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Klimawandel erhöht das Risiko einer Berufskrankheit

19.8.2019 – Das deutsche Baugewerbe boomt, die Zahl der Mitarbeiter steigt. Das Aufkommen an Arbeitsunfällen ändert sich in dieser Branche jedoch nur marginal. Aufgrund der heißen Sommer erkrankten 2018 aber knapp 3.000 Beschäftigte an weißem Hautkrebs. Das zeigen Auswertungen der BG Bau.

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Der Bauwirtschaft in Deutschland geht es gut, die Branche wächst. Die Zahl der Arbeitsunfälle nahm im Vorjahr dennoch insgesamt nur leicht zu, so die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) in einer Mitteilung am Freitag. Auch 2019 sei das Unfallgeschehen „gleichbleibend hoch“ und damit auf Vorjahresniveau.

Die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe und damit der im Jahr 2018 betreuten Versicherten stieg um 102.597 Personen an. Die Körperschaft zählte nach eigenen Angaben im Vorjahr 2.971.680 Versicherte, davon 2.818.565 abhängig Beschäftigte und 42.271 freiwillig Versicherte.

Knapp 3.000 Fälle von weißem Hautkrebs

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle veränderte sich mit 88 Fällen im Vergleich zum Vorjahr nicht. Die tödlichen Wegeunfälle erreichten nach einem Rekordtief im Jahr 2017 wieder ihren Durchschnittswert, so die BG Bau.

Der weiße Hautkrebs ist in der Bauwirtschaft mit 2.944 Fällen, was 20 Prozent entspricht, inzwischen die häufigste angezeigte Berufskrankheit. Es folgen Fälle von Lärmschwerhörigkeit (2.620) und Lungenkrebs durch Asbest (1.429).

2012 belegten schwere Hauterkrankungen nach Lärmschwerhörigkeit noch den zweiten Rang unter den gemeldeten Berufskrankheiten-Verdachtsfällen (VersicherungsJournal 2.8.2012).

Hautkrebsfälle werden weiter steigen

Im ersten Halbjahr 2019 liegen Erkrankungen an weißem Hautkrebs nach einer vorläufigen Auswertung der Berufsgenossenschaft bereits bei rund 1.400 Meldungen, Tendenz steigend.

Mit heißeren Sommern und stärkerer UV-Strahlung liegen die Gründe auf der Hand. Seit 2015 ist diese Krankheit als Berufskrankheit anerkannt. Die Barmer GEK brachte vor fünf Jahren ihren Arztreport mit dem Schwerpunkt Hautkrebs heraus und wies bereits auf die Zunahme der Erkrankten hin (5.2.2014).

Über 1.300 neue Rentner infolge von Berufskrankheiten

Die BG Bau wertet keine Daten zur Berufsunfähigkeit ihrer Versicherten aus, sondern „die Minderung der Erwerbsfähigkeit in Folge von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten“. Das erklärte die Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für die Baubranche auf Nachfrage.

Im Jahr 2018 hat die BG Bau insgesamt 1.319 neue Renten in Folge einer Berufskrankheit festgestellt, so die Körperschaft gegenüber VersicherungsJournal.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsunfähigkeit · Dienstunfall · Gesetzliche Unfallversicherung · Mitarbeiter · Rente · Senioren
 
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