Nach welchen Versicherungen am häufigsten „gegoogelt“ wird

13.7.2018 – Mediaworx hat untersucht, wie sich das Suchverhalten bei Google mit Blick auf einzelne Versicherungsprodukte im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entwickelt hat. Besonders stark zugelegt haben demnach nach absoluten Zahlen Sterbegeld- und Zahnzusatz-Versicherungen, während das Suchinteresse nach Kfz-Policen am stärksten nachgelassen hat. Rentenversicherungen führen das Such-Ranking an.

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Die Unternehmensberatung Mediaworx Berlin AG hat die Google-Suchanfragen aus Deutschland nach Versicherungen aus dem zweiten Quartal 2018 analysiert und daraus ein Ranking erstellt. Zudem wurden sowohl die absoluten als auch die relativen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ermittelt.

Mit Letzterem sollen auch Auffälligkeiten bei Nischenprodukten sichtbar gemacht werden. Allerdings dürfen die absoluten Werte nicht mit einzelnen Nutzern gleichgesetzt werden, da ein Nutzer auch mehrere Suchanfragen stellen kann, hebt Mediaworx hervor.

„Außerdem sollte man nicht an den exakten Daten festhalten. Diese sind stark auf- beziehungsweise abgerundet, wodurch einige Versicherungen gleich oft gesucht werden. Vielmehr soll das Ranking eine ungefähre Einschätzung der Popularität eines Versicherungsprodukts widerspiegeln“, erläutert die Unternehmensberatung die ermittelten Daten.

Die gefragtesten Versicherungsprodukte

Insgesamt gab es zwischen April und Juni rund 1,27 Millionen Suchanfragen nach Versicherungsprodukten. Das waren knapp 50.000 beziehungsweise rund vier Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres. Gleichzeitig waren es etwa 50.000 Anfragen weniger als zwischen Januar und März dieses Jahres (VersicherungsJournal 19.4.2018).

An der Spitze der 170 untersuchten Schlagwörtern liegt der Auswertung von Mediaworx zufolge mit 110.000 monatlichen Anfragen der Suchbegriff „Rentenversicherung“. Vergleichsweise viele Gesuche über Google gab es mit jeweils gut 90.000 auch nach „Kfz-Versicherung“, „Reiserücktritts-Versicherung“ sowie „Rechtsschutz-Versicherung“.

Dahinter folgen die Begriffe „Haftpflichtversicherung“, „Zahnzusatzversicherung“, „Hausratversicherung“ und „Berufsunfähigkeits-Versicherung“ (BU-Versicherung). Hierfür gab es im zweiten Quartal zwischen 74.000 und 49.500 Google-Anfragen pro Monat.

Suchanfragen - Rangliste (Bild: Wichert)

Kfz-Versicherungen im Abwärtstrend

Zu den großen Verlierern nach absoluten Zahlen gehört insbesondere die Kfz-Versicherung mit einem Minus im unteren fünfstelligen Bereich. Auch die Suchfrequenz nach Handy- sowie Drohnenversicherungen hat zwischen April und Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vergleichsweise stark nachgelassen.

Andererseits hatten Sterbegeld- und Zahnzusatz-Versicherungen absolut gesehen die größten Zuwächse zu verzeichnen. Diese bewegten sich im unteren fünfstelligen Bereich. Eine Steigerung im hohen vierstelligen Bereich gab es für die BU-Versicherung.

Suchanfragen - Veränderung (Bild: Wichert)

Relativ deutlich häufiger wurde zuletzt nach Sterbegeld-, Wasserschaden- sowie Arbeitsrechtsschutz-Versicherungen und Geschäfts- sowie Gewerbehaftflicht-Versicherung gesucht. Die Zahl der monatlichen Anfragen war zwischen April und Juni 2018 jeweils in etwa doppelt so groß wie im zweiten Quartal des Vorjahres.

Deutlich seltener wurde hingegen nach Vermieterrechtsschutz-Versicherungen „gegoogelt“. Hier ging es um gut ein Fünftel abwärts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Riester-Rente im Aufwind

Ein Blick auf die Versicherungsprodukte zur Altersvorsorge zeigt ein etwas überraschendes Bild. Denn keines dieser Produkte (ab 1.000 Anfragen) ist im zweiten Quartal seltener via Google nachgefragt worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Sogar um jeweils ein gutes Fünftel zugenommen hat die Suchanzahl nach Lösungen zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) sowie nach der Riester-Rente. Letztere befand sich bereits im Auftaktquartal dieses Jahres im Aufwind im Suchanfragen-Ranking.

In den Absatzzahlen schlug sich dies allerdings zuletzt noch nicht nieder – ganz im Gegenteil. Denn laut der aktuellen amtlichen Riester-Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gab es zwischen Januar und März – erst zum dritten Mal überhaupt – netto einen Rückgang beim Gesamtbestand an Riester-Verträgen (VersicherungsJournal 3.7.2018).

Die Auswertung von Mediaworx steht unter diesem Link zum kostenlosen Abruf bereit.

 
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