Jede Riester-Rente stellt an sich schon einen Gewinn dar

4.12.2020 – Man kann die Renditeminderung doch auch noch griffiger darstellen. Zwei Prozent Renditeminderung bedeuten für eine Investition über 35 Jahre Laufzeit, dass gegenüber der vollen Rendite nur etwa die Hälfte verbleibt. Bei drei Prozent Renditeminderung verbleiben über 35 Jahre Investitionsdauer nur etwa zwei Fünftel dessen, was bei voller Rendite an Ergebnis erzielt worden wäre.

Wenn die Rendite aber nur hoch genug ist, verbleibt trotzdem noch genug. Wenn nicht, dann kann aber anfangs dennoch zumindest die Chance darauf bestanden haben, mit dem Risiko verbunden, dass es dann schlechter kommt. Auch gegebenenfalls, weil die Renditeminderung bei höheren Chancen und Risiken gemäß Risikoprofil tendenziell auch stärker ist.

Insbesondere bei Anspruch auf hohe Zulagen kann dennoch auf die selbst gezahlten Beiträge ein sehr gutes Ergebnis herauskommen. Gegebenenfalls selbst dann, wenn nicht nominal gerechnet, sondern real unter Berücksichtigung der Geldentwertung.

Ohnehin ist Altersvorsorge alternativlos und auch bei realen oder nominalen Negativrenditen kann man auf ein ergänzendes Einkommen im Alter nicht einfach so verzichten. Jede Riester-Rente stellt daher an sich schon einen Gewinn dar.

Auch das Einlagern von Vorräten lohnt sich, obwohl diese sich nicht vermehren, das Einlagern Aufwand kostet und diese zum Teil später dann doch an Qualität verlieren oder gar entsorgt werden müssen. Außer – wie ein Benediktiner neulich sagte – Obst, das als Hochprozentiges nahezu ungegrenzt lagerbar ist.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Neuer Streit um Kostenbelastung bei Riester-Policen”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Private Krankenversicherung · Rente · Riester
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