Versicherer wittern Geschäft: Weitere Angebote für E-Scooter

11.6.2019 – Gut jeder dritte Volljährige will einer Studie der Swiss Life zufolge in den nächsten drei Jahren einen eigenen E-Scooter kaufen. Weitere 26 Prozent erwägen für Elektro-Tretroller eine kommerzielle Leihe. Die Bayerische, die DEVK, die Huk-Coburg, der LVM, die Öffentliche Braunschweig und die Provinzial Nordwest bieten in der Haftpflichtversicherung 100 Millionen Euro Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Schadenfall beziehungsweise bei Personenschäden bis zu 15 Millionen Euro je geschädigte Person.

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Der E-Scooter-Markt in Deutschland könnte ein Potenzial von mindestens 24,1 Millionen Geräten darstellen, so eine Studie der Swiss Life Select Deutschland GmbH, für die die Yougov Deutschland GmbH im Mai 2.061 Personen online befragt hat.

Die meisten Versicherungsangebote für die Roller mit elektrischem Antrieb sind an den Mofa-Schutz angehangen beziehungsweise von diesem abgeleitet. Doch anders als Mofas scheinen E-Scooter auch für Ältere interessant zu sein. Dies zeigte sich bei einer Umfrage der DEVK Versicherungen (VersicherungsJournal 17.5.2019).

Nachdem die Branche zunächst auf vielfältige Schadenszenarien hingewiesen hatte, kommt nun Schwung in diesen Markt (VersicherungsJournal 8.4.2019)

Teilweise nach Alter

Die Huk-Coburg Versicherungen bieten ab dem 17. Juni für Elektro-Tretroller Haftpflicht- und Teilkaskoschutz an. Für das im Februar endende Versicherungsjahr 2019/2020 kostet der Haftpflichtschutz für Menschen bis zum Alter von 23 Jahren 29 Euro. Ab 23 Jahren beträgt die Prämie 19 Euro.

In der Teilkaskoversicherung ersetzt die Huk-Coburg unter anderem Schäden durch Diebstahl, Raub oder Brand mit einem Selbstbehalt von 150 Euro. Fahrer bis 23 Jahre zahlen 19 Euro; ab 23 Jahren kostet der Schutz 16 Euro.

Beitrag nach der Moped-Versicherung

Bei der DEVK richtet sich der Beitrag nach der Moped-Versicherung. Unterschieden wird bei der Prämie für Haftpflicht- und Teilkasko nach Alter (bis 17 Jahre, von 18 bis 22 Jahre und ab 23 Jahre).

Für die Teilkasko gibt es zwei Selbstbehaltstufen (50 Euro oder 150 Euro). Die Beitragshöhe richtet sich zudem nach der verbleibenden Restlaufzeit für das Versicherungsjahr 2019/2020. Fahrer ab 23 Jahre zahlen für die Haftpflicht bis Ende Juni 36,01 Euro und für das Paket mit Teilkasko (50 Euro Selbstbehalt) 98,40 Euro.

Als besonders preisgünstig beworben

Beim LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. kostet die Haftpflichtversicherung für Elektro-Tretroller jährlich 29 Euro, die Teilkasko mit 150 Euro Selbstbehalt 39 Euro. Auch hier reduziert sich der Jahresbeitrag anteilig: Für die im Juni abgeschlossene E-Scooter-Haftpflicht wird eine Prämie von rund 23 Euro genannt.

Die Versicherungsgruppe die Bayerische, die von sich bereits behauptet hat, erster Anbieter in diesem Bereich zu sein (VersicherungsJournal 5.4.2019), wirbt nun damit, den „aktuell preisgünstigsten E-Scooter-Tarif auf dem Markt“ zu bieten.

Die ab sofort abschließbare Kfz-Haftpflichtversicherung für das Gefährt kostet für Fahrer ab 23 Jahre 2,29 Euro pro Monat (27,48 Euro im Jahr). Die Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung kostet für den Rest des Versicherungsjahres aktuell 43,80 Euro.

Bei Abschluss der Versicherung bis 12.00 Uhr werktags wird eine postalische Zustellung der nötigen Versicherungsplakette am nächsten Werktag garantiert.

Mindestbeitrag

Die Provinzial Nordwest Versicherungen bieten den Haftpflichtschutz für die Roller mit elektrischem Antrieb ohne Altersstaffel für jährlich 29 Euro an.

Bei der Öffentlichen Sachversicherung Braunschweig kostet die Haftpflichtversicherung für E-Scooter 29 Euro für ein komplettes Jahr. Die Teilkaskoversicherung liegt bei 19 Euro.

Je später im Jahr der bis Ende Februar gültige Schutz abgeschlossen wird, desto kleiner die Prämie, wird mitgeteilt. Leider kann man sich über den Schutz auf der Internetseite des Anbieters nicht informieren. Es gibt aber einen Mindestbetrag von 15 Euro für den Haftpflichtschutz.

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