So geht Konfliktlösung im Büro

29.8.2025 – Streitereien können den Betriebsablauf empfindlich stören. Um sie zu unterbinden beziehungsweise frühzeitig und wirkungsvoll zu schlichten, helfen die nachfolgenden fünf Tipps.

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In Vermittlerunternehmen arbeiten unterschiedliche Charaktere zusammen: Makler oder Vertreter, Kundenberater, Außendienstmitarbeiter und Verwaltung. Das kann zu Missverständnissen und sogar langfristigen Konflikten führen. Deswegen ist es für das Betriebsklima und den Unternehmenserfolg wichtig, Streitigkeiten zügig, respektvoll und lösungsorientiert anzugehen. Hierzu fünf Tipps.

Erstens: frühzeitig ansprechen

Ungeklärte Spannungen schwelen im Hintergrund, im schlimmsten Fall eskalieren sie richtig. Gerade in kleineren Büros macht sich das besonders bemerkbar.

Haben Sie als Inhaber ein waches Ohr für Unstimmigkeiten und sprechen Sie diese zeitnah und sachlich an. Das verhindert, dass sich Missverständnisse verfestigen und die Zusammenarbeit und letztlich die Kunden darunter leiden.

Warten Sie nicht auf den richtigen Moment, sondern schaffen Sie ihn: Je aktueller der Vorfall, desto leichter lässt er sich klären.

Zweitens: das Anliegen des anderen verstehen

In Konflikten hören wir oft nur das, was unsere eigene Sicht bestätigt. Wir wollen gerne „gewinnen“ und Recht haben. Das verhärtet die Fronten.

Selbst wenn Sie es nicht mehr hören können: Üben Sie aktives Zuhören. Idealerweise bedeutet das, dass Sie Ihren Gesprächspartner ausreden lassen und anschließend das Gesagte zusammenfassen. Um Missverständnisse zu vermeiden, fragen Sie nach, ob das Resümee so stimmt.

Drittens: auf die Sachebene zurückkehren

Emotionen gehören zum Menschen, deshalb gehört die Beziehungsebene zu Gesprächen. Im beruflichen Alltag sollte sie aber nicht im Vordergrund stehen. Es sei denn, die Beziehung zwischen den beiden Angestellten ist dauerhaft konfliktgeladen.

Bei einfachen Missverständnissen kehren Sie bewusst auf die sachliche Ebene zurück. Erklären Sie beispielsweise, dass diese Aufgaben und Prozesse nicht zusammenpassen. Verweisen Sie darauf, wie sich die Missverständnisse auf die Versicherungskunden auswirken. Dann findet sich eine Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist, und Prozesse werden wieder zum Laufen gebracht.

Viertens: gemeinsame Ziele bewusst machen

In einem Unternehmen sollte es um Kundenzufriedenheit, effiziente Abläufe und den wirtschaftlichen Erfolg gehen. Wenn Sie als Inhaber diese gemeinsamen Ziele betonen, schaffen Sie eine Basis für konstruktive und damit produktive Zusammenarbeit.

Es sollte nicht darum gehen, wer Recht hat und wer die größere Macht besitzt.

Fünftens: Vereinbarungen treffen

Gerne einigen sich Konfliktparteien vorschnell.

Wichtig ist, dass klare Absprachen getroffen und schriftlich festgehalten werden: Das muss verändert werden. XY übernimmt diese Aufgabe und ab dem Zeitpunkt Z wird der Prozess umgesetzt.

Jens Gieseler

Der Autor ist freier Kommunikationsberater und Journalist.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Kundenzufriedenheit · Vermittlerunternehmen
 
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