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Mit Einbruchschutz kann sich der Vermittler nützlich machen

6.11.2019 – Die Schadenpräventions-Beratung, zum Beispiel für Kunden aus einbruchgefährdeten Branchen, wird zunehmend wichtig. Makler können damit die Kundenbindung stärken. Zudem berücksichtigen bereits viele Versicherer Präventionsmaßnahmen in der Versicherungsprämie. Für Vermittler ist es daher von großem Vorteil, sich mit dem Thema zu beschäftigen, schreibt Michael Jeinsen, Spezialmakler und Heilwesenexperte, in seinem Gastbeitrag.

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Gerade in Apotheken und Zahnarztpraxen sind Einbrüche nicht nur weit verbreitet, sondern auch ausgesprochen folgenreich. In Apotheken stellen sie mit Abstand die häufigste Schadenursache dar und bei Zahnärzten legen sie regelmäßig den Betrieb lahm.

In Apotheken suchen die Diebe neben Geld vor allem nach Betäubungsmitteln und in der Szene gefragten „Aufputschmitteln“ wie Tilidin oder Viagra. Bei Zahnärzten dagegen haben sie es vor allem auf die teuren Bohrköpfe der Behandlungseinheiten abgesehen. Ohne diese kann die Praxis jedoch am Folgetag nicht arbeiten.

Beratung zur Schadensprävention

Für Versicherungsmakler, die solch einbruchgefährdete Kundschaft betreuen, kann es deshalb aus mehreren Gründen von großem Nutzen sein, sich im Rahmen ihrer Schadenpräventions-Beratung mit dem Thema Einbruchsicherung zu beschäftigen. Denn die üblichen Sicherungen sowie die gängigen Alarmsysteme verhindern solche Einbrüche so gut wie nie.

Das liegt vor allem daran, dass diese Einbrüche extrem schnell vonstattengehen, die Diebe müssen nichts suchen. Sie wissen genau, wo die Objekte ihrer Begierde in Apotheken und Zahnarztpraxen lagern.

Denn Apothekern ist vorgeschrieben, dass sie ihren Betäubungsmittelschrank (BTM-Schrank) deutlich sichtbar zu kennzeichnen haben und die Medikamente im Apothekerschrank alphabetisch einzuordnen sind. Tilidin also bei „T“ und Viagra ist dann auch klar.

Und wo die teuren Bohrköpfe und das gesamte sonstige „Besteck“ bei jedem Zahnarzt liegt, wissen alle, die jemals eine Zahnbehandlung erlebt haben: immer in den obersten Schubladen rund um die Behandlungseinheiten.

Live-Verifikation bei einer Alarmanlage entlastet die Versicherer

Die Einbrüche dauern also nur Minuten. Sie sind damit viel zu kurz, um Sicherheitsdiensten oder Polizei eine Chance zu lassen, die Diebe auf frischer Tat zu ertappen. Doch die Erfolgschancen lassen sich heutzutage deutlich steigern: mit Alarmverifikation und Live-Täteransprache aus der Ferne. Die nachweislich hohe Erfolgsquote der Live-Verifikation wird auch von vielen Versicherern bereits mitgetragen.

Christoph Lay (Bild: 180Grad Sicherheit)
Christoph Lay (Bild: 180Grad Sicherheit)

Zu den Mängeln herkömmlicher Systeme meint Christoph Lay, Geschäftsführer des Dienstleisters 180Grad Sicherheit GmbH: „Wer reagiert denn heutzutage wirklich noch auf eine Blitzlichtsirene und ruft die Polizei? Das lautstarke Geräusch muss gesetzlich bereits nach 180 Sekunden verstummen und übrig bleibt ein roter Lichtkegel, der einen Einbruch verhindern soll. Die Vorstellung hinkt, denn auch Einbrecher wissen um die Funktionsweise einer klassischen Alarmanlage und richten sich darauf ein.“

Das blinkende Licht vertreibt niemanden also mehr und auf die Mithilfe von zufällig vorbeikommenden Passanten kann man nicht vertrauen, vor allem in ruhigen Gewerbegebieten nicht.

Übrigens: Wegen dauernder Fehlalarme und nächtlicher Ruhestörung der Nachbarn und/oder der Inhaber oder wegen hoffnungsloser technischer Überalterung ist die Mehrzahl aller älteren konventionellen Alarmanlagen in Apotheken sowieso meist ausgeschaltet.

Alarmanlage mit Aufschaltung und Fernüberwachung

Bei einer Internetrecherche nach passenden Sicherheitskonzepten merkt man schnell: Alarmanlage ist nicht gleich Alarmanlage. Und nicht jeder Wachdienst muss ein professioneller Dienstleister sein.

Was also kann man als Unternehmer tun, um seinen Betrieb wirklich effektiv und zu jeder Tages- und Nachtzeit geschützt zu wissen? Die Antwort erscheint so einfach wie simpel: Reaktion. Nur wenn bei einem Alarm auch unmittelbar reagiert werden kann, können Täter vertrieben und größere Schäden verhindert werden. Das bedeutet, dass man bereits präventiv Maßnahmen ergreifen muss, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Durch die Aufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle kann ein Objekt rund um die Uhr bewacht werden, ohne dass Personal vor Ort sein muss. Die Fernüberwachung mittels moderner Technik macht eine Alarmverifikation aus der Ferne möglich.

Das bedeutet, dass unmittelbar bei einem Alarm Mitarbeiter des beauftragten Sicherheitsdienstleisters aus ihrer Leitstelle heraus in die bewachten Räumlichkeiten hineinsehen und -hören können. Sie verifizieren, ob ein Echtalarm vorliegt. Das alles passiert innerhalb weniger Sekunden.

Live-Ansprache des Einbrechers

Einbruchschutz (Bild: Susanne Schubert)
Täter-Liveansprache mit etwa
85 db bei einem Einbruch
(Bild: Susanne Schubert)

„Findet in diesem Moment gerade ein Einbruch statt, wird eine lautstarke Live-Täteransprache (mit etwa 85 db) gestartet, die die Täter zur Legitimation auffordert“, erklärt Lay das System. „Kann sich niemand als befugt ausweisen wird unmittelbar die Polizei alarmiert. In fast 100 Prozent aller Fälle flüchten die Täter sofort und hoher Schaden kann verhindert werden.“

Dem Arzt oder Apotheker stehen verschiedene Finanzierungs- und Wartungsmodell offen. Zum Beispiel kann dieser nur eine einmalige Einbaugebühr und dann eine monatliche Mietrate zahlen. Der Sicherheitsdienstleister, in dessen Besitz die Anlage bleibt, übernimmt Wartung und Aktualisierungen.

Hier lohnt es sich, beim Versicherer nach einer Beteiligung zu fragen, etwa nach einem Rabatt auf alle bei ihm laufenden und die Praxis oder Apotheke betreffenden Verträge. Denn für das abgesicherte Objekt sinkt das Risiko eines Großschäden durch Einbruchdiebstahl oder Vandalismus deutlich.

Fakt ist: Nicht jeder Anbieter kann hier die gleiche Qualität liefern. Doch wer mit offenen Augen bei der Dienstleistersuche vorgeht, sollte auf geprüfte Technik und zertifizierte Sicherheit achten. Die einschlägigen Fachzertifikate von der VdS Schadenverhütung GmbH oder dem BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. sind ein wegweisender Indikator dafür.

Einbruchschutz und die Versicherung

Ob Vorgabe des Versicherers oder freier Wille: Die Alarmverifikation aus der Ferne und die Live-Täteransprache tragen maßgeblich und nachweislich zu einer hohen Schadenverhinderungs-Quote bei. Präventiver Einbruchschutz ermöglicht erfreuliche Effekte. Sowohl für den Eigentümer wird das spürbar, denn es entstehen keine großen Schäden mehr, als auch für die Versicherungs-Gesellschaft, die nicht bei jedem Einbruch mit hohen Schadenssummen einspringen muss.

Diesen positiven Veränderungen wird bereits von vielen Versicherern in der Versicherungsprämie ihrer Kunden Rechnung getragen. Es wird sicherlich eine weiterhin positive Entwicklung entlang dieser neuen, effektiven Vorgehensweise geben.

Lesetipp

Das für die Beratung notwendige Wissen über den Apothekenalltag, aber auch Informationen über die üblichen Skurrilitäten des Berufsstandes stellt der Autor in seinem „Apothekerbuch“ vor. Hier werden zudem ausführlich alle relevanten und versicherbaren apothekenspezifischen Risiken erklärt.

Die Zielgruppe Zahnärzte beleuchtet aus Vermittlersicht die Maklerin Nicole Gewert. Ihre Zielgruppenanalyse liefert sie Know-how über den Berufsstand, seine speziellen Bedürfnisse und Lösungsmöglichkeiten auf dem Markt.

Für einen ersten Überblick bietet sich ebenfalls das Webportal www.denphamed.de an, das die damit verbundenen versicherungstechnischen Herausforderungen näher beschreibt und zielgruppengerechte Lösungen erklärt. Näheres zum Einbruchschutz für Apotheken findet sich unter diesem Link. Wie Zahnarztpraxen besser geschützt werden, erfährt der Leser auf dieser Seite.

Michael Jeinsen

Der Autor ist Versicherungsvermittler und arbeitet als Spezialmakler für Apotheker in Berlin.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Apotheker · Diebstahl · Mitarbeiter · Technik · Versicherungsmakler · Versicherungsvermittler · Zahnärzte · Zielgruppe
 
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