8.1.2026 – Auf Sechsjahressicht sind die Schadenaufwendungen der 25 umsatzstärksten PKV-Anbieter um fast ein Drittel gestiegen. Während es bei einem Anbieter um fast 90 Prozent nach oben ging, kamen zwei andere nur auf Zuwachsraten von rund einem Sechstel. Wie weit die Quoten auseinandergingen. (Bild: Wichert)
Die Schadenaufwendungen der 25 umsatzstärksten privaten Krankenversicherer sind von 2019 auf 2024 um 29,2 Prozent auf über 41 Milliarden Euro gestiegen. Dies ist dem „Branchenmonitor 2025: Krankenversicherung“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH zu entnehmen.
Die Publikation enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 25 größten Anbieter der privaten Krankenversicherung (PKV) (Prämienvolumen) in diesem Zweig mit rund 97 Prozent Marktanteil.
Vergleichsweise niedrige Steigerungsraten von jeweils unter 20 Prozent hatten auf Sechsjahressicht nur der Landeskrankenhilfe V.V.a.G. (LKH; auf 780 Millionen Euro) und die Continentale Krankenversicherung a.G. (auf fast 1.619 Millionen Euro) zu verzeichnen.
Um jeweils ein gutes Fünftel bis ein knappes Viertel nach oben zeigte die Kurve bei der DKV Deutsche Krankenversicherung AG (auf fast 4.543 Millionen Euro), der Gothaer Krankenversicherung AG (auf 830 Millionen Euro), der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. (SDK; auf 858 Millionen Euro) und dem Debeka Krankenversicherungsverein a.G. (auf 7.019 Millionen Euro).
Am stärksten wuchs der Aufwand mit 88 Prozent bei der Arag Krankenversicherungs-AG (auf knapp 531 Millionen Euro). Die Düsseldorfer gehörten in den letzten Jahren (9.9.2025, 10.9.2024) auch zu den Wachstumssiegern beim Umsatz. Dem Branchenmonitor zufolge stieg das gebuchte Bruttoprämienvolumen auf Sechsjahressicht um über 90 Prozent auf fast 748 Millionen Euro.
Um fast zwei Drittel wuchsen die Kosten bei der R+V Krankenversicherung AG (auf 749 Millionen Euro), um über die Hälfte bei der Barmenia Krankenversicherung AG (auf 2.120 Millionen Euro). Beide schafften auch einen überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs von 54 (R+V) beziehungsweise 42 Prozent (Barmenia). Die Branche legte „nur“ um ein gutes Sechstel zu.

Setzt man die Schadenaufwendung in Relation zu den Einnahmen (verdiente Bruttoprämien), so kam die Arag mit 68,6 Prozent auf den niedrigsten Wert im Sechsjahresschnitt. Eine Schadenquote von unter 70 Prozent schaffte ansonsten nur noch die nicht im Vollversicherungsgeschäft aktive Ergo Krankenversicherung AG.
Zwischen knapp 73 und 75 Prozent waren es bei der Hansemerkur Krankenversicherung AG, der Württembergischen Krankenversicherung AG, der R+V sowie der Generali Deutschland Krankenversicherung AG.
Die höchsten Quoten hatte mit jeweils fast 89 Prozent die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG zu verzeichnen. Knapp dahinter folgt die Debeka mit fast 88 Prozent. Über der Marke von 80 Prozent lagen ansonsten nur noch die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK), die SDK und die Continentale.

Die größte Schwankungsbreite war mit 12,5 Prozentpunkten bei der UKV – Union Krankenversicherung AG zu beobachten. Der Höchstwert wurde 2024 mit 82,6 Prozent erreicht. Im ersten Corona-Jahr 2020 waren es hingegen nur 70,1 Prozent. Seinerzeit war der Umsatz um 6,3 Prozent gestiegen, während die Leistungsausgaben sogar um 2,6 Prozent zurückgingen.
Der „Branchenmonitor 2025: Krankenversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die etwa 120-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 803,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
Erwin Daffner - Keine Schadenfälle sondern Leistungsfälle. mehr ...
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