8.6.2023 (€) – Bei Maklern und Mehrfachvertreter lief der Absatz von Kraftfahrt-Versicherungen zuletzt am besten. Dahinter folgen die Geschäftsfelder Privathaftpflicht und Hausrat. Schlusslicht ist die Vertrauensschaden-Versicherung. Zu den großen Gewinnern gehören die betriebliche Krankenversicherung und die Sterbegeldversicherung. Deutlich nach unten ging es unter anderem für das Kfz-Flottengeschäft (von sieben auf 19). Dies zeigen die Asscompact Trends II/2023.
Welche Policen in der Absatzhitparade der Makler für das erste Quartal 2023 vorne und welche hinten liegen, zeigen die Asscompact Trends II/2023 der BBG Betriebsberatungs GmbH.
426 unabhängige Vermittler gaben Auskunft
Die im Quartalsrhythmus durchgeführte Studienreihe beruht auf einer Onlinebefragung zu Vertriebsthemen von jeweils mehreren hundert unabhängigen Vermittlern. Die Nettostichprobengröße der aktuellen Auflage wird mit 426 Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern angegeben.
Durchgeführt wurde die Befragung zwischen Ende März und Mitte April 2023. Unter anderem sollten die Teilnehmer den Absatz in der zurückliegenden Dreimonatsperiode in etwa 40 Produktlinien bewerten sowie die jeweils favorisierten Anbieter benennen.
Kfz-Versicherung verteidigt Spitzenposition
Den Spitzenplatz belegt wie im Vorquartal, in den der Wechselstichtag fiel (VersicherungsJournal 8.3.2023), die Kraftfahrzeug-Sparte. Dass die Kfz-Versicherung in einem zweiten Quartal die Pole Position verteidigte, war zuletzt vor drei Jahren zu beobachten (9.6.2020).
Dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge die Privathaftpflicht- und die Hausratversicherung. Die drei Produktgruppen liegen ungewöhnlich nah beieinander. Für jeweils mehr als zwei Drittel der Interviewten liefen die Geschäfte zuletzt „(sehr) gut“. Auf der anderen Seite votierten nur zwischen sieben Prozent (Kfz) und vier Prozent (Hausrat) mit „(sehr) schlecht“.
Wohngebäudeversicherung an vierter Position
Weiterhin an vierter Stelle liegt die Wohngebäudeversicherung mit einem Anteil an positiven Beurteilungen von fast 60 Prozent. Dahinter folgen mit jeweils über 50 Prozent das Segment Investmentfonds (von acht auf fünf), die Berufsunfähigkeits-Versicherung (von fünf auf sechs), das Geschäftsfeld Beteiligungen (von zwölf auf sieben) und die Rechtsschutz-Versicherung für Privatkunden (von sechs auf acht).
Auf Position neun schaffte es erneut die Risiko-Lebensversicherung, während es für die Betriebs-/ Berufshaftpflicht-Versicherung von 15 auf zehn nach oben ging. Aus der Top Ten herausgefallen sind die Kfz-Flotten- sowie die Tierhalterhaftpflicht-Versicherung.
Neues Schlusslicht Vertrauensschaden-Versicherung
Am anderen Ende der Rangliste finden sich „die üblichen Verdächtigen“ wieder. Schlusslicht ist wie schon zwei Studienauflagen zuvor (6.12.2022) die Vertrauensschaden-Versicherung, für die es von 36 auf 41 nach unten ging. Zuletzt bezeichnete nur jeder neunte Umfrageteilnehmer den Absatz als „(sehr) gut“. Dem stand ein Anteil von über der Hälfte an „(sehr) schlechten“ Beurteilungen gegenüber.
Nur unwesentlich besser sieht es bei der Gruppenunfall- (weiterhin an 40. Stelle) sowie die klassische Lebensversicherung (von 33 auf 39) aus. Hier ordnete auch nur gut jeder achte Interviewte das Geschäft als „(sehr) gut“ ein, dafür aber fast 50 Prozent (Gruppenunfall) und sogar annähernd 60 Prozent (LV-Klassik) als „(sehr) schlecht“.
Auf vergleichsweise niedrige positive Anteile von jeweils rund einem Sechstel kommen ferner noch die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung, Schlusslicht in der Dreimonatsperiode zuvor, sowie die Rürup-Vorsorge (von 26 auf 37).
Auf- und Absteiger
Zu den großen Absteigern gehört neben der Kfz-Flottenversicherung (von sieben auf 19) und den soeben aufgeführten Segmenten Rürup-Vorsorge, LV-Klassik und Vertrauensschaden auch die Kindervorsorge (von 23 auf 27) und die Grundfähigkeits-Versicherung (von 27 auf 31).
Deutlich nach oben zeigte die Kurve hingegen für die auch insgesamt boomende betriebliche Krankenversicherung (bKV; von 28 auf 18) (30.1.2023) sowie die Sterbegeld-Versicherung (von 32 auf 23). Beide Felder hatten im Vorquartal noch kräftig Federn lassen müssen.
Der 205-seitige Berichtsband der Asscompact Trends II/2023 kostet 1.785 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Preisnachlass bei Jahresabonnement). Er kann bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.






