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Die (un)profitabelsten Hausratversicherer

27.6.2024 – Auf Sechsjahressicht betrachtet kam die WGV mit im Schnitt unter 50 Prozent auf die niedrigste Combined Ratio in der Sparte Hausrat. Dies zeigt die Publikation „Branchenmonitor 2017-2022: Hausratversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig. Für die Rhion und die VPV werden andererseits im Schnitt zwischen 93 und 95 Prozent gelistet.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielten die Hausratversicherer mit unter 76 Prozent eine vergleichsweise niedrige Combined Ratio. Sie war nur sechs Mal in diesem Jahrtausend niedriger. Jeweils über 90 Prozent waren es hingegen in den Jahren 2002 und 2021.

Auf die höchsten kombinierten Schaden-Kosten-Quoten kamen die Rhion Versicherung AG und die Arag Allgemeine Versicherungs-AG mit jeweils um die 98 Prozent. Auf der anderen Seite kam die WGV-Versicherung AG mit unter 55 Prozent auf den niedrigsten Wert (VersicherungsJournal 21.12.2023).

Dies zeigt der „Branchenmonitor: Hausratversicherung 2017-2022“ von V.E.R.S. Leipzig GmbH. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Akteure (Prämienvolumen) mit 91 Prozent Marktanteil dargestellt.

WGV mit im Schnitt nicht einmal 50 Prozent

Aus dem Monitor lässt sich auch ablesen, dass es auf Sechsjahressicht betrachtet alle aufgeführten Akteure versicherungstechnisch in die schwarzen Zahlen schafften. Neun von ihnen schrieben im Schnitt der Jahre 2017 bis 2022 versicherungstechnisch mehr als 35 Cent Gewinn pro Beitragseuro.

Am besten schnitt die WGV mit einer Combined Ratio von im Schnitt weniger als 50 Prozent ab. Das Unternehmen erzielte zum Ende des Beobachtungszeitraums die zweithöchste Quote nach dem vom Sturmtief „Bernd“ (VersicherungsJournal Archiv) belasteten Vorjahr. Bestenfalls lag der versicherungstechnische Gewinn bei mehr als 60 Cent pro Beitragseuro (2020).

Zuletzt zweimal nach oben zeigte die Kurve bei der Landschaftlichen Brandkasse Hannover (VGH), die sich zuvor dreimal verbessert hatte. Nur zu Beginn des Betrachtungszeitraums lag die Combined Ratio höher als zu dessen Ende.

Die Cosmos Versicherung AG konnte ihre Quote zuletzt um fast ein Fünftel senken. Im schlechtesten Fall lag sie bei 67 Prozent (2021), bestenfalls bei nicht einmal 47 Prozent (2018).

WGV, VGH, Cosmos (Bild: Wichert)

Weitere Anbieter mit niedrigen Quoten

Eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote von leicht über 60 Prozent hatte die Huk24 AG zu verzeichnen.

Werte zwischen 63 und unter 65 Prozent werden für die Provinzial Nord Brandkasse AG, die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG, die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG), die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. und die Versicherer im Raum der Kirchen Sachversicherung AG (VRK) ausgewiesen.

Niedrige Quote (Bild: Wichert)

Rhion mit der im Schnitt höchsten Quote

Die höchste Quote stand für die Rhion mit im Schnitt gut 95 Prozent zu Buche. Die Werte in den einzelnen Jahren lagen zwischen 85,5 Prozent (2020) und fast 109 Prozent (2021).

Vergleichsweise hohe Durchschnittsquoten von 94 beziehungsweise 93 Prozent waren auch bei der Arag und der VPV Allgemeine Versicherungs-AG zu beobachten. Erstere schaffte zuletzt zwar die Rückkehr in die Gewinnzone, erzielte dabei aber den zweithöchsten Wert im Beobachtungszeitraum. In den ersten vier Jahren hatte die Combined Ratio jeweils bei um die 90 Prozent gelegen.

Letztere wurde besonders stark von „Bernd“ belastet und kam seinerzeit auf die branchenweit höchste Quote (16.2.2023). 2018 und 2020 hatte die Gesellschaft jeweils fast 20 Cent Gewinn pro Beitragseuro geschrieben.

Rhion, Arag, VPV (Bild: Wichert)

Der „Branchenmonitor 2017-2022: Hausratversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 803,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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