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Die Durchschnittszahlen geben die Realität nicht adäquat wieder

16.12.2019 – Die Durchschnittszahlen des WIP geben die Realität nicht adäquat wieder, da immer wieder neue Tarife aufgelegt werden, die in den ersten Jahren mit keinen oder geringen Kostensteigerungen glänzen und möglicherweise auch aus vertrieblichen Gründen von vornherein viel zu optimistisch kalkuliert sind.

Die großen Sprünge kommen dann, wenn Versicherte aus gesundheitlichen oder Altersgründen keine Möglichkeit mehr haben, zu wechseln, und die inzwischen für Neuzugänge geschlossenen Tarife wegen Überalterung mit überbordenden Kostensteigerungen kämpfen.

Beim Alttarif Bonus EL-N der Axa kam es beispielsweise allein in den vergangenen sieben Jahren zu Prämienerhöhungen von bis zu 150 Prozent beziehungsweise 14 Prozent pro Jahr. Dies ist mit den üblichen Parametern (Demografie, Zinstief, medizinischer Fortschritt) nicht zu begründen.

Die Prämiensteigerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung beruhen dagegen vor allem darauf, dass das Durchschnittseinkommen steigt und die Bemessungsgrenzen entsprechend angehoben werden. Letztere sind für Beitragszahlende viel besser kalkulier- und tragbar als die teilweise drastischen Erhöhungen bei einzelnen PKV-Anbietern.

Oliver Ginsberg

o.ginsberg@tetrateam.de

zum Artikel: „PKV-Beiträge steigen vergleichsweise moderat”.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Demografie · Gesundheitsreform · Private Krankenversicherung
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