Selektive Wahrnehmung verhindert die richtigen Schlüsse

21.8.2017 – Statistik ist in vielen Fällen ein stumpfes Schwert, die selektive Wahrnehmung verhindert häufig die richtigen Schlüsse. Im Zuge weiter steigender ETF-Volumen wird es zwangsläufig auch immer mehr Vermögensverwalter geben, die unter Berücksichtigung des eingegangenen „Risikos” (besser maximaler Drawdown als Volatilität) Indizes schlagen, da andererseits mit den sogenannten „Indexschmusern” auch ein großer Teil der aktiven Fonds endlich vom Markt verschwindet.

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Genau dafür muss man der ETF-Industrie dankbar sein, aber für mehr auch nicht. Soll tatsächlich die längst entzauberte (neoklassische) Theorie der effizienten Märkte die Basis für das Anlagemodell der Zukunft bilden? Das erinnert doch eher an „vom Regen in die Traufe”.

Werthaltiger sind die Statistiken, die zeigen, dass der Anleger sich und seinem Anlageerfolg selbst am ehesten im Wege steht (Stichwort „Investors Return”). Dieses Wissen im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der „Behavioral Finance Forschung” ist doch der eigentliche Hebel. Damit könnte man seinen Beratungsauftrag ausreichend inhaltlich mit Leben füllen.

„Akademische” Diskussionen über das sinnvollste Vehikel der Partizipation des „Normalanlegers” an den in immer stärkerem Maße durch Finanzialisierung erpressten Erträgen der Realwirtschaft lenkt im Interesse der Finanzindustrie ohnehin nur von den entscheidenden Fragen unserer Zeit ab. Und die Renditeansprüche (abgeleitet aus der Historie) sind weder so noch so realwirtschaftlich fundiert und realisierbar.

Rene Nawrot

rene.nawrot@t-online.de

zum Leserbrief: „Investmenterfolge nüchtern im Lichte der Statistik betrachten”.

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