU Sustainable Finance Action Plan werden sich voraussichtlich Ende 2020 die Pflichten in der Finanzberatung erweitern. Dann müsse in der Beratung von End- wie auch institutionellen Kunden explizit nach Nachhaltigkeits-Präferenzen gefragt werden, sagte Dr. Steffen Hörter am Dienstag auf der 6. Finpro Fachtagung für innovative Finanzprodukte für Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke.

Hörter ist Global Head of „Environment Social Governance“ (ESG) der Allianz Global Investors GmbH und zudem seit Juli 2018 Mitglied der Technischen Expertenkommission für Sustainable Finance der EU-Kommission.

Steffen Hörter (Bild: Lier)
Steffen Hörter (Bild: Lier)

Die neue zusätzliche Beratungspflicht, welche die Vermittler auch dokumentieren müsste, gehe in die Mifid ll ein. 70 Prozent der Kunden wollten Umfragen zufolge nachhaltig investieren – auch wenn darunter dann jeder etwas anderes verstehe. Die Unternehmen müssten sich darauf mit Schulungen et cetera entsprechend vorbereiten. Das sei ein „massiver Punkt, der auf der Vertriebsseite kommen wird“, sagte der Referent.

Seiner Einschätzung nach wird „Nachhaltigkeit wird als Leitthema eines der ganz, ganz zentralen Themen der nächsten 20 Jahre sein.“ Langfristige Kapitalanleger wie Versicherungen und Pensionskassen sollten die sich daraus ergebenden Risiken und Chancen nicht unterschätzen“, warnte er.

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