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Die Jungen setzen auf Versicherung 2.0

7.12.2018 – Die Amazon- und Google-Generation will mit ihrem Versicherer nur noch digital kommunizieren. Das betrifft nicht nur das Angebot von verständlichen Apps, sondern auch die Schadenabwicklung. Persönliche Beratung tritt dabei in den Hintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Wenn es um ihre Versicherungen geht, ist den Verbrauchern ein einfaches und leicht verständliches Angebot deutlicher wichtiger als eine persönliche Beratung. Besonders die Jüngeren wünschen sich die Möglichkeit, die Kommunikation zu Schadensfällen online abzuwickeln und alle Informationen per App zu erhalten.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.003 Bundesbürgern ab 16 Jahre der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. Die Fragestellung der aktuellen Umfrage lautete: „Wie wichtig sind Ihnen folgende Aspekte Ihrer Versicherung?“.

Welche Aspekte Verbrauchern wichtig sind

Fast alle Befragten (98 Prozent) geben an, dass ihnen Preis und Leistung der Versicherung wichtig sind. 88 Prozent legen außerdem Wert auf einfache und verständliche Angebote. Dahinter folgen „gute Bewertungen in Tests“ mit 76 Prozent sowie eine bekannte Marke des Versicherers (65 Prozent).

Weniger Bedeutung für die Verbraucher haben dagegen folgende Faktoren: eine ausführliche persönliche Beratung (56 Prozent), der Besuch eines Vermittlers in den eigenen vier Wänden (51 Prozent) sowie eine gut zu erreichende Niederlassung des Versicherers (39 Prozent).

Wenig Bedarf an einer persönlichen Beratung

Die Verbraucher seien aus der digitalen Welt hohe Markttransparenz und Kundenorientierung gewohnt. „Wer mit einem Fixbetrag Zugriff auf Millionen Musik- oder Filmtitel hat und beim Online-Shopping die Ware versandkostenfrei noch am selben Tag bekommt, der erwartet auch in Versicherungsfragen Komfort“, sagt Fabian Nadler, Experte für Digital-Insurance beim Digitalverband Bitkom.

„Der Bedarf nach einer traditionellen persönlichen Beratung rückt bei der Entscheidung der Kunden für eine Versicherung dagegen in den Hintergrund“, fasst Nadler.

Wichtig bei Versicherungen (Bild: Bitkom)
Alle Befragten, n = 1.003; Nennenungen „sehr wichtig“ und „wichtig“. Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Bitkom Research)

Junge Kunden wollen Schadenfälle online abwickeln

Das trifft vor allem auf die junge Zielgruppe zu: Für die Jahrgänge zwischen 16 und 29 Jahren spielen digitale Angebote ihrer Versicherung eine bedeutendere Rolle. So geben acht von zehn Befragten in dieser Altersgruppe (80 Prozent) an, dass es ihnen wichtig ist, Schadenfälle schnell online abwickeln zu können. In der Gesamtbevölkerung beträgt dieser Anteil 61 Prozent.

Gerade Insurtechs greifen diese Forderung einer jungen digitalaffinen Zielgruppe verstärkt auf und entwickeln zahlreiche Beispiele für kundenfreundliche Schadenprozesse (VersicherungsJournal 22.10.2018, 29.10.2018).

Apps sind ein Wettbewerbsvorteil

Zwei Drittel der Jüngeren (65 Prozent) legen außerdem Wert darauf, dass der Versicherer Apps anbietet. Bei allen befragten Altersgruppen sind das nur 48 Prozent, die Wert auf digitale Tools legen. Dieser Kundenwunsch ist bei den etablierten Gesellschaften längst angekommen. Viele Anbieter bauen die digitale Kundenbindung immer weiter aus (VersicherungsJournal 5.12.2018, 4.10.2018).

Ebenfalls zwei Drittel (68 Prozent) der 16- bis 29-Jährigen achten auf gute Bewertungen von anderen Kunden auf Online-Vergleichsportalen (Gesamtbevölkerung: 58 Prozent).

Versicherer müssten künftig „ihre Produkte so anpassen, dass sie den stark veränderten Erwartungen der Kunden entsprechen“, so Nadler. „Wer seine Angebote konsequent aus der Sicht des Verbrauchers digital entwickelt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile.“

Schlagwörter zu diesem Artikel
App · Gewerbeordnung · Insurtech · Marketing · Marktforschung · Zielgruppe
 
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