IDD schafft eine Zweiklassengesellschaft der Beratung

16.6.2017 – Gebraucht wird in einem älter werdenden Rentensystem eine neue Denkweise sowie ein Systemwechsel der Rentenpolitik. Wer die Beratung von unabhängigen Beratern auf die Gier nach Provision reduziert, vergisst den beherrschenden Einfluss der tatsächlichen Lenker des Systems, nämlich die Produktseite.

Bei Weitem nicht jeder Versicherungsberater erwirtschaftet ausreichende Mittel, um seinen Betrieb ohne zusätzliche Einnahmen aufrecht erhalten zu können. Gleichzeitig verdient die überwiegende Anzahl der Berater weniger als ein Angestellter in der Versicherungswirtschaft.

Verstanden werden muss, dass Beratung Geld kostet, und ob ich mein Büro Kanzlei nennen darf oder nicht, spielt wohl die geringste Rolle. Wer denkt, ohne Beratung seine Vorsorge optimal selbst zu bewerkstelligen, kann dies im unsäglich raffgierigen System des Multichannel-Vertriebs gerne tun, Braucht dann aber auch keinen Versicherungsberater.

Die IDD ist der bestens organisierte Angriff 3.0 auf die Maklerschaft, welche gerne unabhängig agiert, aber zum Teil seitens der Anbieter bei entsprechendem Mandant auch nur als Postdienststelle missbraucht wird und keinesfalls eine vom Versicherungsnehmer bezahlte Beratungsgebühr durchgeleitet erhält.

Die IDD schafft eine Zweiklassengesellschaft der Beratung, denn wer die Maklerschaft in die Provisionsabhängigkeit zwingt, untergräbt den Sachwalterauftrag des Maklers und schafft somit diese bisweilen noch unabhängige Beratung ab. Teurer wird es für diejenigen, welche sich unabhängige Beratung leisten.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Leserbrief: „Gebraucht wird eine das wirkliche Risiko absichernde Rente”.

Schlagwörter zu diesem Artikel
IDD · Provision · Rente · Versicherungsberater
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