GKV statt Beihilfe verschärft die „Zeitbombe”

24.4.2019 – Die hier zitierte „Notbremse” einiger Länder wird die tickende Zeitbombe für die öffentlichen Haushalte nicht entschärfen, sondern im Gegenteil verschlimmern. Denn die Kosten der staatlichen Beihilfe für Beamte werden dadurch begrenzt, dass jeweils für 30 bis 50 Prozent der Leistungen eine private Krankenversicherung (PKV) besteht, in der die Beamten wie alle Privatversicherten eine kapitalgedeckte Vorsorge für ihre Gesundheitskosten im Alter aufbauen.

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Eine Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hingegen baut null Vorsorge auf, hier werden die absehbar hohen Gesundheitskosten von immer mehr Älteren komplett zulasten von immer weniger Jüngeren verschoben auf die Beitragszahler der Zukunft.

Übrigens: Für jeden einzelnen Neubeamten mit GKV-Arbeitgeberzuschuss entstehen insgesamt über 30 Jahre lang höhere Kosten zulasten der Steuerzahler als in der bewährten Kombination von Beihilfe und PKV. In den ersten Jahren betragen die Mehrkosten pro Kopf rund 1.300 Euro, nach zehn bis 15 Jahren sind es immer noch über 700 Euro pro Jahr.

Bis etwa zum 57. Lebensjahr werden die durchschnittlichen GKV-Zuschüsse teurer sein als die Beihilfekosten. Angesichts dieses finanziellen Risikos haben die allermeisten Bundesländer diese Idee verworfen.

Stefan Reker (PKV-Verband)

stefan.reker@pkv.de

zum Leserbrief: „Beihilfekosten sind eine tickende Zeitbombe”.

Leserbriefe zum Leserbrief:

+Günther A. Görlich - Pension und Beihilfe sind lebenslange Verpflichtungen des Dienstherrn. mehr ...

Peter Schramm - Diese Verpflichtungen sind heute bereits kapitalgedeckt. mehr ...

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