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Gothaer: „Vertriebspartner arbeiten in den Flutgebieten bis zur Erschöpfung“

21.7.2021 – Eine 24-Stunden-Hotline, Garantie für Kündigungsschutz, Versicherungsschutz trotz Vorschaden, Onlinebörse für Hilfsangebote, Überstundenspenden, Konzentration verfügbarer Schadenregulierer sowie Ausweitung der Regulierungs-Vollmachten von Vertriebspartnern. Diese Maßnahmen beschreibt Vertriebsvorstand Oliver Brüß im Interview mit dem VersicherungsJournal. Drei Gothaer-Agenturen seien selber direkt betroffen. Bislang wurden rund 3.300 Schäden gemeldet.

VersicherungsJournal: Tief „Bernd“ hat seit Mittwoch letzter Woche zu massiven Hochwasserschäden geführt. Wie sahen die ersten Reaktionen Ihres Unternehmens als einer der Branchengrößen in der Kompositversicherung aus?

Oliver Brüß (Bild: Gothaer)
Oliver Brüß (Bild: Gothaer)

Oliver Brüß, Vertriebsvorstand im Gothaer-Konzern: Wir setzen in der jetzigen Situation alles daran, um unseren Kundinnen und Kunden so schnell wie möglich zu helfen und unsere Vertriebspartner zu unterstützen.

Unsere Hotline für Schadensmeldungen ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Zudem haben wir Betroffenen über alle verfügbaren Kommunikationskanäle umgehend wichtige Tipps für erste Maßnahmen für die Sicherung betroffener Gebäude und die Dokumentation der Schäden an die Hand gegeben.

Wir haben eine Garantie ausgesprochen, dass es in der Wohngebäudeversicherung keine Kündigungen aufgrund des Naturereignisses „Bernd“ geben wird.

Zudem werden wir Kunden, die sich jetzt für einen Elementarschutz interessieren, aber durch Unwetter geschädigt wurden, trotz Vorschaden Versicherungsschutz anbieten.

In unseren Intranetzen für unseren Exklusivvertrieb und Mitarbeitende, die zum Teil auch selber betroffen sind, haben wir eine Onlinebörse geschaffen, über die Hilfsangebote und Übernachtungs-Möglichkeiten für Kundinnen und Kunden sowie Kollegen und Kolleginnen vermittelt werden können.

Zudem haben Mitarbeitende Überstunden für besonders vom Unwetter betroffene Kolleginnen und Kollegen gespendet, die die Zeit zum Aufräumen und Wiederaufbau benötigen.

VersicherungsJournal: Wie unterstützen Sie aktuell die Vermittler vor Ort?

Wir haben bestehende Regulierungsvollmachten unserer Vertriebspartner vorübergehend erhöht.

Brüß: Wir haben umgehend eine Hotline für besonders stark betroffene Vermittler geschaffen und alle verfügbaren Schadenregulierer aus dem gesamten Bundesgebiet in den besonders betroffenen Regionen zusammengezogen, damit die Schäden schnellstmöglich vor Ort besichtigt werden können.

Darüber hinaus haben wir bestehende Regulierungsvollmachten unserer Vertriebspartner vorübergehend erhöht und setzen alles daran, Trocknungsgeräte und Handwerker für unsere Kundinnen und Kunden zu organisieren.

Weitere Maßnahmen werden täglich von einer für diese Katastrophe aufgelegten Task Force erarbeitet und koordiniert.

VersicherungsJournal: Wie stark sind eigene Agenturen betroffen?

Unsere Vertriebspartner in den betroffenen Regionen arbeiten […] bis zur Erschöpfung.

Brüß: Drei Gothaer-Agenturen sind selber direkt vom Hochwasser betroffen. Ansonsten arbeiten unsere Vertriebspartner in den betroffenen Regionen unermüdlich und bis zur Erschöpfung daran, Kundinnen und Kunden in dieser Notlage zu betreuen und zu unterstützen.

VersicherungsJournal: Unserer Redaktion liegen zahlreiche Berichte von Vermittlern vor, die sich enttäuscht über die Unterstützung der Versicherer äußern. Kritikpunkte sind unter anderem die Erreichbarkeit sowie die Reaktionszeit. Auch Ihr Haus wird genannt. Wie erklären Sie das?

Brüß: Wir können uns das nicht erklären, da wir bisher sehr positives Feedback von unseren Vertriebspartnern zur Erreichbarkeit und Sensibilität unserer Mitarbeitenden in der Schaden-Hotline erhalten haben.

VersicherungsJournal: Welche Schadensumme erwarten Sie für Ihr Haus?

Bislang sind uns rund 3.300 Schäden gemeldet worden.

Brüß: Das können wir heute noch nicht sagen. Bislang sind uns rund 3.300 Schäden gemeldet worden, aber es kommen laufend weitere hinzu. Ein abschließendes Bild über die Anzahl und Höhe der gesamten Schäden werden wir erst in einigen Wochen haben.

VersicherungsJournal: Welche Konsequenzen sollten aus der Hochwasserkatastrophe gezogen werden?

Brüß: Für die Forderung nach Konsequenzen ist es für uns zum jetzigen Zeitpunkt zu früh. Wir konzentrieren uns darauf, unseren Kunden und Vertriebspartner so schnell und unbürokratisch wie möglich zu helfen.

Die Fragen stellte

Leserbriefe zum Artikel:

Hans-Jürgen Kaschak - Hier wird deutlich, wie wichtig der Betreuer vor Ort ist . mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Elementarschaden · Gebäudeversicherung · Kompositversicherung · Regulierung · Unwetter
 
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