Vema intensiviert die Vermittler-Unterstützung

27.3.2019 – Auf den Vema-Tagen 2019 hat die Makler-Genossenschaft auf ihre Geschäftstätigkeit zurückgeblickt und neue Ausbildungs- und EDV-Projekte vorgestellt.

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Die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft e.G. veranstaltet am Dienstag und Mittwoch dieser Woche in Kassel ihren Jahreskongress. Mit mehr als 1.600 (Vorjahr 1.400) angemeldeten Teilnehmern aus dem Kreis der Makler erreicht der Zuspruch in diesem Jahr wieder ein neues Rekordniveau.

Dazu kommen 550 (500) Vertreter von Produktpartnern und Dienstleistern, die sich an über 100 Messeständen präsentiert haben.

Inzwischen mehr als 3.000 Partner

Im Rahmen dieser Vema-Tage berichtete das Unternehmen über einen Anstieg der Zahl der Partnerbetriebe im vergangenen Jahr um 290 auf 3.098 mit mehr als 20.000 Mitarbeitern. Von den Betrieben sind 926 gleichzeitig Mitglied der Genossenschaft.

Kennzahlen der Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft e.G.

2018

2017

Veränderung

Partnerbetriebe, Anzahl

3.098

2.761

+12,2%

Personen in den Partnerbetrieben, Anzahl

20.194

17.891

+12,8%

Vema-Mitarbeiter

105

75

+40,0%

Vorstandsmitglied Hermann Hübner schätzt die Zahl der mittelständischen Versicherungsmakler, die als weitere Partner der Genossenschaft in Frage kommen, auf 2.000 Betriebe ein. Er stellt sich vor, von diesem Potenzial tatsächlich ein Drittel zu erreichen.

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150 Millionen Euro Provisionsvolumen

Die Vema ist überwiegend als Verbund tätig, bei dem die angeschlossenen Makler ihre Courtagen direkt von den Versicherern erhalten. Dieses Modell hält der Vorstand „weiterhin für sehr wichtig“. In kleinem Maße betätigt sich die Gesellschaft auch als Pool.

Von links: Andreas Brunner, Hermann Hübner (Bild: Meyer)
Von links: Andreas Brunner, Hermann Hübner
(Bild: Meyer)

Das macht sie insbesondere bei Versicherern, die zwar eine Zusammenarbeit anbieten, jedoch nicht bereit sind, die bei der Verbund-Lösung notwendige „Overhead-Courtage“ an die Vema zusätzlich zur direkten Maklercourtage zu zahlen. Als Beispiele solcher Versicherer nannte Hübner Hansemerkur, Uelzener, einige Provinzial-Anstalten sowie mehrere Kreditversicherer.

Das Volumen der von den Partnermaklern erwirtschafteten Provisionen wird sich nach Hübners Prognose in 2019 einschließlich der Vergütungen für die Genossenschaft um ein Viertel auf über 150 Millionen Euro erhöhen. Die Vema selbst hat ihren Umsatz 2018 um ein Viertel auf etwa 16 Millionen Euro gesteigert. Darin sind vier Millionen Euro enthalten, die an die angeschlossenen Makler zurückgeflossen sind.

Der Stand der Kapitalanlagen bezifferte der Vorstand auf zehn Millionen Euro. Damit sei die Vema ausreichend gerüstet, alle notwendigen Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren. Das gelte auch für ein in Bau befindliches Akademiegebäude in Karlsruhe, das in diesem Sommer in den Betrieb gehen soll.

Weiterbildungsangebot erweitert

Nach Angabe von Vorstandsmitglied Andreas Brunner verzeichnete die hauseigene Akademie im vorherigen Geschäftsjahr fast 110.000 Teilnahmen an Schulungen, das ist gegenüber dem Vorjahr mehr als eine Verdoppelung. Damit sieht man sich als der führende Weiterbildungsanbieter für Makler.

Fast die Hälfte der Weiterbildungen entfielen auf die 350 angebotenen Schulungsvideos. Die werden teilweise live, aber überwiegend als rund um die Uhr verfügbare „Konserven“ angeboten. Hier hat sich die Nachfrage fast verfünffacht.

Neu eingeführt wurde ein 6-Tage-Workshop „Fachberater Firmenvorsorge“ und ein Zertifikatslehrgang „Fachberater Consultant Versicherungsmakler“. Viele Schulungen werden den Partner und deren Mitarbeitern kostenlos angeboten.

Vertriebsorientierte Technik

Intensiv verfolgt die Genossenschaft auch ihre Digitalisierungsprojekte. „Hier werden wir sehr viel investieren“, sagte Hübner.

Dazu gehört das Erneuern des Tarifrechners, der nun zum Beispiel auch die Produkte mehrerer Versicherer in einem Angebot aufführen könne. Bis Ende 2019 sollen die wichtigsten Lebensversicherer eingebunden werden.

Die Anwendung „VEMAdata“ vernetzt die Verwaltungsprogramme der Makler (MVP) mit dem Extranet der Genossenschaft, denen der Versicherer und anderen Quellen. Inzwischen könnten 92 Prozent der Dokumente der Versicherer über die Vema-Postbox automatisiert abgeholt werden.

Aus den zusammengefassten Daten bietet die Vema den Maklern Auswertungen an, die vertrieblich genutzt werden können. Werden über das System Kunden selektiert, die einen bestimmten Bedarf haben, so können diese gezielt angesprochen werden. Für Aktion und Kampagnen stünden 50 Landingpages zur Verfügung, die an das Design der Partner angepasst werden könnten.

Externe Maklerverwaltungsprogramme werden weiter unterstützt

Die Entwicklung sieht Hübner längst nicht als abgeschlossen ab, die Möglichkeiten der Verschlankung der Prozesse im Maklerbüro oder die Chance auf Umsatzsteigerung seien noch längst nicht ausgeschöpft.

Nicht integrieren will die Vema die Bedarfsanalyse nach DIN 77230 (VersicherungsJournal 24.1.2019, Medienspiegel 16.1.2019, 15.6.2018, 21.4.2015). Hübner hält diese für „überflüssig wie einen Kropf“, denn sie sei „unvollständig und fehlerhaft“.

Bei den MVP agiert die Genossenschaft zweigleisig. Die Zusammenarbeit mit den Herstellern dieser Programme werde intensiviert. Gleichzeitig werde das hauseigene CRM-System weiter entwickelt.

Arno Falkenstein als Aufsichtsrat verabschiedet

Von links: Arno Falkenstein, Udo Bayer (Bild: Meyer)
Von links: Arno Falkenstein, Udo Bayer (Bild: Meyer)

Udo Bayer, Vorsitzender des Aufsichtsrats, hat Arno Falkenstein aus seinem Amt als Mitglied des Aufsichtsrats verabschiedet.

Falkenstein ist Gründungsmitglied der Genossenschaft und gehörte dem Gremium seitdem 22 Jahre lang an.

Bayer sagte: „Durch seinen unermüdlichen Einsatz konnte Herr Falkenstein maßgeblich zur Entwicklung der Vema beitragen.

Sein pragmatisches, immer sehr zielorientiertes Wesen machten ihn zu einer steten Stütze, bei der die Sache selbst immer im Mittelpunkt stand.“

Falkenstein hat auf eine Wiederwahl verzichtetet. Einen Nachfolger wählt die Mitgliederversammlung am Mittwoch.

 
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