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Wohin es deutsche Rentner als Ruhesitz zieht

11.10.2019 – Rund 240.000 Deutsche ihre Rente im Ausland. Zudem werden über 1,5 Millionen Renten an Ausländer überwiesen. Die meisten im Ausland lebenden deutschen Rentner bleiben im deutschsprachigen Raum. Von den an Ausländern fließenden Renten liegt Italien deutlich vorne. Zur Jahresmitte lagen die brutto Standardrenten zwischen den alten und neuen Bundesländern nur noch um rund 50 Euro auseinander.

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Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat ein neues Faltblatt mit Kerndaten der gesetzlichen Rentenversicherung unter dem Titel „Sicherheit von Anfang an“ aufgelegt. Dabei wird auch aufgeschlüsselt, wie viele Renten an deutsche und an nicht-deutsche Versicherte ins Ausland überwiesen werden.

Nach den vorliegenden Daten bezogen im vergangenen Jahr 240.467 im Ausland lebende Deutsche ihre Altersruhebezüge. Die meisten lebten in der Schweiz (26.390) und in Österreich (25.053). Beliebte Altersruhesitze im Ausland sind auch die USA (24.000) und Spanien (21.377). Als Ruhesitz im Ausland gefragt sind auch Frankreich (17.693) und die Niederlande (10.357).

Die erste Gastarbeiter-Generation bezieht die meisten Renten

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.511.060 Renten an ausländische Versicherte überwiesen. Die meisten Renten haben sich dabei Italiener in Deutschland verdient.

Italiener waren die ersten Gastarbeiter, die in den 1960er Jahren in großer Zahl angeworben worden waren. Insgesamt werden 366.791 Renten nach Italien überwiesen, während sich nur 7.268 Deutsche ihr Rente nach Italien überweisen lassen.

Spanien an zweiter Stelle

Auch aus Spanien waren im letzten Jahrhundert viele Gastarbeiter gekommen. Zuletzt wurden 201.816 Renten an Spanier überwiesen. Es folgen Griechenland (97.539) und die Türkei (71.839).

Die Schwerpunkte dürften sich in den kommenden Jahren verschieben, wenn immer mehr Türken sich ihre in Deutschland erworbenen Rentenansprüche in ihrer Heimat auszahlen lassen. Auch Polen, Rumänen und Bulgaren, die in der aktuellen Grafik nicht auftauchen, dürften an Gewicht zunehmen.

Die Standardrenten in West und Ost nur rund 50 Euro auseinander

Nach den Rentenerhöhungen zum 1. Juli 2019 in den alten Ländern um 3,18 Prozent und in den neuen Ländern um 3,91 Prozent betrug die Brutto-Standardrente im Westen 1.487 Euro und 1.435 Euro im Osten (VersicherungsJournal 21.3.2019). Sie lagen damit nur noch um 52 Euro auseinander.

Im vergangenen Jahr zahlte die Deutsche Rentenversicherung insgesamt 18,25 Millionen Altersrenten aus. Die durchschnittliche Rentenhöhe betrug insgesamt knapp 906 Euro pro Monat und Rentenbezieher, wobei Bezieher einer normalen Altersrente (Regelaltersrente) im Schnitt 640 Euro Rente im Monat erhielten. Bei jedem vierten Neurentner lag die Rentenhöhe sogar unter 450 Euro (8.7.2019, 2.9.2019).

Hinzu kamen im Jahr 2018 1,82 Millionen Erwerbsminderungs-Renten (17.7.2019) und 5,62 Millionen Hinterbliebenen-Renten (9.8.2019). Daneben wurden in gut einer Million Fällen medizinische Reha-Leistungen bewährt.

 
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