Die größten Ladenhüter im freien Vertrieb

13.6.2018 – Bei unabhängigen Vermittlern läuft derzeit der Absatz von Privathaftpflicht- und Kraftfahrt-Policen am besten, gefolgt von Hausratversicherungen, wie die Asscompact Trends II/2018 zeigen. Unter den Vorsorgeprodukten laufen eigentlich nur bAV-Produkte und Fondspolicen relativ gut. Alle anderen Vorsorge-Produktarten landeten nur in der zweiten Hälfte der insgesamt rund 40 abgefragten Produktgruppen – und dies zum Teil ganz weit hinten.

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Die Kraftfahrt- und die private Haftpflichtversicherung liegen in der Produkthitparade des unabhängigen Vertriebs gleichauf an der Spitze. Dabei verteidigte die Kfz-Versicherung ihre Spitzenposition aus dem Vorquartal (VersicherungsJournal 2.3.2018), während es für die private Haftpflichtversicherung um einen Rang nach oben ging. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Auflage II/2018 der Asscompact Trends.

Privathaftpflicht- sowie Kfz-Geschäft

Die im Quartalsrhythmus von der BBG Betriebsberatungs GmbH und der IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH durchgeführte Studie beruht auf einer Online-Umfrage von jeweils mehreren Hundert Maklern und Mehrfachvertretern. Die Nettostichprobengröße für die aktuelle Auflage wird mit 381 angegeben. Durchgeführt wurde die Befragung zwischen Ende März und Mitte April 2018.

Jeweils mehr als sieben von zehn Vermittlern berichteten von einem „(sehr) gut“ gelaufenen Privathaftpflicht- sowie Kfz-Geschäft im Jahresauftaktquartal. Auf der anderen Seite gab nur etwa jeder 30. (20.) Makler und Mehrfachvertreter an, das Geschäft mit Privathaftpflicht- (Kraftfahrt-) Policen sei „(sehr) schlecht“ gewesen.

Zahlreiche Auf- und Absteiger

Dahinter folgen die Hausratversicherung (von vier auf drei) und das Vermittlungsgeschäft mit Bankenkrediten (von sechs auf vier). Für diese beiden Produktgattungen standen jeweils rund zwei Drittel „(Sehr-) Gut“-Beurteilungen zu Buche.

Auf den Plätzen fünf bis neun liegen die Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung, die Wohngebäudeversicherung, die private Rechtsschutz-Versicherung, Investmentfonds sowie die Risikolebens-Versicherung. Sie weisen Anteile von jeweils über 50 Prozent an „(sehr) guten“ Bewertungen auf.

Dabei ging es für die BU- und die Risikolebens-Versicherung jeweils um zwei Positionen und für die Wohngebäude-Versicherung um einen Rang bergab. Jeweils um einen Platz verbessert haben sich die Rechtsschutz-Versicherung sowie Investmentfonds.

Produkthitparade (Bild: Wichert)

Vorsorgeprodukte im Abwärtsstrudel

Altersvorsorgeprodukte sucht man auf den vorderen Plätzen vergeblich, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Relativ am besten schnitt die betriebliche Altersversorgung ab, die sich unverändert an 15. Stelle wiederfindet. Immerhin mehr als vier von zehn unabhängigen Vermittlern gaben an, dass Geschäft sei zuletzt „(sehr) gut“ gelaufen.

Klassische Lebens- und Rentenversicherungen verbesserten sich vom vorletzten auf den fünftletzten Platz (rund ein Sechstel Anteil an „(sehr) guten“ Bewertungen). Für alle weiteren Vorsorge-Produktgattungen ging es abwärts.

Um zwei Positionen nach unten rutschten Fondspolicen (auf 18), während Indexpolicen (auf 21) und die Riester-Vorsorge (auf 26) jeweils drei Ränge einbüßten. Einmalbeitragspolicen verloren gleich fünf Plätze in der Gunst der unabhängigen Vermittler, die Rürup-Vorsorge gar 13 Positionen (auf 34).

Die größten Ladenhüter

Noch schlechter als klassische Lebens- und Rentenversicherungen und die Rürup-Vorsorge schnitten die Krankenvoll- sowie die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung ab. Hier berichtete nur jeweils gut jeder Siebte von einem zuletzt „(sehr) guten“ Vermittlungsgeschäft, dafür aber bis zu mehr als jeder Vierte von einem „(sehr) schlechten“.

Auf den letzten beiden Positionen rangieren die betriebliche Krankenversicherung (bKV) und die Gruppen-Unfallversicherung. Nur bei jeweils rund jedem achten Befragten lief das Geschäft hier zuletzt „(sehr) gut“, bei jeweils etwa jedem Fünften hingegen „(sehr) schlecht“.

Die Studie „Asscompact Trends II/2018“ kann für 1.368,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Preisnachlass bei Jahresabonnement) bei Florian Stasch per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575838 bestellt werden.

Leserbriefe zum Artikel:

+Wilfried Hartmann - Schlichte Produkte als Topseller. mehr ...

Nicola Kerler - Für das Kfz- und Sachgeschäft benötigt man keinen qualifizierten Vertrieb. mehr ...

Thomas Oelmann - Statistik auf Basis der abgeschlossenen Verträge. mehr ...

 
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