WERBUNG

Drehorgel und Gewerbelizenz vom Staat

1.11.2019 – Die Lösungen für Menschen, die nicht bis Alter 67 in ihrem Beruf durchhalten, oder später bis 69 oder 70, sind die gleichen, wie heute schon für diejenigen, die nicht bis 65 durchhalten. Wenn Maßnahmen der Rentenversicherung zu ihrer Rehabilitation nicht helfen, in ihren Beruf wenigstens eingeschränkt zurückzukehren, wechseln sie nämlich den Beruf und sind in einem anderen, dann gebenenfalls fallweise auch zeitlich eingeschränkt, erwerbstätig.

WERBUNG

Der Lagerarbeiter im Baumarkt kann an die Kasse oder in die Beratung wechseln und der Feuerwehrmann kann Pförtner bei der Versicherung werden. Dies ist gesetzlich so gewollt, denn die Berufsunfähigkeits-Rente wurde schon vor vielen Jahren durch die Erwerbsunfähigkeits-Rente ersetzt, mit bei eingeschränkter Rest-Erwerbsfähigkeit für alle in Frage kommenden Tätigkeiten auch nur einer Teilerwerbs-Unfähigkeitsrente.

Schon im Kaiserreich und bereits in Preußen und Wien erhielten invalide Soldaten vom Staat eine Drehorgel und eine Gewerbelizenz, um sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Und bereits Bismarck setzte 1889 das Rentenbeginnalter auf Alter 70, wenn zuvor 30 Jahre lang Beiträge gezahlt wurden, bei damals einem Beitragssatz von 1,7 Prozent.

Klar können nicht alle bis Alter 69 im Erwerbsleben bleiben. Für diese ist aber doch gesorgt, so mit Erwerbsunfähigkeits-Rente oder auch vorgezogener Altersrente. Warum sollen also dazu noch Fähige nicht irgendwie weiter arbeiten und solidarisch Beiträge für die spätere Regelaltersrente einzahlen?

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Rentenzugang staatlich regeln oder selbst bestimmen?”.

WERBUNG
Neue Chancen im Versicherungsvertrieb

Die Corona-Pandemie hat sich spürbar auf die Geschäfts-
ausübung in den Vermittler-
betrieben ausgewirkt. In der neuen BVK-Studie 2020/2021 erfahren Sie, wie sich bestimmte Arbeitsweisen verändert haben und welche positiven Aspekte die Vermittler ihr abgewinnen können. Mehr erfahren Sie hier...

Kurzumfrage – Ihre Meinung ist gefragt!

weitere Leserbriefe
31.10.2019 – Klaus Rückert zum Artikel „Rentenzugang staatlich regeln oder selbst bestimmen?” mehr ...
WERBUNG